"Alles begann mit einer wunderbaren Entdeckung" 1962
Ein ausgesprochener Glücksfall für Bremen war der spektakuläre Fund einer mittelalterlichen Kogge, die im Oktober 1962 bei Ausbaggerungen in der Weser (gegenüber der Einfahrt zum Europahafen) entdeckt wurde. Der Fund und die anschließende sorgfältige Rekonstruktion waren für die Schiffshistoriker allein deshalb von immenser Bedeutung, weil keine Konstruktionszeichnungen dieses wichtigen Schiffstyps überliefert sind. Vor dem konnten lediglich Abbildungen auf Siegeln, Münzen und alten Stichen als Forschungsgrundlage dienen. Erstmals nun wurden genauere Erkenntnisse über Abmessungen, Tragfähigkeit und Segeleigenschaften der Kogge gewonnen. Mit Ihren 23,27 m Länge, 7,62m Breite, dem hochaufragenden Vordersteven, dem langgestreckten Achterkastell und dem charakteristischen Rahsegel stellte sie - eigentlich nicht nur für ihre Zeit - eine der beeindruckendsten Leistungen der Schiffszimmermannskunst dar.