Hardy's Blacklist ist eine Liste von Kraftfahrern, vor denen man sich besser in Acht nimmt. Sie fallen auf durch verkehrsgefährdende Fahrweise, und man hält am besten viel Abstand. Mit dieser Liste will ich keine kleinen Unachtsamkeiten anprangern, sondern meinen Ärger über boshafte und lebensmüde Verkehrsteilnehmer kanalisieren.
(Die folgenden Schilderungen sind natürlich nur als persönliche Meinungsäußerungen zu verstehen.
)
MI, 01. März 2006 - ca. 15:15 Uhr
OL-A 7444 - roter VW Scirocco
Ich verstehe nicht, wie Leute so dreist sein können, selbst einen offensichtlichen Fehler zu machen und noch zu meinen, im Recht zu sein:
Zweispurige Autobahn, Tempolimit 100 km/h. Rechte und linke Spur voll, ich auf der linken mit ca. Tacho 105-110, hinter mir ein roter Scirocco mit einem Fahrer mittleren Alters, der mir schon früh dadurch auffiel, daß er sehr dicht auffuhr. Er konnte problemlos sehen, daß vor mir eine Autoschlange fuhr. Irgendwann befand sich dann eine Blitzanlage auf der Mittelleitplanke - für die andere Richtung, aber jemand reagierte mit einer Bremsung. Bei mir kam das als energische, aber keinesfalls plötzliche Verlangsamung an und ich bremste so ab, daß ich den verfügbaren Sicherheitsabstand ausnutzte, aber noch genügend Restabstand behielt. Der Scirocco wäre mir wohl fast hinten reingefahren. Ich glaube, es war seine folgende Lichthupe, die meine Aufmerksamkeit erweckte, so daß ich sah, wie er vorwurfsvoll die Faust erhob.
Ich zeigte noch deutlich nach vorne und ließ die Bremslichter kurz aufleuchten, aber was sollte das bringen? Die Situation war offensichtlich, das Problem sein zu geringer Sicherheitsabstand.
DI, 30. September 2003 - 8:20 Uhr
DH-CN 111 - dunkelroter Toyota Previa
Ich fuhr auf der mittleren Spur, links an einer LKW-Kolonne vorbei, und suchte nach einer Lücke, da ich gleich von der Autobahn abfahren wollte. Schon zu diesem Zeitpunkt fuhr die Lenkerin des 'Vernunftautos' (lach) gefährlich dicht auf. Das hätte mich mehr genervt, wenn ich nicht sowieso die Autobahn hätte verlassen wollen. Als ich dann eine Lücke fand, blinkte ich rechts und bremste leicht ab. Und dann passierte etwas, was ich selbst beim täglichen Wahnsinn mit Dränglern noch nicht erlebt habe: Sie hupte mich an!
Glückwunsch! Erster Preis für Dreistigkeit!
SIE fuhr zu dicht auf, es war IHRE Entscheidung, so riskant zu fahren. Und wenn ich dann die Spur wechseln will, womit sie offenbar überhaupt nicht rechnen konnte, dann gibt sie auch noch mir die Schuld?! Jetzt fangen schon Frauen an, sich am Steuer wie männliche Ärsche zu benehmen. Gerade neulich hat ein schwarzes Golf Cabrio gasgegeben und fuhr extrem dicht auf, als ich vor ihm die Spur wechselte. Und drin saß ein junges Blondchen, gerade mal volljährig.
Aber warum fuhr die Frau Previa? Konnte sie sich nicht einen schwarzen 7er-BMW kaufen und mit Blinker links und Lichthupe angerauscht kommen, damit andere Verkehrsteilnehmer gleich vorgewarnt sind und wissen, daß ein Idiot naht?
--- DIE STAUWOCHE DES WAHNSINNS ---
DO, 25. September 2003 - ca. 16:45 Uhr
OG-93-GX - LKW von P. Daemen, Maasbree, NL
Kennen die Niederländer das Einfädeln nach dem Reißverschlußpinzip? Selbst wenn nicht, beim Auffahren auf die Autobahn (zäher Verkehr) fuhr ich direkt neben einer Lücke zwischen zwei LKW, wie es hundertmal am Tag passiert, und blinkte geduldig. Naja, von Geduld kann eigentlich keine Rede sein, da der LKW-Fahrer sofort schubweise die Lücke dichtmachte, damit ich nicht auffahren kann. Als mir gegen Ende der Auffahrtspur (die durch Baustellenbaken definitiv dort endete) der Platz ausging, hupte ich, in der geringen Hoffnung, daß der Fahrer vielleicht doch noch seinen inneren (bzw. äußeren) Schweinehund überwindet und diese offensichtliche Nötigung beendet. Mit ein bißchen Grips sollte ihm klar sein, daß ein auffahrender PKW zwischen zwei LKW wenige Augenblicke später sowieso nach links ausschert, wo es zügiger vorangeht. Aber es ging ihm ja gar nicht um Zeitverlust, er wollte einfach nur den Ruf der LKW-Fahrer weiter ruinieren. Nach meinem kurzen Hupsignal machte er dies unmißverständlich durch einen abrupten, angedeuteten Schlenker auf die Auffahrtspur deutlich und fuhr haarsträubend nahe an den Baken am Ende der Auffahrtspur vorbei - wohl um mir zu sagen: "Du bleibst da stehen!". Was für ein Arsch.
