Chronik

Vom Vogelschießverein zum Sportschützenverein
Die Erstgründung des Vogelschießvereins Weserdeich erfolgte im Jahre 1897. Zu den Gründern gehörten u.a. die Zollbeamten Ritt, Ripken und Theilen der Bäckermeister Claußen, der Maurer Meier und der Gastwirt Friedrich Woltje alle aus Weserdeich sowie der Bauer Gerdes aus Harmenhausen der Kohlenhändler Hatscher, der Schuhmachermeister Renke und der Schlachtermeister Marx aus Berne.

In der Mitte Friedrich Woltje † Mitbegründer des Vogelschießvereins Weserdeich und Stifter eines Wanderpokals, auf den noch immer am Schützenfest geschossen wird.
In den ersten Jahren wurde noch mit Vorderlader, mit 16ner Kaliber, auf einen aus Holz gefertigten Vogel geschossen. Da aber das Schießen mit der Kugel im freien Gelände eine Gefahr für die Außendeichs arbeitenden Menschen und den auf der Weser vorbeifahrenden Schiffen war, wurde nach einigen Jahren das Schießen polizeilich untersagt, das war der Anlaß zum Bau des ersten massiven Schießstandes auf dem Außendeichsgelände des Vereinswirts Friedrich Woltje. Auf diesem Schießstand wurde außer in den Kriegsjahren das traditionelle Vogelschießen bis 1951 durchgeführt. Ende 1951 kam einigen Weserdeichern der Gedanke, zur Gründung eines Schützenvereins um den Schießsport zu aktivieren.
Der Sportschützenverein Weserdeiche.V.
Am 1. Juni 1952 wurde, aufgrund einer Zusammenkunft im Gasthof Weserdeich, eine Versammlung abgehalten, in der beschlossen wurde den Schützenverein Weserdeich zu gründen. Dieser Verein sollte beim Amtsgericht eingetragen werden und dem Oldenburger Schützenbund angeschlossen sein. Die Gründungsmitglieder dieses Vereines waren Anton Müller, Johann Lösekann, Hans Harms, Heinz Georg Timmermann, Walter Müller, Horst Ritter, Hans Lösekann, Jonni Meyer und der damalige Vereinswirt Werner Plate.
Die Gründungsversammlung fand statt am 25. Juli 1952, die insgesamt 21 Anwesenden beschließen hier den Sportschützenverein zu Gründen und ins Vereinsregister beim Amtsgericht Elsfleth einzutragen. Auch beim Oldenburger Schützenbund sowie beim Deutschen Schützenbund wurde der Verein, noch im selben Jahr, angemeldet.
Weiterhin wurde der 1. offizielle Vorstand gewählt.
   1. Vorsitzender Anton Müller
   2. Vorsitzender Johann Lösekann
   1. Schriftführer Walter Krahe
   2. Schriftführer Gerhard Astermann
   1. Kassierer Horst Ritter
   2. Kassierer Werner Plate
   1. Schießwart Bernhard von Seggern
   2. Schießwart Hans Butt
Weiterhin wurde festgelegt, am 3. August 1952 ein Stiftungsfest des Vereines, mit einem Vogelschießen, durchzuführen.
Am 3. August 1952 wurde das erste Schützenfest mit dem traditionellen Vogelschießen abgehalten.

Weihe der ersten Vereinsfahne 1953 durch den damaligen Präsidenten des Schützenbundes Wesermarsch Heinrich Suling, links im Bild. Bildmitte der 1. Vorsitzende unseres Vereins Anton Müller. Der Patenverein mit Fahne war Oberhammelwarden.
1953 wurden die alten Schießstandruinen auf dem Außendeichsgelände abgebrochen und in eigener Arbeit, ein für die Zeit entsprechender neuer Schießstand errichtet. In den folgenden Jahren wurde der Schießstand erweitert, so das auch mit Kleinkalibergewehren geschossen werden konnte.urch die gute Kameradschaft im Verein wuchs auch der sportliche Ehrgeiz, hauptsächlich die Jugendabteilung führte intensive Trainingsarbeit durch und war Ende der 5Oer Jahre eine in der Wesermarsch und über deren Grenzen gefürchtete Mannschaft, diese sportliche Qualität hat sich auf die gesamten aktiven Schützen übertragen und bis heute auch gehalten. Leider wurde damals der Rhythmus durch die totale Zerstörung des Schießstandes bei der Hochwasserkatastrophe 1962 gestört, aber wir verloren nicht den Mut und bauten einen neuen Schießstand in Eigenarbeit wieder auf.
1977 mußte der Schießstand, wegen Deichbauarbeiten, abgerissen werden. Ein Wiederaufbau des Schießstandes an gleicher Stelle wurde unmöglich. Für den Übergang wurde auf dem Dachboden der Gaststätte „Schützenhof“ ein Luftgewehrstand eingerichtet. Von der Gemeinde Berne bekam der Schützenverein, im Frühjahr 1980, ein Grundstück, auf dem am 11. Oktober 1980 der Grundstein für die neue Schießanlage gesetzt wurde.
Der Schießstand wurde hauptsächlich in Eigenarbeit, in zwei Etappen aufgebaut. Bis 1984 entstanden der Luftgewehrstand, der Aufenthaltsraum und die sanitären Anlagen. Gerade noch rechtzeitig zum Schützenfest 1986 konnte dann noch der Kleinkaliberschießstand in Betrieb genommen werden. In den folgenden Jahren wurden die Anlagen noch weiter modernisiert. So wurde auf der Kleinkaliberanlage ein Stand für das Schießen mit der Freien Pistole eingerichtet und die Luftgewehrstände wurden von „Handbetrieb“ auf elektrische Zuganlagen umgerüstet.

Festplatz 1998 dieses Jahr ist es uns zum ersten mal gelungen am Schützenfestsonntag Hubschrauberrundflüge zu Organisieren.