Astronmische Einheit, die mittlere Entfernung der Erde von der Sonne. Die AE wird innerhalb des Planetensystems sehr häufig als Entfernungseinheit herangezogen. Der Wert der Konstanten betragt (1AE = 149 597 870 km).
Atom,
die kleinste, mit chemischen Mitteln nicht weiter teilbare Teilchen.
Äquinoktikum,
Tagundnachtgleiche; sie tritt ein, wenn die Sonne den Himmelsäquator von Süden
nach Norden oder umgekehrt überkreuzt (21.03. und 23.09). Unter dem
Äquinoktialkreis versteht man den Himmelsäquator, unter Äquinoktialstunden die
gleichzeitig über den Tag und die Nacht verteilten 24 Stunden. Die Ungleichheit wird
Temporalstunden genannt.
B
Index
C
Index
Chondren, kleine kugelförmige Körner von mikroskopischer Größe bis zur Größe eines Kirschkerns, welche im wesentlichen aus Silicium mit Eisen, Aluminium und Magnesium zusammengesetzt sind. Die Chonreden weisen auf die Frühgeschichte des Sonnensystems hin. Sie entstanden wahrscheinlich aus dem der Sonne umgebenden Nebel durch Zusammenstöße der Körner und einer sehr schnellen Abkühlung. Chonreden wurden in irdischen Gestein bisher nicht entdeckt.
Chondride, eine Gruppe der Meteoriden, die steinförmig sind, aber wegen einer vermutlich raschen Abkühlung aus kleinen einzelnen Kügelchen Chondreden zusammengesetzt sind.
Coriolis-Effekt, ein vom französischen Physiker Coriolis entdeckter Effekt, der auf das
Trägheitsprinzip zurückzuführen ist. Dieser Effekt spielt bei Wind- und Meeresströmungen eine
Rolle, aber auch beim Abschuß von Satelliten oder Geschossen. Ein Geschoß welches vom Äquator
in nördlicher Richtung geschossen wird, wirkt auf seinem Flug die Rotationsgeschwindigkeit
des Startpunktes und wandert nach Osten aus.
D
Index
E
Index
Explorer, startete am 01.02.1958 erfolgreich in eine Umlaufbahn. Der erste amerikanische Satellit hatte eine Gewicht von 14 kg und seine anfängliche Umlaufzeit betrug 114,7 Minuten. Die Bahnhöhe schwankte zwischen 359 und 2549 km. Die Aufgabe der Explorer-Satelliten war die Erkundung des Strahlungsgürtels der Erde.
Ekliptik,
ein Großkreis am Himmel, der die Erweiterung der Erdbahnachse (Ekliptikalebene) in den Raum
hinaus darstellt. Er wird durch die Verbindungsline Sonnenmittelpunkt-Schwerpunkt des Systems
Erde-Mond innerhalb eines Jahres gebildet. Die Ekliptik ist zur Zeit gegenüger dem Himmelsäquator
um 23o geneigt.
F
Index
Frühlingspunkt,
Widderpunkt, der Schnittpunkt zwischen Ekliptik und dem Äquator der Himmelssphäre, den die
Sonne zur Zeit des Frühlingsäquinoktikums von Süden nach Norden überschreitet.
G
Index
Gestirne, Sammelbezeichnung für alle Himmelskörper, besonders die Sonne, den Mond, die Planeten und deren Satelliten, sowie der Sterne.
geozentrische
Weltsystem, ein alten Weltsystem, nach dem die Erde im Mittelpunkt des Weltalls liegt.
H
Index
heliozentrisches
System, das moderne Weltsystem, in dem die Sonne im Mittelpunkt des Planetensystems steht.
I
Index
J
Index
K
Index
Konjunktion, eine Winkelstellung zwischen zwei Planeten oder auch zu Sonne und Mond, bei der der Unterschied der ekliptikalen Länge 0o beträgt. Steht ein Planet in Konjunktion zur Sonne, so ist er unsichtbar, da er mit der Sonne über den Taghimmel läuft.
Kulmination,
der Durchgang eines Gestirns durch den Meridian. Es wird von
einer oberen und unteren Kulmination gesprochen. Die obere zeigt das Gestirn am höchsten Punkt
über dem Horizont, und seine untere Kulmination, die nur bei Zirkumpolarsternen beobachtet
werden kann.
L
Index
M
Index
Meridian, der Großkreis in der Astronomie, welcher durch das Zenith, den Nordpunkt am Horizont, das Nadir, den Südpunkt am Horizont und wieder zurück zum Zenith verläuft. Ferner geht der Meridian durch den nördlichen und südlichen Himmelspol. Im Medridian erreichen alle Gestirne ihre größte Höhe und niedrigste Höhe oder Tiefe unter dem Horizont.
Molekül,
ein aus zwei oder mehreren Atome zusammengesetztes Gebilde. Es ist die kleinste Einheit eines
bestimmenten chmischen Stoffes. In der Astronomie spielen Moleküle nur bei sehr kalten
Himmelskörpern eine Rolle.