MI, 24. September 2003 - ca. 17:00 Uhr
AUR-UM 706 - rotbrauner Opel Vectra
Ein Mensch, der zwei Autos zu einem verschmelzen will, ist entweder ein leidenschaftlicher Karosseriebauer ... oder ein Arschloch. Letzteres fuhr mir an einem Stauende so dicht auf, daß ich seine Motorhaube nicht mehr sehen konnte. Bei so einem geringen Abstand muß man ja schon Angst haben, daß beide Autos durch die Massenanziehung miteinander kollidieren. Diese war womöglich auf der Grund dafür, daß der selbe Opel mir beim Spurwechseln Richtung Abfahrt links hinten am Wagen klebte ... im gleichen haarsträubend geringen Abstand ... bei 80 km/h. Vielleicht war es aber auch nur der durchgeknallte Fahrer, der einen Unfall gebaut hätte, wäre ich nur ein kleines bißchen vom Gas gegangen. Die vielen anderen Autofahrer, die sich derweilen hinter uns durch einen Baustellen-Stau mühten, wären über noch einen Unfall vor ihnen sicher sehr erfreut gewesen.
Noch mehr beunruhigt mich der Gedanke, daß der Fahrer möglicherweise gar nichts Böses im Sinn hatte, sondern daß so ein Abstand für ihn normal ist. Mit sowas muß man traurigerweise rechnen. Aber es käme eigentlich auf's gleiche raus, was die geistige Reife des Fahrers betrifft.
Interessante Rechnung: vorgeschriebener Sicherheitsabstand = halber Tachowert. Wir fuhren 80 km/h, die Hälfte macht 40 Meter, geteilt durch 10 macht 4 Meter, geteilt durch 10 macht 40 Zentimeter und davon maximal die Hälfte dürfte er Abstand gewesen sein. Ich frage mich, wie hoch wohl die Buße für eine zweihundertfache Unterschreitung des Sicherheitsabstands ausfällt.
--- DOPPELPACK ---
FR, 5. September 2003 - ca. 7:45 Uhr
ROW-DG 85 - dunkelblauer VW Passat Variant (Vielleicht sollte ich mir langsam für "VW Passat Variant" eine String-Variable anlegen.)
Arschloch Typ 001, wie im aktuellen Fall oft in Form einer weißbehaarten Kalkleiche. Fährt auf der Linken Spur, nach hinten diagonal versetzt zu einem Fahrzeug auf der mittleren Spur, und permanent mit gleicher Geschwindigkeit. Dies ist eine besonders effiziente Art der Behinderung, da nicht nur die linke Spur aufgehalten wird, sondern selbst ein Rechts-Überholen nicht möglich wäre. Unnötig zu erwähnen, daß nach einer Minute ein kurzes Aufblenden keinen Erfolg brachte. Vermutlich behindert er gerne andere Leute, weil er selbst behindert ist.
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FR, 5. September 2003 - ca. 7:50 Uhr
HL-DA 596 - weißer Transporter
So eine Autobahnfahrt muß ja sehr langweilig sein. Ein Transporterfahrer kam auf die simple, aber bescheuerte Idee, mit einer völlig freien mittleren Spur vor der Nase, einfach mal auf die linke Spur zu ziehen. Das Timing war so perfekt, daß man wirklich Vorsatz unterstellen muß. Gerade war ich am beschleunigen, um an ihm vorbeizuziehen, als er dieses kranke Manöver machte. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn jemand mit deutlich höherer Geschwindigkeit angekommen wäre.
So langsam bekomme ich den Eindruck, es gäbe gar keine Fahrbahnmarkierungen mehr und die Straße wäre ein großer Platz zur freien Bewegung. Ich sehe ja auch immer öfter Fahrer, die einfach wahllos zwischen zwei Spuren hin- und herpendeln (Jetzt weiß ich, was im Radio immer mit Pendlern gemeint ist.), oder einfach mal ein Weilchen auf dem Strich fahren (Stricher).
