PRO BAHN

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Regionalverband Ems-Jade e.V.

   
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Neuigkeiten

 

 
23.Okt. 2011 >> PRO BAHN Ems-Jade mit neuem Vorstand
Manfred Terhardt nach 22 Jahren als Vorsitzender verabschiedet

Schortens. Die Mitglieder des Fahrgastverbandes PRO BAHN haben für ihren Regionalverband Ems-Jade einen neuen Vorstand gewählt. Der langjährige Gründer und Vorsitzende Manfred Terhardt aus Jever wurde nach 22 Jahren auf eigenen Wunsch verabschiedet. Sein Nachfolger wurde Hans-Joachim Zschiesche aus Wilhelmshaven, der bislang bereits seit vielen Jahren sein Stellvertreter war.

Auch bei weiteren Vorstandsfunktionen gab es aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen Veränderungen. So standen Manfred Folkers (Wangerland) und Bruno Braun (Aurich) nicht mehr zur Verfügung. Neu im Vorstand ist nun als Schatzmeisterin Ursula Werdermann (Jever). Einzig Dr. Joachim Krug aus Wilhelmshaven wurde in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender wiedergewählt.

Terhardt hielt in der letzten von ihm geleiteten Regionalversammlung einen Rückblick auf die letzten beiden Jahre, die wie immer gekennzeichnet waren von kleinen Erfolgen für die Interessen der Fahrgäste von Bahn und Bus auf der ostfriesischen Halbinsel, aber auch von Themen, die die Fahrgastvertreter weiterhin beschäftigen werden. Herausragendes Thema ist dabei die Zukunft der Schienenanbindung des Bereichs Wilhelmshaven/Friesland/Wittmund. Elektrifizierung der Bahnstrecke Wilhelmshaven-Oldenburg, Wiedererlangung von Eisenbahnfernverkehr nach Wilhelmshaven, umsteigefreie Bahnverbindungen von und nach Bremen/Hannover sowie die Verlängerung der Bahnstrecke von Esens nach Bensersiel sind unter anderem Themen, die den Fahrgastverband noch Jahre beschäftigen werden. Aber auch im Busverkehr wird die Weiterentwicklung des Verkehrsverbundes Ems-Jade für den Verband ein wichtiges Thema sein. Die Vertretung der Interessen der Fahrgäste bleibt nach Auffassung des neuen Vorstandes eine Daueraufgabe, die wirksam nur deshalb von denen übernommen werden können, die Bahn und Bus aus eigenem Erfahren und Erleben kennen, so der neue Vorsitzende Zschiesche.


 

20. Okt. 2011 >>

Dauert der Schienenersatzverkehr (SEV) nun noch länger?

Mit Befremden hat der Fahrgastverband PRO BAHN, Regionalverband Ems-Jade die Meldung zur Kenntnis genommen, dass die Stadt Oldenburg im Eilverfahren den sofortigen Baustopp der Strecke Wilhelmshaven-Oldenburg im Abschnitt Varel-Jaderberg sowie Hahn/Lehmden-Rastede beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig beantragt hat. Jetzt scheinen die Emotionen hierüber in Oldenburg wohl vollends aus dem Ruder zu laufen, so Hans-Joachim Zschiesche, stv. Regionalvorsitzender.
Das die Oldenburger ihren aktiven und passiven Lärmschutz einfordern, ist ja ihr gutes Recht und ist in den Bürgerbesprechungen in Varel und Rastede von der DB Netze AG vorgetragen worden. Doch die Wahl der Mittel scheint jetzt nicht mehr ganz angemessen, so Zschiesche weiter. Der Fahrgastverband befürchtet nun, sollte dem Willen der Oldenburger Bedenkenträger Rechnung getragen werden, dass der Schienenersatzverkehr im Personenverkehr noch länger als schon ohnehin 17 Monate andauern wird, was den Fahrgästen und Pendlern nicht zugemutet werden kann. Der Fahrgastverband setzt ferner noch ein Fünkchen Hoffnung in den Ausbau, damit für die Bahn-kunden neue und bessere Angebote auf sie zukommen.
Wer an einer Bahnlinie wohnt und womöglich noch gebaut hat sollte wissen, dass auch der Zug-verkehr steigen kann. Die Planung zum JadeWeserPort hat schließlich jahrelang gedauert ein-schließlich des Ausbaus der Bahnstrecke. Das jetzt alles plötzlich in Frage zu stellen, ist für uns als Fahrgastverband nicht mehr nachvollziehbar, so Zschiesche.
 

15. März 2011 >>

EMS-JADE-BAHN Nr. 66 erschienen

Ab 2013 sollen „Doppelstock-IC“ nach Ostfriesland fahren und der PRO BAHN Regionalverband Ems-Jade fordert einen kundenfreundlicheren Schienenersatzverkehr zwischen Wilhelmshaven und Oldenburg. Das sind die beiden herausragenden Meldungen in der neusten und 66. Ausgabe der Ems-Jade-Bahn, die jetzt erschienen ist und vieles mehr.

Die genaue Inhaltsangabe sowie einen Verweis zum Herunterladen der neusten Ausgabe bekommen Sie hier.

 

1. März 2011 >> PRO BAHN fordert kundenfreundlicheren Schienenersatzverkehr

Der Fahrgastverband Pro Bahn fordert im Hinblick auf die zu kommenden Streckensperrungen auf der Bahnstrecke Wilhelmshaven-Oldenburg bahnkundenfreund-licheren Schienenersatzverkehr als bislang üblich. Er erwartet von der Nordwestbahn und der Landesnahverkehrsgesellschaft insbesondere für die Fahrgäste aus Wilhelmshaven und für die von der Strecke Esens-Sande eine Lösung, die ein häufiges Umsteigen verhindert.

Wie bereits in der Vergangenheit hat es bei Streckensperrungen zwischen Varel und Rastede lediglich zwischen diesen beiden Bahnhöfen einen Schienenersatzverkehr mit Bussen gegeben. Aber im Hinblick darauf, dass die kommenden Streckensperrungen über längere Zeiträume und für mindestens 2011 und 2012 zu erwarten sind, sollte es nach Auffassung des Verbandes als Ersatz durchgehende Busverbindungen zwischen Wilhelmshaven/Sande bis nach Oldenburg geben. Dadurch bliebe den Fahrgästen zweimaliges Umsteigen in Varel und Rastede erspart, weil dieses Umsteigen auch noch teilweise mit dem Überwinden von Treppen auf den jeweiligen Bahnhöfen verbunden ist. Auch ließe sich die Fahrzeitverlängerung, die die Fahrgäste durch den Schienenersatzverkehr hinzunehmen haben, in Grenzen halten.

Pro Bahn befürchtet, dass sich Bahnkunden sonst auf Dauer nach anderen Beförderungsmöglichkeiten, insbesondere durch das eigene Auto, umsehen. Diese Fahrgäste nach Abschluss aller Bauarbeiten dann wieder zurückzugewinnen, sei deutlich aufwändiger, als jetzt einen kundenfreundlicheren Schienenersatzverkehr zu organisieren. Zum kundenfreundlichen Schienenersatzverkehr gehöre auch, dass Busunternehmen mit ortskundigen Fahrern eingesetzt werden, damit die Bahnhöfe auf kürzestem Wege angefahren werden.

Der Fahrgastverband hat seinen Vorschlag bereits der Nordwestbahn unterbreitet, die dem nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber steht. Weil aber zusätzliche Busse beispielsweise zwischen Wilhelmshaven/Sande und Oldenburg höheren finanziellen Aufwand bedeuten, sei auch die Landesnahverkehrsgesellschaft als Aufgabenträger gefordert.

 

21. Dez. 2010 >> PRO BAHN setzt Priorität auf Verlängerung der Bahnstrecke von Esens nach Bensersiel

Der Fahrgastverband Pro Bahn begrüßt grundsätzlich die Zweckvereinbarung, die die Anliegerkommunen der (ehemaligen) Bahnstrecke Norden – Esens abgeschlossen haben. Für den Verband ist jegliches Engagement von Bedeutung, dass sich für mehr Bahn einsetzt. Ein Lückenschluss zwischen Esens und Dornum bzw. Norden würde die vorhandenen Bahnstrecken auf der ostfriesischen Halbinsel besser miteinander verknüpfen.

Der Verband setzt allerdings die Priorität bei der Entwicklung der Eisenbahninfrastruktur in Ostfriesland anders. Für ihn wäre eine Verlängerung der Bahnstrecke von Esens nach Bensersiel wichtiger. „Den verkehrspolitischen Nutzen sehen wir bei dieser Maßnahme deutlich höher“, so der Regionalvorsitzende des Verbandes, Manfred Terhardt (Jever) „Die Erschließung der östlichen ostfriesischen Inseln, insbesondere der Insel Langeoog sowie der Küstenbadeorte per Bahn ist zur Zeit für Fahrgäste nicht sonderlich attraktiv. Gerade die touristischen Fahrgäste nutzen das Bahnangebot wegen des häufigen Umsteigens nicht im dem Maße, wie beispielsweise die Gäste der Inseln Borkum, Juist oder Norderney“, begründet der Verband seine Auffassung. Da eine Realisierungschance für beide Maßnahmen eher gering einzuschätzen ist, müsste die Verlängerung nach Bensersiel vorgezogen werden.

