Ein Schiff wird kommen...Der Aufbau der Aucoop-Bootswerkstatt:
Mit dem Ziel junge Menschen in der Zeit wachsender Arbeitslosigkeit sinnvoll auszubilden begann der Aufbau der ersten Produktionsstätte, der AUCOOP-Bootswerkstatt im Stephani-Hafen in Bremen Walle. 1986 kaufte Werner Kordaß, Geschäftsführer der ehemaligen Aucoop, den Plattbodenkahn Krake und suchte einen geeigneten Standort für die Bootswerkstatt. Im Frühjahr 1987 schweißten die ersten drei Mitarbeiter auf ABM-Basis. Anderthalb Jahre später wurde das erste selbstgebaute Segelboot, die STEPHANI zu Wasser gelassen. Mit neuen Plänen organisierte man den Umzug auf das Gelände des Bremer Vulkan. Hier wurde das nächste Projekt in Angriff genommen: Ein zwanzig Meter Schoner für den Einsatz bei europäischen Jugendreisen wurde auf Kiel gelegt. Im Mai 1992 fand die Taufe des Flaggschiffs VEGEWIND statt. Das Konzept zur Reintegration von Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen Handwerkern hat sich bewährt. Mit öffentlichen Mitteln entstanden, zum Stolz ihrer Erbauer, sinnvolle Produkte für die Jugend- und Bildungsarbeit. In gemeinsamer Planung mit der Jugendbildungsstätte Lidice Haus begann die Fertigstellung der VEGEWIND und der Aufriß des Bildungsschiffes ROTER SAND. Weitere Auftragsarbeiten folgten: der Bau des Weser-Treidekahns für das Überseemuseum, die Rahen für das Schulschiff DEUTSCHLAND, die Restaurierung des Schleppers REGINA. Zur Zeit sind 190 Menschen bei der Bremer Bootsbau Vegesack beschäftigt. Im November 1997 verstarb Werner Kordaß, doch seine Idee lebt mit dem Bau der HANSEKOGGE für Bremen weiter.