MI, 27. August 2003 - 16:20 Uhr
SIM-NV 74 - weißer VW Passat Variant
Es gibt Proletenfahrer, die austesten wollen, ob sie einen Spurwechsel in einer Zehntelsekunde hinbekommen. Es gibt eine unglaubliche Zahl von superbequemen Faulpelzen, die keinen Bock auf Blinken haben. Und es gibt Suizidkandidaten, die nicht in den Rückspiegel sehen, bevor sie die Spur wechseln. Letzteres kann passieren, wenn man sich zu sehr gedrängt fühlt bzw. es zu eilig hat. Sowas verzeihe ich gerne, wenn sich der betreffende Fahrer kurz mit einer Geste entschuldigt.
Absolut verkehrsuntauglich ist allerdings der betreffende Fahrer, der alle obigen Punkte in einem Manöver vereint, sich anschließend nicht mal entschuldigt, und seiner Frau und besonders seinem jungen Sohn auf der Rückbank noch ein tolles Vorbild ist.
Da es ihm auf dem Zubringer auf der linken Spur zu langsam voranging (wg. Linksspurschleicher), wechselte er auf die rechte Spur. Nachdem der Schleicher dies ebenfalls tat und sich vor ihn setzte, wartete der Passat-Fahrer nur noch, daß der dem Schleicher folgende Wagen vorbeizog. Oder auch nicht, denn nachdem er vorbei war, blieb der Passat noch auf der rechten Spur. Man sollte annehmen, daß so ein Rowdie die erstbeste Gelegenheit nutzt, um wieder nach links zu ziehen.
So dachte ich auch und lag falsch. Er hat vielmehr darauf gewartet, daß ich mich von hinten (sogar deutlich hörbar) nähere. Er ist dann mit einem überraschenden Schwung so dicht vor mich auf die linke Spur geschlenkert, daß er fast mit dem Heck die rechte Seite meiner Fahrzeugfront gerammt hätte. Meinen (milden) Beschleunigungsvorgang mußte ich durch eine Bremsung beenden, da ich dem Lahmarsch sonst ins Heck gefahren wäre.
DI, 21. Januar 2003 - 7:55 Uhr
Bus der Bundeswehr
Anscheinend setzt die Bundeswehr zivile Busfahrer ein, denn genauso benahm sich der Fahrer der BW-Schaukel, der mich nötigte. Der Verkehr floß langsam, ich war gerade durch die Baustellenverengung durch und wollte auf die rechte Spur, um die nächste Ausfahrt zu nehmen. Vor dem Bus war eine Lücke, gerade groß genug für mich, nur etwas eng. Ich begann sehr früh zu blinken, fuhr am Bus vorbei. Der Verkehr auf allen Spuren verlangsamte auf Schrittempo, eigentlich ideal zum Spurwechsel, aber als ich vor dem Bus und neben der Lücke fuhr, beschleunigte der Fahrer und machte sie dicht. Auch mein Hupsignal überzeugte den BW-Rufschädiger nicht davon, mir den Spurwechsel zu ermöglichen.
Glücklicherweise fand ich dann noch vor der Abfahrt eine Lücke ... ironischerweise vor einem Zivilbus.
FR, 17. Januar 2003 - gegen 15:30 Uhr
HB-BX 311 - silberner Ford Escort
Wenn ein Wagen von der Autobahn auf die Ausfahrtspur wechseln möchte (in eine sehr große Lücke), und dies lange vorher mit Blinken ankündigt, dann hat man ihm das Ausfahren zu ermöglichen, und nicht einfach ohne jede Regung rechts dran vorbeizufahren. Hätte ich meinen Spurwechsel fortgesetzt, wäre es zur Kollision gekommen, weil den Escort-Fahrer die potentielle Gefahrensituation überhaupt nicht gekümmert hat. Er meint wohl, zu glauben im Recht zu sein macht unverwundbar. Ein Musterbeispiel eines Freitag-Nachmittag-Sturkopfes.
MI, 16. Oktober 2002 - gegen 14:00 Uhr
LER-EJ 96 - silbergrauer Mercedes älteren Baujahres
Nicht zu blinken ist gefährlich genug, aber nicht zu blinken, während man auf eine zweispurige Bundesstraße auffährt und in einer Linie auf die linke Spur zieht, ist haarsträubend! Im vorliegenden Fall hatte er allerdings keine Gelegenheit, vollständig auf die linke Spur zu wechseln, da mein Hupen ihn gerade noch davon abhalten konnte, mich seitlich zu rammen. Der Typ ist zwar nicht taub, aber blind. Und er scheint unter starker Muskelschwäche zu leiden, daß er den Griff zum Blinker und den Blick in den Rückspiegel nicht schafft.