 

19. Dez. 2010 >> Ems-Jade-Bahn Nr. 65 erschienen

Nach unfreiwilliger Pause von sechs Monaten ist wieder eine Ems-Jade-Bahn erschienen. Diesmal mit folgenden Themen: Ausbau der Bahnstrecke Wilhelmshaven - Oldenburg erfolgt nur in Häppchen, Aurich ran die Bahn, 10 Jahre Nordwest-Bahn - eine Erfolgsgeschichte

und vieles mehr.

Die genaue Inhaltsangabe sowie einen Verweis zum Herunterladen bekommen Sie hier.

 

1. Dez. 2010 >> Wegen Frost Zugtoiletten abgeschlossen

 

Nach einer Meldung in der Nordwest Zeitung von heute hat die Bahngesellschaft ARRIVA die Toiletten in ihren Zügen zwischen Leer und Groningen abgeschlossen. Bei den niedrigen Temperaturen sei das Auffüllen von Spülwasser sowie das Reinigen der Toiletten nicht möglich, teilte das Bahnunternehmen mit. Bis auf weiteres müssten die Reisenden in dem grenzüberschreitenden Regionalzug auf die Toiletten verzichten.

 

Für den Fahrgastverband PRO BAHN mutet diese Meldung wie ein unpassender Aprilscherz an. Der Regionalvorsitzende des Verbandes für die Region Ems-Jade, Manfred Terhardt aus Jever, hält die Maßnahme für unfassbar. "Wie kann es sein, dass der Hersteller der Triebzüge, immerhin ein renommiertes Schweizer Unternehmen, an Frost nicht gedacht haben soll", fragt er sich. "In den 70-er Jahres des letzten Jahrhunderts gab schließlich mal einen Slogan, der für das Bahnfahren werben sollte: >Alle reden vom Wetter. Wir nicht!>", meint er weiter. Das sagt er auch im Hinblick auf die Deutsche Bahn, die die Geschwindigkeit Ihrer ICE-Züge von 300 bzw. 250 km/h wegen der Wetterlage auf 200 km/h reduziert hat.

22. Nov. 2010 >>

 

Fahrgäste werden auf's Abstellgleis geschoben

Nun ist es amtlich, die für den Personenverkehr erhoffte Elektrifizierung der Bahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven, ist wieder einmal verschoben. Grund hierfür ist der Bahnübergang Alexanderstraße, ein innerstädtisches Problem Oldenburgs, so Hans-Joachim Zschiesche, stv. Regionalvorsitzender des Fahrgastverbandes PRO BAHN Ems-Jade. Dies gab der Niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg Bode heute bekannt. Wann der Draht nun die Strecke überspannen soll, sagte er allerdings nicht.

"Als Fahrgastverband sind wir natürlich sehr enttäuscht und wir wissen nicht, wie wir den Fahrgästen das erklären sollen, dass sie vielleicht noch rund acht Jahre warten müssen, um Veränderungen oder Neuerungen im Personenverkehr auf dieser Strecke zu erleben, so Zschiesche. Die meisten Fahrgäste in der Region wünschen sich umsteigefreie, schnellere Verbindungen in Richtung Bremen und Hannover. Hier hatten wir die neue Regio S-Bahn und eine Regionalexpressverbindung im Auge, welche im stündlichen Wechsel die Fahrgäste dort hinbringen sollte. Nun müssen wir sehen, was überhaupt noch machbar ist, evtl. auch mit Dieseltraktion", so Zschiesche.

Warum der Bahnübergang in Oldenburg ein „Hindernis“ sein soll, leuchtet jedenfalls ihm so ganz ein Es gäbe in Deutschland diverse Bahnübergänge, die  „unter rollendem Rad“, auch mit Oberleitung, über- und unterführt werden. Warum sollte das in Oldenburg nicht gehen, fragst sich der Fahrgastverband.

 

12. Nov. 2010 >>

PRO BAHN kritisiert Stop für Ausbau der Bahnstrecke Oldenburg - Leer

Der Fahrgastverband PRO BAHN, Regionalverband Ems-Jade, kritisiert die Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums, den Ausbau der Bahnstrecke Oldenburg – Leer auszusetzen. Bundesverkehrsminister Ramsauer hatte am Donnerstag in Berlin das Ergebnis einer Bedarfsüberprüfung vorgestellt, wonach der Ausbau der Strecke zur Zeit keine Wirtschaftlichkeit und verkehrstechnische Notwendigkeit besitze. Das Projekt, das im Bundesverkehrswegeplan 2003 als weiterer Bedarf festgeschrieben ist, habe den notwendigen Kosten-Nutzen-Faktor von 1,0 nicht erreicht. 

Die Kritik des Fahrgastverbandes richtet sich insbesondere gegen das der Entscheidung zu Grunde liegende Gutachten, das sich mit dem Kosten-Nutzen-Faktor für den Ausbau auseinandersetzt. Die Gutachter haben lediglich den Güterverkehr in die Kosten-Nutzen-Analyse einbezogen, der Personenverkehr sei völlig unberücksichtigt geblieben, so Manfred Terhardt, Regionalvorsitzender des Verbandes. „Bereits heute weist die Strecke durch eingleisige Streckenführung und wenige Begegnungsbahnhöfe erhebliche Kapazitätsengpässe auf. Dadurch ist die Strecke auch sehr verspätungsanfällig, beschreibt er die derzeitiger Situation. Terhardt weiter: „Bei einem Ausbau könnten die dort verkehrenden Intercity- und Regionalexpresszüge derart beschleunigt werden, dass in Leer ein Taktknoten entsteht, der Anschlüsse in alle Richtungen (Emden, Emsland und Niederlande) sicherstellt. Zum Beispiel müssen heute Fahrgäste aus Richtung Oldenburg in Richtung Emsland fast eine Stunde auf den Anschlusszug warten“.

Da die Gutachter einen Kosten-Nutzen-Faktor von 0,8 errechnet haben, dürften sich nach Auffassung von PRO BAHN die restlichen 0,2 durch Verbesserung des Personenverkehrs erreichen lassen. Die Annahme der Gutachter, denkbare Fahrzeitverkürzungen im Personenverkehr würden keine bewertungsrelevanten Größenordnungen erreichen, sei daher nicht richtig. Zumal die Gutachter ihre Annahme nicht belegt hätten.

(siehe auch Auszug aus dem Gutachten)

 

30. Okt. 2010 >>

 

PRO BAHN: Oberleitung für die Strecke Oldenburg - Wilhelmshaven erforderlich

In großen Jubel kann man zu der „Absichtserklärung“ von 150 Millionen Euro für die Herstellung der Zweigleisigkeit noch nicht ausbrechen, da man in letzter Zeit öfters verbindliche, ja sogar schriftliche Zusagen erhielt, die das Papier nicht wert waren auf dem sie standen, so Hans-Joachim Zschiesche, stv. Regionalvorsitzender vom Fahrgastverband PRO BAHN, Regionalverband Ems-Jade. Warten wir den tatsächlichen Baubeginn ab!

Wer an der „Dafür-Kundgebung“ vom 21.10.10 im Bürgerhaus Schortens teilgenommen hat, konnte erfahren, welche Maßnahmen und  Summen tatsächlich für den Ausbau einschließlich Elektrifizierung erforderlich sind.

Gerade die Oberleitung ist auch für einen neuen, besseren und schnelleren Personenverkehr zwingend erforderlich, so Zschiesche. Diese Maßnahme sollte und muss sofort nach der Herstellung der Zweigleisigkeit weiter in Angriff genommen werden und nicht wieder auf die lange Bank geschoben werden, ebenso die Umfahrung Sande. Zurücklehnen können sich die Verantwortlichen noch lange nicht, um das weiter benötigte Geld hierfür aus Berlin zu bekommen. Die Zeit der Vertröstungen und des Wartens muss endlich ein Ende haben!

 

17. April 2010 >> PRO BAHN Ems-Jade präsentierte sich auf dem ersten ostfriesischen Mobilitätstag in Leer

Am 16. April fand zum ersten Mal in Ostfriesland ein Mobilitätstag statt. Die Verkehrsregion Nahverkehr Ems-Jade (VEJ) sowie DB Regio Nord veranstalteten ihn gemeinsam. Geboten wurden von der DB Bahnhofsführungen, Besichtigung einer Elektrolokomotive der Baureihe 146 mit zwei Doppelstockwagen und das Üben an einem Fahrkartenautomaten der neusten Generation. Die VEJ präsentierte ihren "Einsteigerbus". Insbesondere Schulklassen nahmen das Angebot wahr und ließen sich von kompetentem Personal informieren.

Auch der Fahrgastverband PRO BAHN, Regionalverband Ems-Jade, war mit einem Informationsstand vertreten. Er informierte hier Interessierte über seine Arbeit und erhielt im Gegenzug von Bahn- und Buskunden wertvolle Hinweise, wo den Fahrgästen der Schuh drückt. Nach Ansicht von PRO BAHN-Regionalvorsitzendem Manfred Terhardt war der Info-Stand aus diesem Grunde bereits ein Erfolg.