N
Index
Nadir,
der dem Zenith an der Himmelskugel gegenüberliegende Fußpunkt. Er bildet gleichzeitig
Schnittpunkt des unter die Erdoberfläche verlängerten Lotes eines Beobachtungsortes mit der
Himmelssphäre.
O
Index
Opposition,
eine Winkelstellung zwischen zwei Planeten oder auch zu Sonne und Mond, bei der der Unterschied
der ekliptikalen Länge 180o beträgt. Da sich Sonne, Mond und Planeten
in der Nähe der Ekliptik befinden, stehen sich in der Opposition die beiden Gestirne gegenüber,
daß der eine aufgeht und der andere untergeht und umgekehrt. Eine Planetenopposition zur Sonne
ist deswegen so bedeutsam, weil in diesem Fällen der betreffende Planet die ganze Nacht über am
Himmel steht.
P
Index
Q
Index
R
Index
S
Index
siderisch, auf die Sterne (Fixsterne) bezogen. Man spricht von einem siderischen Jahr oder der siderischen Umlaufzeit der Planeten.
Sterntag, der Zeitraum zwischen zwei oberen Kulminationen des Frühlingspunktes. 1 Sterntag ist um 3m56,56s kürzer als ein mittlere Sonnentag. Damit enthält ein Sonnenjahr 366,2422 Sterntage. Der Frühlingspunkt zeigt periodische Schwankungen. Die Sternzeit die diesen Effekt noch enthält, wird wahre Sternzeit genannt. Der Unterschied zwischen wahrer und mittlere Sternzeit beträgt nur 0,4s. Benutzt man den Meridiandurchgang von Sternen zur Festlegung der Sternzeit wird dieses siderischer Tag genannt. Ein siderischer Tag ist 0,008s länger.
Sternzeit, die in Sterntagen als Einheit ausgedrückte Zeit. Zur Verwandlung von MEZ oder mittlerer Ortszeit in Sternzeit, verwandeln wir zuerst die MEZ in die mittlere Ortszeit des Beobachtungsortes. Sternzeit = Sternzeit 0h Greenwich + Korrektion der Sternzeit + mittlere Ortszeit + in Stunden ausgedrückte mittlere Ortszeit * (10-1/7)s. Die Sternzeit für 0h WZ Greenwich kann den astronomischen Jahrbüchern entnommen werden. Die Korrektion der Sternzeit 0h WZ Greennwich auf den jweiligen Beobachtungsort berechnet sich folgendermaßen : Korrektion der Sternzeit = -+ 9,8565s * Längenunterschied gegen Greenwich in Stunden. Das positive Vorzeichen gilt für westliche Länge, das negative für östliche Länge von Greenwich. Für Orte in Deutschland beträgt die Korrektion also nur wenige Sekunden. Erst auf 15o östlicher Länge wächst dieser Betrag auf hnapp 10s an.
synodische
Umlaufzeit, die Umlaufperiode eines Planeten, nach deren Ablauf dieser
Himmelkörper wieder dieselbe Stellung bezüglich der Sonne einnimmet. Bei einem Planeten
ist das die Zeitspanne zwischen zwei aufeinanderfolgenden Oppositionen
oder Konjunktionen, bei dem Mond zwischen zwei Neumondstellungen
(synodischer Monat). Zum Beispiel wird die mittlere Zeit zwischen zwei Distanzminia eines
Planeten zur Erde als die syndische Umlaufzeit bezeichnet.
T
Index
Temporalstunden, die ungleich langen Stunden, wie sie zeitweise in der Vorantike benutzt wurden, um den lichten Tag vom Sonnenaufgang bis -untergang und umgekehrt einzuteilen.
TitanIIIE/Centaur,
U
Index
V
Index
V2 und V1,
Vergeltungswaffen, Nazi-Propagandaname. Die V2 wurde intern "A4" genannt und die "V1" "Fi 103".
das "V" steht für Vergeltungswaffe, das "A" für Aggregat und das "Fi" für Fieseler - Entwickler der
Zelle der Flugbombe (Gerhard Fieseler Werke GmbH in Kassel). Es wurden ca. 6000 A4 und 30.000 Fi103
hergestellt, von denen wurden ca. 3000 A4 und 20.000 Fi 103 operativ gegen Ziele
(London, Antwerpen, Paris) eingesetzt.
W
Index
X
Index
Y
Index
Z
Index
Zenith, der Punkt am Himmelsgewölbe, der genau über dem Beobachter steht, also um 90o von der Horizontalebene entfernt ist. Das Zenith bildet gleichzeitig den Schnittpunkt des über die Erdoberfläche verlängerten Lotes eines Beobachtungsortes mit der Himmelssphäre und liegt dem Nadir gegenüber.
Zirkumpolarsterne, Sterne, die in der Nachbarschaft des Himmelspols stehen und für eine bestimmte geografische Breite nie unter den Horizont tauchen.