"Alles begann mit einer wunderbaren Entdeckung"  1962

Ein ausgesprochener Glücksfall für Bremen war der spektakuläre Fund einer mittelalterlichen Kogge, die im Oktober 1962 bei Ausbaggerungen in der Weser (gegenüber der Einfahrt zum Europahafen) entdeckt wurde. Der Fund und die anschließende sorgfältige Rekonstruktion waren für die Schiffshistoriker allein deshalb von immenser Bedeutung, weil keine Konstruktionszeichnungen dieses wichtigen Schiffstyps überliefert sind. Vor dem konnten lediglich Abbildungen auf Siegeln, Münzen und alten Stichen als Forschungsgrundlage dienen. Erstmals  nun wurden genauere Erkenntnisse über Abmessungen, Tragfähigkeit und Segeleigenschaften der Kogge gewonnen. Mit Ihren 23,27 m Länge, 7,62m Breite, dem hochaufragenden Vordersteven, dem langgestreckten Achterkastell und dem charakteristischen Rahsegel stellte sie - eigentlich nicht nur für ihre Zeit - eine der beeindruckendsten Leistungen der Schiffszimmermannskunst dar.

  "Eine Idee wird wahr!"   1996
Die Entdeckung des historischen Handelsschiffs war nicht nur eine Sensation für Historiker, sondern inspirierte auch zu der Idee, die gewonnenen Erkenntnisse für den Nachbau einer seegängigen Hansekogge zu nutzen und somit in und für Bremen wieder ein maritimes Wahrzeichen zu schaffen. Wiederholt wurde ein solches Vorhaben angedacht und diskutiert, aber erst als im Februar 1995 die AUCOOP-Bootswerft mit konkreten Vorschlägen an die Öffentlichkeit trat, rückte die Realisierung dieser Vision in greifbare Nähe. Die breite, positive Resonanz war ermutigend. Im Mai 1996 waren  alle Entscheidungen gefallen und die Grundfinanzierung des Projekts durch das Arbeitsamt Bremen, den Europäischen Sozialfonds sowie den Wirtschafts - und Arbeitssenator war sichergestellt.

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