 

23. März 2010 >>  (Vorerst) keine höhere Geschwindigkeit für Bahnstrecke Oldenburg - Wilhelmshaven

Nach eigenen Angaben ziemlich ernüchternd ist der Pro-Bahn-Regionalvorsitzende Manfred Terhardt (Jever) von einem Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) gestern aus Berlin zurückgekehrt. Gesprächsgegenstand im Bundesverkehrsministerium war im Zusammenhang mit dem Ausbau der Bahnstrecke Wilhelmshaven – Oldenburg die Frage, ob die Vorgaben des Bundesverkehrswegeplanes hinsichtlich des Ausbaustandards geändert werden können. Der Fahrgastverband hält eine Ausbaugeschwindigkeit von 120 km/h im Hinblick auf die Weiterentwicklung des Schienenpersonennahverkehrs sowie auf die Wiedereinführung des Schienenpersonenfernverkehrs (IC/ICE-Verkehr) nach Wilhelmshaven für nicht ausreichend.

Staatssekretär Ferlemann hat klar gemacht, dass während der derzeitigen Laufzeit des aktuellen Bundesverkehrswegeplanes eine Änderung nicht mehr möglich ist. Das hieße auch, die Ausbaumaßnahmen sowie das erforderliche Planfeststellungsverfahren würden sich daran orientieren. Erst bei einer Fortschreibung des Planes ab 2015 seien Änderungen denkbar. Ferlemann gab jedoch zu bedenken, dass es nach seiner Einschätzung auch in Zukunft keinen Fernverkehr nach Wilhelmshaven geben werde. Die DB plane Fernverkehrsknoten, zum Beispiel für die hiesige Region in Bremen, über die sie im Regelfall mit IC/ICE-Zügen nicht hinausfährt, es sei denn, es rechne sich betriebswirtschaftlich für DB Fernverkehr. Diese Planungen könne er auch nachvollziehen. Bliebe dann nur noch das Interesse des Nahverkehrs, für den das Land zuständig ist. Die landeseigene Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) müsste deshalb Interesse an einer höheren Geschwindigkeit zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven zeigen und zusammen mit DB Netz zu einer anderen Bewertung des volkswirtschaftlichen Nutzens kommen. In einem solchen Fall sieht Ferlemann allerdings kein vordergründiges Interesse mehr für den Bund. Für den Güterverkehr und ohne Fernverkehr reiche der vorgesehne Ausbaustandard aus.

Bestätigt hat Ferlemann in dem Gespräch allerdings, dass die Festsetzungen im derzeitigen Bundesverkehrswegeplan ohne konkrete Überlegungen erfolgt sind, welcher Verkehr und in welchem Umfang er später über die Strecke abgewickelt werden soll. Die Festsetzungen seien der „übliche“ Standard für eine Bahnstrecke wie die zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven.

Trotz der Enttäuschung will der Fahrgastverband Pro Bahn nicht locker lassen in seinen Bemühungen, was die Verbesserung der Schienenanbindung der Region Wilhelmshaven/Friesland/Wittmund betrifft und demnächst das Gespräch mit der LNVG suchen.

 

20. März 2010 PRO BAHN begrüßt Optimierung des Wilhelmshavener Stadtbus-Liniennetzes

Der Fahrgastverband PRO BAHN, Regionalverband Ems-Jade e.V. begrüßt die Optimierung des  Stadtbus-Liniennetzes in Wilhelmshaven zum September dieses Jahres, so Hans-Joachim Zschiesche, stv. Regionalvorsitzender aus Wilhelmshaven. Besonders die Linie 2 dürfte eine erhebliche Aufwertung sowie Fahrgastzuwachs erreichen, wenn diese wieder an der Seniorenwohnanlage „Karl-Hinrichs-Stift“, den Berufsbildenden Schulen, dem Nautimo einschließlich der Nordfrostarena und dem Jade-Stadion bis zum Reinhard-Nieter-Krankenhaus in beiden Richtungen anfährt. Bedauert wird aber allerdings, dass es wieder nicht geschafft wurde, einzelne Busse der Linie 4 versuchsweise  durch Rüstersiel nach Marktkauf zu verlängern. Hier sollten die SWWV noch einmal nachprüfen. Hoffnung legt der Fahrgastverband hingegen auf die künftige Fahrplangestaltung beim Umsteigen auf die einzelnen Linien an den Umsteigepunkten. Hier sind attraktivere bzw. kürzere Umsteigezeiten wünschenswert, so Zschiesche. Auch in den Schwachlastzeiten nach 20 Uhr sowie an Feiertagen und Wochenenden sollte der Stadtbusfahrplan sich an die Abfahrt- und Ankunftszeiten der Nordwestbahn-Züge orientieren.

 

18. März 2010 >> PRO BAHN Ems-Jade beim Staatssekretär im  Bundesverkehrsministerium

Zu einem Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) fährt der PRO-BAHN-Regionalvorsitzende Manfred Terhardt am 22. März nach Berlin. Gesprächsgegenstand im Bundesverkehrsministerium ist der Ausbau der Bahnstrecke Wilhelmshaven – Oldenburg.

In einem Offenen Brief hatte der PRO-BAHN-Regionalverband im Juli letzten Jahres appelliert, die Strecke nicht wie vorgesehen auf eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h, sondern auf 140 bzw. 160 km/h auszubauen. Die seinerzeitigen Empfänger des Offenen Briefes, die DB Netz AG und die Landesnahverkehrsgesellschaft, hatten jedoch unter anderem auf die Vorgaben des Bundesverkehrswegeplanes hingewiesen, in dem die Ausbaugeschwindigkeit von 120 km/h festgeschrieben ist. Der Fahrgastverband PRO BAHN hält dies jedoch im Hinblick auf die Weiterentwicklung des Schienenpersonennahverkehrs sowie auf die Wiedereinführung des Schienenpersonenfernverkehrs (IC/ICE-Verkehr) nach Wilhelmshaven für nicht ausreichend. Außerdem hätte die vorgesehene Maximalgeschwindigkeit von 120 km/h zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven unmittelbare negative Folgen für die Fahrplangestaltung zwischen Sande und Esens. In dem Gespräch mit dem Staatssekretär sollen daher die Möglichkeiten einer Änderung des Bundesverkehrswegeplanes erörtert werden.

Über das Ergebnis des Gesprächs können Sie sich hier ab dem 23. März informieren.

 

17. März 2010 >>

Ausflugsfahrten zum Eisenbahnjubiläum

Am 7. Dezember 1835 fuhr zwischen Nürnberg und Fürth und damit zum ersten Mal in Deutschland eine Eisenbahn. Deshalb hat der Regionalverband Ems-Jade des Fahrgastverbandes Pro Bahn die Ziele seiner seit Jahren organisierten Ausflüge mit Bahn und Bus in diesem Jubiläumsjahr allesamt auf das Thema Eisenbahn ausgerichtet. Besucht werden daher die unterschiedlichsten Arten von Eisenbahnen. Von einer Schmalspurbahn (Inselbahn Wangerooge) über eine Museumsbahn (Hümmlinger Kreisbahn) sowie die moderne Eisenbahn (ICE-Betriebswerk) und eine Modellbahn (Miniatur Wunderland) ist fast alles dabei, was das Thema Eisenbahn zu bieten hat. Ergänzt wird das Ganze von dem Besuch eines einzigartigen Bahnhofs (Hundertwasserbahnhof Uelzen) sowie einer Bahn, die nicht auf Schienen fährt, sondern schwebt (Transrapid).

Ein besonderer Höhepunkt des diesjährigen Ausflugsprogramms wird eine Vier-Tages-Fahrt nach Nürnberg und Fürth Ende August sein, dort wo vor 175 Jahren alles begann. Am letzten August-Wochenende feiert die Stadt Fürth ein Fest der Eisenbahn. Auf der Freiheit (das ist der Standort des ehemaligen Ludwigsbahnhofs, der zu den Feierlichkeiten in einer besonderen Technik wieder zum Leben erweckt wird) wird ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt geboten. Außerdem gibt es dort zahlreiche weitere Aktionen zum Bahnjubiläum. Insgesamt stellt der Fahrgastverband für die vier Tage ein informatives Programm rund um das Thema Eisenbahn zusammen.

Seit sieben Jahren bietet der Verband Ausflugsfahrten an, um der Bevölkerung zu zeigen, dass interessante Ausflugsziele auch mit Bahn und Bus und manchmal auch per Schiff oder zu Fuß erreicht werden können. Bei bisher insgesamt 30 Fahrten konnten sich über 1.100 Teilnehmer eindeutig davon überzeugen, ist sich der Regionalvorsitzende des Verbandes, Manfred Terhardt aus Jever, sicher.

Das Ausflugsprogramm kann angefordert werden unter der Telefonnummer 04461 90 92 06 oder hier heruntergeladen werden.

 

16. März 2010 >> Ems-Jade-Bahn Nr. 64 erschienen

Der Eisenbahn-Fernverkehr in Ostfriesland, eine mögliche Reaktivierung einer Bahnstrecke sowie das Gespräch von PRO BAHN Ems-Jade im Bundesverkehrsministerium mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann wegen des Ausbaustandards der Bahnstrecke Wilhelmshaven - Oldenburg sind Themen, die in der neusten  Ausgabe der Ems-Jade-Bahn behandelt werden. Aber auch der Busverkehr in Ostfriesland kommt nicht zu kurz: Der Einsteigerbus und der Urlauberbus sind weitere Schwerpunkte in der Ausgabe Nr. 64. Außerdem stellt PRO BAHN Ems-Jade sein diesjähriges Ausflugsprogramm vor, mit dem der Verband der Bevölkerung in der Ems-Jade-Region zeigen will, dass interessante Ziele auch mit Bahn und Bus erreichbar sind. Wobei die Ziele in diesem Jahr allesamt etwas mit dem Bahnjubiläum "175 Jahre Eisenbahn in Deutschland" zu tun haben.

Die genaue Inhaltsangabe sowie einen Verweis zum Herunterladen bekommen Sie hier.

 

1. Febr. 2010 >> Der "Einsteigerbus" ist Thema in der bundesweiten PRO BAHN Zeitung "derFahrgast"

Das gemeinsame Projekt von Verkehrsverbund Ems-Jade und Verkehrsregion Nahverkehr Ems-Jade (beide VEJ) "Einsteigerbus" findet ausführliche Würdigung im Verbandsorgan des Fahrgastverbandes PRO BAHN "der Fahrgast". In der am 1. Februar 2010 erschienenen neusten  Ausgabe stellt der Autor Manfred Terhardt, gleichzeitig Regionalvorsitzender Ems-Jade des Verbandes, dieses in Deutschland einmalige Projekt dar.

In der PRO BAHN Zeitung "der Fahrgast" werden grundlegende Themen des öffentlichen Verkehrs aus der Sicht der Fahrgäste dargestellt. Sie erscheint vierteljährlich und kostet 3.50 €. Sie erhalten die Zeitschrift im Bahnhofsbuchhandel oder bei der bayerischen PRO BAHN Geschäftsstelle (Agnes-Bernauer-Platz 8, 80687 München). Für Mitglieder ist sie im Beitrag inbegriffen.

 

12. Dez. 2009 >> Ems-Jade-Bahn Nr.  63 als Jubiläumsausgabe erschienen

Aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums des PRO BAHN Regionalverbandes Ems-Jade ist die neuste Ausgabe seines vierteljährlich erscheinenden Mitteilungsblattes, die Ems-Jade-Bahn, in einem erweiterten Umfang, in einer höheren Auflage und ganz in Farbe erschienen.

Inhaltlich schaut darin der Regionalverband auf seine 20-jährige Arbeit zurück und wagt einen Blick in die Zukunft. Aber auch aktuelle Themen aus der Ems-Jade-Region kommen nicht zu kurz. Das gedruckte Heft, diesmal  wegen des Umfanges nicht zum Herunterladen, kann unter folgender Emailadresse angefordert werden: fahrgastverband@ewetel.net

 

6. Dez. 2009 >>  20 Jahre PRO BAHN Ems-Jade

Am 6. Dezember 2009 besteht der Regionalverband Ems-Jade des Fahrgastverbandes PRO BAHN 20 Jahre. Acht Menschen kamen am 6. Dezember 1989 in einem Hinterzimmer einer jeverschen Gaststätte zusammen, um nicht mehr tatenlos zuzusehen, was mit dem Verkehrsmittel Eisenbahn im nordwestlichen Niedersachsen passiert. Kurz zuvor mussten sie trotz Widerstandes mit ansehen, wie die Bahnstrecke von Jever nach Harlesiel stillgelegt wurde. Das wollten sie für andere Strecken, wie zum Beispiel für die Bahnstrecke Sande - Esens, verhindern. Mit Erfolg, wie sich inzwischen gezeigt hat. Aber nicht nur das. Es gab und gibt noch viele alltägliche große und kleine Probleme, denen sich Fahrgäste von Bahn und Bus ausgesetzt sehen. Die Interessen der Fahrgäste auf der ostfriesischen Halbinsel zu bündeln und sie gegenüber den Verkehrsunternehmen, Aufgabenträgern und der Politik zu vertreten, dafür engagiert sich der Verband nach wie vor.

Aus Anlass des Jubiläums gibt PRO BAHN Ems-Jade sein vierteljährlich erscheinendes Mitteilungsblatt für Fahrgäste in der Ems-Jade-Region, die Ems-Jade-Bahn, in einem erweiterten Umfang, ganz in Farbe und in einer größeren Auflage heraus. Das Heft wird noch vor Weihnachten erscheinen und kann kostenlos per Mail angefordert werden.

 

8. Okt. 2009 >> 100% Fahrgastzuwachs

Esens. (ejb) Ein großer Erfolg ist das erst Mitte Juli 2009 gestartete neue Konzept der Buslinien an der ostfriesischen Nordseeküste. Die drei Buslinienbetreiber Weser-Ems Busverkehr, Kreisbahn Aurich und Firma Edzards, die hier jeweils Linienkonzessionen besitzen, hatten ihre Linien zwischen Harlesiel, Esens und Norddeich bzw. Norden neu strukturiert. Wesentliche Merkmale des neuen Angebots sind die konsequente Ausrichtung der Linien auf die Nordwestbahn in Esens und die Bahnhöfe Norddeich und Norden sowie ein durchgehender Zweistundentakt über die ganze Woche und über das ganze Jahr.

Für eine erste Erfolgskontrolle haben die Busunternehmen die Zahlen der Fahrgäste, die mit einem „Urlauberticket“ unterwegs waren, verglichen. Als Vergleichszeiträume wurde die Monate Mai 2009 (Vorsaison) und September 2009 (Nachsaison) vergleichen. Hier ergab sich in absoluten Zahlen eine Steigerung von 2.367 auf 4.549 Fahrgäste, die allein mit dem „Urlauberticket“ unterwegs waren. Nicht berücksichtigt sind dabei noch nicht die Zahl der Fahrgäste, die mit einem normalen Fahrschein gefahren, weil sich die Zahl ungleich schwerer ermitteln ließ.

Manfred Folkers, Regionalleiter von Weser-Ems-Bus sowie Jochen Edzards zeigten sich bei der Vorstellung der ersten Zahlen sehr erfreut und fühlten sich bestätigt, einen weiteren Schritt zur einem verbesserten Angebot für Touristen und Einheimische in Ostfriesland gewagt zu haben.

Auch Tilli Rachner, Geschäftsführer der Verkehrsregion Ems-Jade (VEJ), dem Zusammenschluss der Aufgabenträger in der Ems-Jade-Region, bewertet das neue Angebot sehr positiv. Damit sei die gesamte touristische Region optimal an die Bahn in Norden und Esens angebunden

 

12. Sept. 2009 >> Ems-Jade-Bahn Nr.  62 erschienen

Im Mittelpunkt der neusten Ausgabe der Ems-Jade-Bahn steht der Offene Brief des PRO-BAHN-Regionalverbandes Ems-Jade an die DB Netz AG und die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) zum Ausbau der Bahnstrecke Wilhelmshaven - Oldenburg (siehe unten Meldung vom 7.7.2009) und die Reaktionen der Angeschriebenen hierauf. Außerdem der Beschluss des Regionalverbandes zur Verbesserung der Qualität des Bahnfahrens.

Dies sind die wichtigsten Themen in der 62. Ausgabe der „Ems-Jade-Bahn“, dem Mitteilungsblatt des PRO BAHN Regionalverbandes Ems-Jade,  herunter zu laden und nachzulesen unter www.ems-jade-bahn.de.

 

10. Aug. 2009 >> PRO BAHN Ems-Jade fordert Verbesserung der Qualität des Bahnfahrens

Die Regionalversammlung des PRO BAHN Regionalverbandes Ems-Jade e.V. hat am 10. August 2009 beschlossen:

Der Bundesvorstand des Fahrgastverbandes PRO BAHN sowie der Landesverband Niedersachsen werden aufgefordert, sich intensiv dafür einzusetzen, dass die Qualität des Reisens in Zügen dadurch verbessert wird, dass der Vandalismus sowie die negativen Folgen des Alkoholverzehrs von allen beteiligten Institutionen (Verkehrsunternehmen, Aufgabenträger, Sicherheitskräfte der Unternehmen sowie des Bundes und der Länder) massiv bekämpft werden.

Insbesondere sollten Bundesverband und Landesverband fordern:

  • ein Alkoholverbot in den Zügen,
  • den verstärkten Einsatz von Zugbegleitern,
  • den verstärkte Einsatz von Sicherheitskräften wie Bundespolizei, bahneigenen Sicherheitsdiensten, Feldjägern und Landespolizeien, insbesondere im Zusammenhang mit Fußballspielen
  • die Festlegung von Vertragsstrafen bei Verstößen gegen Ordnungs- und Sauberkeitsgebote in Gesetzen, Verordnungen oder Allgemeinen Beförderungsbedingungen,
  • die Begleitung dieser Aktionen durch Aufklärungskampagnen (siehe auch Kampagne gegen Lärm und Schmutz in Zügen nach dem Vorbild von 40 Verkehrsunternehmen und der Deutschen Bahn in NRW)

Bundesverband und Landesverband sollten dazu ganz besonders den Schulterschluss mit verbundenen oder befreundeten Verbänden, wie z.B. mit der Allianz pro Schiene und dem Nahverkehrsbündnis Niedersachsen suchen, wie auch verstärkt mit den Bahngewerkschaften.

Begründungen:

Es ist schon lange nicht mehr hinnehmbar, dass die Qualität des Reisens in Deutschlands Eisenbahnen durch Erscheinungen beeinträchtigt werden, die von Mitreisenden ausgehen, die laut und rücksichtslos sind und sich nicht an Ordnungs- und Sauberkeitsregeln halten wollen.

Die vorhandenen rechtlichen Regelungen reichen einerseits nicht aus, um solche Fahrgäste von der Mitfahrt auszuschließen und andererseits fehlt es zur Durchsetzung der bereits vorhandenen Regelungen an der erforderlichen Präsenz von Zugbegleitern und Sicherheitskräften. Besonders an Bundesligaspieltagen fühlen sich Fahrgäste in Anbetracht des dann zu beobachtenden Alkoholkonsums deutlich unwohl, wie auch andere Fahrgäste an diesen Tagen bereits eine Fahrt mit dem Verkehrsmittel Eisenbahn vermeiden. 

Eine von PRO BAHN initiierte konzertierte Aktion aller Beteiligten (Verkehrsunternehmen, Aufgabenträger, Sicherheitskräfte der Unternehmen sowie des Bundes und der Länder) soll dazu führen, dass Bahnfahren wieder zum Erlebnis wird und als Reise und nicht als Transport empfunden wird. Schließlich haben Fahrgäste einen Anspruch darauf, ebenso wie im Straßenverkehr, dass diejenigen, die sich nicht an die entsprechenden Regelungen halten wollen, gemaßregelt werden.

 

17. Juli 2009 >>

 

Stellungnahme von PRO BAHN Ems-Jade zur Überplanung des ehemaligen Bahnhofsareals in Esens

 

Der Fahrgastverband PRO BAHN ist offiziell im Rahmen der Bauleitplanung betreffend des ehemaligen Bahnhofsareals der Stadt Esens bzw. der Samtgemeinde Esens angehört worden. Hier seine Stellungnahme:

 

Stellungnahme

zur Änderung des Flächennutzungsplanes der Samtgemeinde Esens           und zum Bebauungsplan Nr. 70 „Alter Bahnhof“ der Stadt Esens

 Die Überplanung des Geländes des ehemaligen Bahnhofs steht nach unserer Auffassung möglicherweise einer Verlängerung der Bahnstrecke Sande – Esens bis nach Bensersiel im Wege. Würde die Planung realisiert, wäre eine westlich um Esens herum führende Trassierung der Bahnverlängerung unmöglich.

 Die Verlängerung der Bahnstrecke ist insbesondere aus touristischen Gründen wichtig und geboten. Der jetzige „Zwang“, die relativ kurze Strecke von Esens nach Bensersiel mit dem Linienbus zu überwinden, ist für Fahrgäste unbequem und damit unattraktiv. Von einer Verlängerung würde nicht nur die Insel Langeoog eine bessere Erschließung mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfahren, sondern auch Esens selbst und sein Küstenbadeort Bensersiel.

 Die demografische Entwicklung und die anhaltende Diskussion über das Klima wird dazu führen, dass immer mehr Menschen immer häufiger die Eisenbahn als Verkehrsmittel in Betracht ziehen. (Insbesondere wenn das Ziel eine autofreie Insel ist und tidefrei zu erreichen ist.) Allein die Attraktivitätssteigerung der Bahnstrecke Sande – Esens in Folge der Zuständigkeitsübernahme durch das Land Niedersachsen im Jahre 1995 und durch die Beauftragung der Nordwest-Bahn im Jahre 2000 hat zu einer enormen Fahrgaststeigerung geführt. Eine Durchbindung der Strecke bis Bensersiel würde ein weiterer erheblicher Attraktivitätsschub bedeuten.

 Da zur Zeit völlig offen ist, welche Trassierung zwischen Esens und Bensersiel machbar wäre, schlagen wir vor, kurzfristig eine Machbarkeitsstudie mit einer Potentialanalyse in Auftrag zu geben, die über eine mögliche Trassenvariante Aufschluss gibt. Dies würde die Planung zwar um ca. ein halbes Jahr verzögern, andererseits aber Sicherheit geben, mit der vorgesehenen Planung keine Verlängerung der Bahnstrecke bis Bensersiel wahrsten Sinne des Wortes zu verbauen.

 Deshalb ist es nicht unbedeutend und heute auch nicht festlegbar, wo eine solche Verlängerung trassiert werden könnte. Die vorgesehene Planung stünde einer von mehreren möglichen Varianten im Wege. Wir plädieren daher dafür, das Ergebnis einer entsprechenden Machbarkeitsstudie abzuwarten.

 Im Übrigen widerspräche die vorgesehen Planung auch den Zielen des Nahverkehrsplanes des Landkreises Wittmund. In Ziffer 3.2.2.4 (Seite 128) des aktuellen Planes gibt es eine Option auf die Verlängerung der Bahnstrecke Sande – Esens bis nach Bensersiel.

Jever, den 17. Juli 2009

Fahrgastverband PRO BAHN

Regionalverband Ems-Jade e.V.

 

7. Juli 2009 >> Offener Brief an DB Netz und LNVG aus Anlass des "ersten Spatenstichs" für den Anschluss des Jade-Weser-Ports an das Schienennetz

Für die Zukunft planen und bauen!


Sehr geehrte Damen und Herren,

aus Anlass des ersten „Spatenstichs“ für den Eisenbahnanschluss des Jade-Weser-Ports an die Bahnstrecke Oldenburg - Wilhelmshaven durch Wirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler erneuert der Fahrgastverband PRO BAHN, Regionalverband Ems-Jade, erneut seine Vorstellungen für den Ausbau der Bahnstrecke Wilhelmshaven – Oldenburg. Der Verband erhofft sich dadurch auch für den Personenverkehr erhebliche Verbesserungen. Diese sollten wie folgt aussehen:

• Erhöhung der Streckengeschwindigkeit beim Ausbau auf 160 km/h für Reisezüge wenigstens jedoch 140 km/h, um eine deutliche Verkürzung der Fahrzeit zwischen Wilhelmshaven und Oldenburg zu erzielen.

• Verlängerung der in Bremen endenden Regionalexpresszüge (RE) von und nach Hannover bis nach Wilhelmshaven im Zweistundentakt (zu Zeit DB Regio).

• Anschluss der Region Wilhelmshaven/Friesland an die Regio-S-Bahn Bremen ab 2010/11 alle zwei Stunden in der Taktlücke des RE, durch Trennung und Zusammenführen (sog. Flügelung) der S-Bahn- Züge in Oldenburg in/aus Richtung Wilhelmshaven und Bad Zwischenahn.

• Aufgabe der direkten Verbindung Wilhelmshaven - Osnabrück. Hier kann in Kauf genommen werden, in dieser Relation in Oldenburg umzusteigen. Das größere Fahrgastaufkommen aus der Region Friesland/Wilhelmshaven möchte ohnehin in Richtung Bremen/Hannover.

Die Umsetzung dieser Forderung für den Personenverkehr dürfte keine großen Probleme bereiten. Die gesamte Streckentechnik (Signale, Bahnübergänge, Gleisbau usw.) wird mit dem Ausbau zwischen Sande und Oldenburg überarbeitet. Jaderberg und Hahn-Lehmden z.B. werden durch die Wiederherstellung der Zweigleisigkeit zu automatischen Blockstellen umgebaut. Die Kontaktstellen für die automatischen Bahnübergänge und die Signale müssten alleine schon für eine Streckenge-schwindigkeit von 120 Km/h verändert werden. Für ein höhere Geschwindigkeit wären lediglich die entsprechenden Abstände zu verlängern. Das Gleis wird mit großer Wahrscheinlichkeit vom einem schwächeren Profil (S 54) auf ein stärkeres Profil (UIC 60) ausgetauscht werden, um den größeren Belastung durch die Güterzüge stand zu halten bzw. eine bessere Festigkeit im Untergrund zu erreichen.

Für eine Verlängerung RE-Verbindung bis nach Wilhelmshaven steht die bislang in Bremen endende von und nach Hannover zur Verfügung. Damit gäbe es auch gleichzeitig eine Entspannung der Situation in den RE-Zügen zwischen Bremen und Oldenburg. Die Regio-S-Bahn Bremen mit einer Zugteilung in Oldenburg (Flügeln) bietet sich ab 2010/11 förmlich auch für Berufspendler an.

Sehr geehrte DB Netz AG, sehr geehrte Landesnahverkehrsgesellschaft, prüfen Sie ernsthaft unsere Forderung. Dann wäre der Ausbau der Bahnstrecke eine „Wertschöpfung“, auf die unsere Fahrgäste an der Strecke und in der Region Wilhelmshaven/Friesland seit langem warten. Ein Slogan der Deutschen Bahn AG sagt bereits heute: „Jetzt für die Zukunft planen und bauen!“

Mit freundlichen Grüßen

Fahrgastverband PRO BAHN
Regionalverband Ems-Jade e.V.
 

20. Juni 2009 >>

 

Ems-Jade-Bahn Nr.  61 erschienen

Wenn im Jahre 2011 der neue Tiefwasser- und Containerhafen Jade-Weser-Port an der Nordseeküste bei Wilhelmshaven in Betrieb geht, wird wahrscheinlich eine leistungsfähige Schienenanbindung nicht zur Verfügung stehen. Die DB wird nach eigener Ankündigung mit dem Ausbau der Bahnstrecke Wilhelmshaven – Oldenburg erst 2015 fertig sein. Mit Folgen auch für den Personenverkehr.

PRO BAHN Ems-Jade bemüht sich seit langem um eine 100-prozentige Zugbegleiterquote im SPNV. Diese Forderung wird seit dem 1. Juni zumindest probeweise von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen und Nordwestbahn auf der Strecke Wilhelmshaven – Osnabrück erfüllt.

Dies sind die wichtigsten Meldungen, die in der neusten Ausgabe der „Ems-Jade-Bahn“, dem Mitteilungsblatt des PRO BAHN Regionalverbandes Ems-Jade,  nachzulesen sind und unter www.ems-jade-bahn.de herunter geladen werden kann.

 

4. Juni 2009 >>

 

PRO BAHN: Verschiebung des Ausbaus der Bahnstrecke Oldenburg - Wilhelmshaven Beispiel für verfehlte Bahnreform

Die Ankündigung der DB AG, dass der Ausbau der Bahnstrecke Oldenburg - Wilhelmshaven erst 2015 fertig sein wird und nicht schon mit der Inbetriebnahme des Jade-Weser-Ports im Jahre 2011 hat in der betroffenen Region erhebliche Proteste ausgelöst. Dem Fahrgastverband PRO BAHN  zeigt dies einmal mehr, dass die Bahnreform vor nunmehr 15 Jahren einen entscheidenden Fehler hatte. Sie hatte die direkte staatliche Verantwortung für das Schienennetz aus der Hand gegeben und in die Hände einer privatrechtlichen Aktiengesellschaft. Aktiengesellschaften haben rechtlich gesehen nur einen Unternehmenszweck: Gewinnmaximierung und nicht unbedingt das gesellschaftliche Wohl im Auge, auch wenn der Staat das gesamte Aktienpaket hält.

Unsere niederländischen Nachbarn waren da schlauer. Sie haben im Zuge ihrer Bahnreform das Schienennetz in Betrieb sowie Bau und Unterhaltung aufgeteilt. Während der Betrieb des Schienennetzes (Fahrdienstleiter, Schrankenwärter, Zuweisung der Fahrplantrasssen, usw.) einem privatrechtlich organisierten und zu hundert Prozent im staatlichem Besitz befindlichen Unternehmen (ProRail) übertragen wurde, ist der Bau und die Unterhaltung des Netzes eine direkte staatliche Aufgabe, die durch das Ministerium für Verkehr und Wasserbau ausgeübt wird. Übrigens, einer Behörde, die gleichermaßen für Straßen und Wasserstraßen zuständig ist.

Hätten wir in Deutschland auch eine solche Regelung, würde uns die DB mit ihrem Schienennetz, aber auch mit den Bahnhöfen, nicht immer vorführen. Es kann nicht sein, dass die staatliche Daseinvorsorge in Form des Schienennetzes vom Wohl und Wehe einer Aktiengesellschaft abhängig ist. Eine Behörde wäre ausschließlich dem Staatswohl verpflichtet und deshalb hätte die Politik auch den direkten Einfluss auf die Arbeitsweise dieser Behörde. Schließlich haben wir in Deutschland die Straßen und Wasserstraßen ebenfalls in staatlicher Verwaltung. Warum nicht auch das Schienennetz?

 

6. Mai 2009 >>  PRO BAHN begrüßt zusätzliche Zugbegleiter

 

Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt ausdrücklich die gemeinsame Ankündigung von Nordwest-Bahn (NWB) und Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) ab dem 1. Juni in allen Zügen zwischen Osnabrück und Wilhelmshaven Zugbegleiter einzusetzen. „Damit haben unsere Bemühungen um mehr Sicherheit und Service in den Zügen Früchte getragen“, so der Regionalvorsitzende des Verbandes Manfred Terhardt. Erst kürzlich habe sich PRO BAHN zum Thema Zugbegleiter öffentlich zu Wort gemeldet, als die Metronom Eisenbahngesellschaft die Diskussion um das Problem Alkohol in den Zügen durch eine Medienoffensive angestoßen hat. Außerdem seien alle Mandatsträger von Bund und Land aus Ems-Jade-Region von PRO BAHN aufgefordert worden, sich bei der LNVG für mehr Zugbegleiter einzusetzen.


„Wir sind sehr froh, dass es jetzt offensichtlich bei der LNVG ein Umdenken gegeben hat, auch wenn die angekündigte Maßnahme zunächst vorläufigen Charakter hat. Dass sich der Einsatz von Zugbegleitern in vielerlei Hinsicht lohnt und dann auch auf die Strecke Wilhelmshaven – Esens ausgedehnt werden kann“, davon ist der Fahrgastverband fest überzeugt.
 

Siehe auch Pressemitteilung von NWB und LNVG hier.

 

26. April 2009 >>  PRO BAHN begrüßt 300 Millionen Projekt für Bahnhöfe

 

Der Fahrgastverband PRO BAHN, Regionalverband Ems-Jade, begrüßt das 300 Millionen Euro Programm zum Ausbau und Modernisierung der Bahnhöfe, so Hans-Joachim Zschiesche, stv. Regionalvorsitzender.

Mit diesem Geld sollen auch in unserer Region technische Einrichtungen für Fahrgastinfomationen sowie das Bahnhofsumfeld verbessert werden. Dies ist auch dringend erforderlich, so Zschiesche. Wir wünschen uns endlich wieder mehr Fahrgastservice und Informationen auch an den kleineren Bahnhöfen und Stationen in unserer Region. Die neuen Zugzielanzeigen sind nur ein kleiner aber wichtiger Baustein.

Bisher wurden im Rahmen „Niedersachsen ist am Zug“ neue Bahnsteige gebaut, aber die Lautsprecher blieben stumm, weil die DB Netz AG von ihrer Schwester DB Station und Service für Durchsagen Geld haben wollte. In Varel wurden neue Bahnhofsuhren installiert, aber der Strom hierzu fehlte. In Wilhelmshaven Hbf konnten die bisherigen Zugzielanzeiger ebenfalls Verspätungen oder Ankünfte von Zügen der Nordwest-Bahn anzeigen, aber die Software hierzu fehlte. Die große Mehrfachanzeige von der Nordseepassage kommend wurde einfach auf den Müll geworfen.

Es wäre wünschenswert, wenn mit dem neuen Programm auch wieder auf allen Bahnhöfen und Stationen Zugansagen durchgeführt werden und die Fahrgäste bei Ankunft herzlich begrüßt werden wie „Willkommen in…………" oder bei der Abfahrt eines Zuges eine „Gute Fahrt“ gewünscht wird. So etwas ist menschlich und kostet nur Motivation und Freundlichkeit. Auch um Vandalismus und Verschmutzungen Einhalt zu gebieten, sollten auf den Bahnhöfen in Wilhelmshaven und Sande als Umsteigebahnhof für den Tourismusverkehr wieder Servicekräfte vorhanden sein. Hier wünschen wir uns, dass die DB und die Nordwest-Bahn aufeinander zugehen, so Zschiesche. Ferner sollten bei diesen Programm die mobilitätsbehinderten Menschen und Fahrgäste mehr berücksichtigt werden.
 

7. April 2009 >>

 

Rote Karte für Alkoholexzesse im Zug

Endlich hat jemand begriffen, dass der Alkoholismus in den Zügen ein Problem ist. Die Metronom-Eisenbahngesellschaft, die insbesondere zwischen Bremen und Hamburg sowie zwischen Hamburg und Uelzen fährt, strebt ein Alkoholverbot in ihren Zügen an, so berichten die Zeitungen.

Wer häufig besonders an Wochenenden in Nahverkehrszügen unterwegs ist, wird selber festgestellt haben, dass die Zustände durch Alkohol nicht mehr hinnehmbar sind. Gerade die so genannten Fußballanhänger fallen in diesem Sinne ganz besonders auf. Wenn der HSV und (oder?) Werder Bremen Heimspiele haben, dann ist auch im Nordwesten Niedersachsens in den Nahverkehrszügen, egal ob in denen von Metronom, Nordwest-Bahn oder DB Regio der Bär los.

Als Fahrgastverband würden wir ein solches Alkoholverbot begrüßen. Wobei es uns nicht um die gelegentliche Flasche Bier und das Glas Sekt der Frauengruppe geht, solange diese Personen friedlich bleiben. Aber die inzwischen immer wieder erlebten Exzesse machen eine Bahnreise nicht mehr zu einer Reise, sondern zu einer Tortour mit dem langfristigen Effekt, dass die Eisenbahn von „Normalreisenden“ – zumindest zeitweise – immer mehr gemieden wird.

Wenn die Deutsche Bahn angekündigt hat, ein solches Alkoholverbot sei nicht durchsetzbar, bedeutet das, dass sie die Augen davor verschließt, dass die große Masse der Fahrgäste solche Zustände nicht länger hinnehmen will, oder gar sich für unfähig hält, solchen Exzessen zu begegnen. Als Fahrgastverband fordern wir seit langem, dass alle Züge (wieder) mit Zugbegleitern fahren, und zwar mit Zugbegleitern die durch Schulung und Ausstattung mit entsprechenden Rechten auch in der Lage sind, solche Zustände wirkungsvoll zu unterbinden. Nicht nur dass dadurch die Alkoholexzesse verhindert werden können, das hätte auch noch weitere Vorteile, wie subjektive Sicherheit, kein Schwarzfahren, Vermeidung von Vandalismusschäden, Auskünfte geben usw. Gefordert ist hier insbesondere das Land Niedersachsen mit seiner Landesnahverkehrsgesellschaft, das als Aufgabenträger festlegt, wie viele Züge mit Zugbegleiter fahren müssen.

Fahrgastverband PRO BAHN
Regionalverband Ems-Jade e.V.


 

31. März 2009 >> Ems-Jade-Bahn Nr.  60 erschienen

Der Wilhelmshavener Hauptbahnhof soll nun doch im Zuge des Ausbaus und der Elektrifizierung der Bahnstrecke Oldenburg - Wilhelmshaven eine elektrische Oberleitung bekommen. Dies hat das Vorstandsmitglied von DB Netz, Oliver Kraft, bestätigt. Der scheidende DB-Chef Mehdorn selbst hatte vor längerer Zeit angekündigt, dass ein Fahrdraht für die letzten sieben Kilometer zwischen Sande und Wilhelmshaven für den Jade-Weser-Port nicht notwendig wäre.

Die ostfriesischen ÖPNV-Aufgabenträger, die Verkehrsregion Nahverkehr Ems-Jade (VEJ), haben am 28. Februar 2009 auf der Landesversammlung des PRO BAHN Landesverbandes Niedersachsen den "Silbernen Schienennagel" überreicht bekommen.

Dies sind die wichtigsten Meldungen in der neusten Ausgabe der Ems-Jade-Bahn, dem Mitteilungsblatt des PRO BAHN Regionalverbandes Ems-Jade. Nachzulesen in der neusten und 60. Ausgabe der Ems-Jade-Bahn, die unter www.ems-jade-bahn.de herunter geladen werden kann.

 

19. März 2009 >> PRO BAHN fordert 160 km/h für Bahnstrecke Wilhelmshaven - Oldenburg

Die Regionalverbände Ems-Jade und Oldenburger Land des Fahrgastverbandes PRO BAHN fordern im Zuge des zweigleisigen Ausbaus und der Elektrifizierung der Bahnstrecke Oldenburg - Wilhelmshaven die Ertüchtigung auf 160 km /h. Bisher ist lediglich ein Ausbau für eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h vorgesehen. 

Nach Auffassung des Verbandes können vergleichbare Bahnstrecken wie z.B. die Strecke von Bremen nach Bremerhaven bereits seit langem mit dieser Geschwindigkeit befahren werden. Neuere Bahnfahrzeuge, die sowohl elektrisch als auch mit Diesel betrieben werden, erreichen solche Geschwindigkeiten und tragen somit zu einer nicht unerheblichen Fahrzeitverkürzung bei. So fährt der Regionalexpress zwischen Hannover und Oldenburg ebenfalls diese Geschwindigkeit. 

Insbesondere für den Wunsch eines (Wieder-) Anschlusses der Stadt Wilhelmshaven an den Fernverkehr sei der Ausbau auf eine Geschwindigkeit von 160 km/h notwendig. Dafür könnte eine Fahrzeitverkürzung von mehr als 10 Minuten erreicht werden. Auch für den Nahverkehr wäre die Fahrzeitverkürzung von Vorteil, weil dann die notwendige Zeit geschaffen würde, um wieder in Jaderberg und Hahn-Lehmden zu halten.

 

7. März 2009 >> Ausflugsprogramm 2009 erschienen

Wie bereits in den vergangenen Jahren bietet der PRO BAHN Regionalverband Ems-Jade auch in diesem Jahr wieder verschiedene Ausflüge an, um zu zeigen, dass für einen Ausflug nicht immer das Auto benutzt werden muss. Auch mit Bus und Bahn lassen sich interessante Ziele erreichen.

Über das Programm können Sie sich zunächst hier näher informieren.

 

1. März 2009 >> "Silberner Schienennagel" an die VEJ übergeben

Im Rahmen seiner Landesversammlung hat der Landesverband Niedersachsen des Fahrgastverbandes PRO BAHN gestern in Varel die Verkehrsregion Nahverkehr Ems-Jade (VEJ) mit dem „Silbernen Schienennagel“ ausgezeichnet. Der Preis wird von dem Verband alle zwei Jahre und nunmehr zum fünften Male an Personen oder Institutionen vergeben, die sich in besonderer Weise für den öffentlichen Personenverkehr und damit für die Belange der Fahrgäste verdient gemacht haben. Die mit dem Preis geehrte VEJ, ein Zusammenschluss der Landkreis und kreisfreien Städte zwischen Dollart und Jadebusen, beschränke sich nicht nur auf ihre eigentliche Aufgabe, den Busverkehr, sondern habe sich in den vergangenen Jahren intensiv um die regionale und überregionale Bahnanbindung der ostfriesischen Halbinsel bemüht, so Pro-Bahn-Landesvorsitzender Björn Gryschka (Hildesheim). Gerade dieses Engagement soll nach Auffassung des Fahrgastverbandes gewürdigt werden. Es sei nicht selbstverständlich, dass sich ÖPNV-Aufgabenträger auch zu einer Lobby für den Schienenverkehr zusammenschließen und entsprechende Aktivitäten entwickeln, so Gryschka. 

In seiner Laudatio stellte der örtlich zuständige Pro-Bahn-Regionalvorsitzende Manfred Terhardt (Jever) einen Vergleich mit einem Orchester her, dem ein Dirigent fehlt, in dem sich aber ein Musiker, hier die VEJ, befindet, der die Koordination der einzelnen Instrumente, wie Nahverkehr und Fernverkehr auf der Schiene, den Schiffsverkehr zu den Inseln sowie den Busverkehr, in die Hand genommen habe. Nur so sei heute ein taktvoll abgestimmtes Angebot öffentlicher Verkehrsmittel zustandegekommen und ein „Streichkonzert“ bisher vermieden worden.

Der Auricher Landrat Walter Theuerkauf als VEJ-Vorsitzender wies in seinen Dankesworten darauf hin, dass es auch in Zukunft Schwerpunkt der VEJ-Arbeit sei, dafür zu sorgen, dass die überregionale Schienenanbindung der ostfriesischen Halbinsel erhalten bleibt und darüber hinaus noch verbessert wird. Vor allem müsse Wilhelmshaven wieder an den Fernverkehr der Bahn angeschlossen werden.

 

4. Jan. 2009 >> Neu- und Ausbau der Mittelbahnsteige dringend erforderlich!

Nun ist das passiert, was der Fahrgastverband PRO BAHN, Regionalverband Ems-Jade e.V. seit langer Zeit befürchtet hat, so der stv. Regionalvorsitzende Hans-Joachim Zschiesche. Am 2. Weihnachtsfeiertag blieb ein defekter Triebzug der Nordwestbahn (NWB) am Bahnsteig im Gleis 2 in Sande liegen. Züge fielen aus, ein Schienenersatzverkehr war auf die Schnelle wegen des Feiertags nicht möglich. Grund genug für den Fahrgastverband seine Forderung noch einmal zu wiederholen: Eine Aufstockung der Fahrzeugflotte für die NWB sowie den Neu- bzw. Ausbau der Mittelbahnsteige in Sande, Varel und Rastede. Diese sind für die kommenden Verkehre mehr als wichtig, will nicht der Personenverkehr mit dem Güterverkehr in Kollision kommen. Man stelle sich z.B. in Sande neben einem defekten Triebzug mal eine Weichenstörung aus Richtung Varel vor! Der Zug könnte dann ohne den Mittelbahnsteig nicht halten und die Fahrgäste mit dem Ziel Sande/Esens müssten bis Wilhelmshaven Hbf weiterfahren. Der Anfang mit dem Hausbahnsteig ist in Sande gemacht einschließlich, des höhengleichen Überganges für mobilitätsbehinderte Menschen. Nun fehle nur noch der Neubau des maroden Mittelbahnsteigs, so der Fahrgastverband.

 

12. Dez. 2008 >> Ems-Jade-Bahn Nr.  59 erschienen

Die ostfriesischen ÖPNV-Aufgabenträger, die Verkehrsregion Nahverkehr Ems-Jade (VEJ), erhalten im Februar 2009 auf der Landesversammlung des PRO BAHN Landesverbandes Niedersachsen den "Silbernen Schienennagel". Dies ist die Hauptmeldung der neusten Ausgabe der Ems-Jade-Bahn, dem Mitteilungsblatt des PRO BAHN Regionalverbandes Ems-Jade. Außerdem: die Forderung von PRO BAHN nach einem Anschluss Wilhelmshavens an die Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen sowie weitere interessante Meldungen, wie z. B. der Besuch eines ICE in Jever.

Nachzulesen in der neusten und 59. Ausgabe der Ems-Jade-Bahn, die unter www.ems-jade-bahn.de herunter geladen werden kann.

 

8. Dez. 2008 >>  "Silberner Schienennagel" 2009 des Fahrgastverbandes PRO BAHN an die Verkehrsregion Ems-Jade

Die Verkehrsregion Nahverkehr Ems-Jade (VEJ) wird im Februar nächsten Jahres auf der niedersächsischen Landesversammlung des Fahrgastverbandes PRO BAHN den Ehrenpreis „Silberner Schienennagel“ des Landesverbandes Niedersachsen bekommen. Der Preis wird alle zwei Jahre und nunmehr zum fünften Male an Personen oder Institutionen vergeben, die sich in besonderer Weise um den öffentlichen Personenverkehr und damit für die Belange der Fahrgäste verdient gemacht haben. Nach Ansicht der Fahrgastvertreter habe dies die VEJ in den elf Jahren ihres Bestehens in vorbildlicher Form getan.

Die VEJ wurde im Jahre 1997 von den Landkreisen Aurich, Emsland, Friesland, Leer und Wittmund sowie von den Städten Emden und Wilhelmshaven gegründet. Anlass dafür war seinerzeit die mit dem Niedersächsischen Nahverkehrsgesetz zum 1. Januar 1994 übertragene Aufgabenträgerschaft für den straßengebundenen ÖPNV. Bereits in den Jahren davor hatten sich die Landkreise und kreisfreien Städte - ohne eine konkrete gesetzliche Zuständigkeit zu haben - in der Strukturkonferenz Ost-Friesland mit dem Thema ÖPNV beschäftigt. Aus dieser Vorarbeit und der Erkenntnis, dass Verkehrsströme - auch im ÖPNV - nicht an den Kreisgrenzen Halt machen, wurde sie von den genannten Gebietskörperschaften gegründet.

Neben der Koordinierung der Aktivitäten im straßengebundenen ÖPNV hatte sich die VEJ zum Ziel gesetzt, auch die Interessen der Region in Sachen Schienenpersonenverkehr wahrzunehmen. Und dies in zweierlei Hinsicht: Einmal hinsichtlich des Schienenpersonennahverkehrs insbesondere gegenüber dem Aufgabenträger Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) und gegenüber den Verkehrsunternehmen Deutsche Bahn Regio AG und Nordwestbahn sowie andererseits gegenüber der Deutschen Bahn AG hinsichtlich des Fernverkehrs auf der Schiene.

Gerade dieses Engagement der VEJ soll nach Auffassung des Fahrgastverbandes gewürdigt werden. Es sei nicht selbstverständlich, dass sich ÖPNV-Aufgabenträger auch zu einer Lobby für den Schienenverkehr zusammenschließen und entsprechende Aktivitäten entwickeln, so der Landesvorsitzende des Verbandes Björn Gryschka (Hildesheim). So habe die VEJ z.B. im Jahre 2002 ein Zukunftskonzept „Bahn Ems-Jade“ erstellen lassen, das eine Vielzahl von Verbesserungsvorschlägen zur Weiterentwicklung des Bahnangebots beinhaltete. In der Folge wurden davon auch bereits einige umgesetzt.

Im Ergebnis der Aktivitäten der VEJ finden Fahrgäste in der Ems-Jade-Region heute ein noch nie da gewesenes Bus- und Bahnangebot vor, das es verdient gewürdigt zu werden, so der zuständige Regionalvorsitzende des Verbandes, Manfred Terhardt (Jever).

Bisherige Preisträger waren die Stadt Peine, die Gemeinde Dörverden (Landkreis Verden), Dr. Wolf Gorka, Geschäftsführer der Landesnahverkehrsgesellschaft, sowie die Initiative „Haller Willem“ aus Osnabrück. Traditionsgemäß findet die zweijährlich stattfindende Landesversammlung im Bereich des Preisträgers statt. Der Preis wird daher im Rahmen dessen am 28. Februar 2009 in Varel den Vertretern der VEJ überreicht werden.


 

24. Nov. 2008 >> PRO BAHN Ems-Jade auf den Horber Schienentagen vertreten

Horb. (ejb) Der Nutzen der Eisenbahn und ihre Wirkung auf Gesellschaft und Umwelt war das Leitthema der 26. Horber Schienen-Tage vom 19. bis 22. November 2008 in der württembergischen Stadt am Oberlauf des Neckars. Hierzu wurde von weit über 100 Teilnehmern das gesamte öffentliche Verkehrssystem betrachtet.
 

Die Horber Schienen-Tage sind die größte deutschsprachige Fachtagung zum Thema »Schiene«, die allen Interessierten offen steht. Seit 1983 bieten sie jedes Jahr Ende November Gelegenheit zur Fortbildung, Diskussion und für Kontakte zwischen den Teilnehmern aus Industrie, Verbänden, Verkehrsbetrieben und Politik sowie weiteren Interessenten.
 

Folgende Themen wurden in diesem Jahr konkret behandelt:

  • Erfordernisse der Verkehrspolitik

  • Energieeffizienz und innovative Antriebstechniken

  • Schienenlärm

  • Taktverkehr

  • Die Eisenbahn als Standortfaktor

  • Güterverkehr auf der Eisenbahn

  • Demografischer Wandel

  • Sowie aktuelle Themen aus der Forschung mit Dialog mit den Hochschulen

Als Referent war auch der Regionalvorsitzende des Fahrgastverbandes PRO BAHN Manfred Terhardt aus Jever auf der Veranstaltung vertreten. Er hatte sich im Rahmen seines Themas „Güterverkehr vs. Personenverkehrs“ damit auseinandergesetzt, in wie weit im Zusammenhang mit den Planungen und des Baus des Jade-Weser-Ports der Personenverkehr auf der Schiene benachteiligt wird. Eine Kurzfassung seines Referats kann hier herunter geladen nachgelesen werden.
 

Das Plenum der Horber Schienen-Tage verabschiedete zum Abschluss traditionell eine Resolution. Hier die Kernsätze:

  • Der Deutschland-Takt muss umgesetzt werden.

  • Zuerst Liniennetz und Betriebsprogramm planen, dann Streckenausbau durchführen ("zuerst planen, dann bauen").

  • Das Netz muss im Eigentum der Öffentlichen Hand bleiben und wieder direktem Staatszugriff unterstehen.

  • Der Tarif muss für die Fahrgäste unternehmensübergreifend sein.

  • Eine Reduzierung des Eisenbahnlärms ist unabdingbar.

  • Die Siedlungsentwicklung und der Ausbau der Öffentlichen Verkehrsmittel müssen stärker koordiniert werden.

  • Die Benachteiligung der Eisenbahn im Steuerbereich ist zu beenden.

  • Die Verkehrsunternehmen, Aufgabenträger und Verbünde müssen die Fahrplandaten und den real gefahrenen Fahrplan im Öffentlichen Personenverkehr den Bürgern kostenfrei zur Verfügung stellen.

Der komplette Wortlaut der Resolution ist im Internet unter http://horber.schienen-tage.de nachzulesen.

 

21. Nov. 2008 >>

 

Intercity-Express-Anschluss in Oldenburg bleibt erhalten!
 

Der Anschluss an das Intercity-Expressnetz in Oldenburg bleibt zum bevorstehenden Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2008 nun doch erhalten. Die DB Fernverkehr AG ist von ihrer Absicht, die ICE durch Intercitys zu ersetzen, wohl durch die massiven Proteste abgerückt, so der stv. Regionalvorsitzende Hans-Joachim Zschiesche vom Fahrgastverband PRO BAHN, Regionalverband Ems-Jade.

Dieser hatte in einer Medien-Information vom 30. September 2008 auf die Absicht der DB Fernverkehr AG aufgrund der vorliegenden Fahrplanentwürfe hingewiesen. Zschiesche: „In der Vergangenheit wurden diese Entwürfe auch immer entsprechend umgesetzt. Daher ist es aus Sicht des Fahrgastverbandes erfreulich, das auch aus der Region Wilhelmshaven/Friesland der ICE in Oldenburg mit der Nordwestbahn erreichbar bleibt.“ Dennoch sei die Wiederherstellung des direkten Fernverkehrs an die Region Wilhelmshaven/Friesland unverzichtbar, an dieser Forderung hält der Verband weiterhin fest. Die kommenden Investitionen in die Ertüchtigung der Strecke Oldenburg - Wilhelmshaven sollen auch für den Personenverkehr spürbar sein, so Zschiesche.

 

1. Okt. 2008 >> PRO BAHN fordert Anschluss an die Regio-S-Bahn Niedersachsen/Bremen

Der Fahrgastverband PRO BAHN, Regionalverband Ems-Jade e.V. fordert nach Abschluss der Elektrifizierung der Bahnstrecke Oldenburg - Wilhelmshaven Hbf den Anschluss an das Regio-S-Bahn-Netz nach Bremen, so der stellvertretende Regionalvorsitzende des Verbandes, Hans-Joachim Zschiesche aus Wilhelmshaven.
Er fordert hierzu alle Politiker aus den Städten und Gemeinden an der Strecke, sowie die Bundes- und Landtagsabgeordneten auf, sich hierfür einheitlich und intensiv einzusetzen. Nach einer vor kurzem getroffenen Aussage von Frau Karin Meyer-Evers MdB, soll die Wertschöpfung der Maßnahmen um den JadeWeserPort hier vor Ort und der Region bleiben. Hierzu gehört nach Meinung von Hans-Joachim Zschiesche auch die Verbesserung des Personenverkehrs auf der Schiene durch den vorgesehenen Ausbau der Strecke. Durch den Wegfall des Intercity Express (ICE) ab Dezember ab Oldenburg, sowie den geplanten Wegfall bzw. die Rückverlegung der Intercity-Züge (IC) nach Bremen, wäre ein direkter und schneller Nahverkehr-Anschluss in dieser Richtung ohne das lästige Umsteigen in Oldenburg zu verwirklichen. Es würde keinen volkswirtschaftlichen Sinn machen, die Dieseltriebwagen der Nordwestbahn nach Osnabrück unter Fahrdraht fahren zu lassen. Diese Verbindung sollte mit Umsteigen in Oldenburg erhalten bleiben. Ein umsteigefreier Stundentakt in Richtung Bremen mit Anschluss an ICE und IC entspräche dem Wunsch und Trend sowie den Reisegewohnheiten der Fahrgäste und Berufspendler aus der Region Wilhelmshaven/Friesland. Wirtschaftlich wächst durch den JadeWeserPort die Region Wilhelmshaven/Friesland mit Bremen zusammen. Das sollte sich für die Menschen in dieser Region auch beim Eisenbahnverkehr auszahlen.
 

30. Sept. 2008 >> Ems-Jade-Bahn Nr. 57 erschienen

Wird Ostfriesland vom Fernverkehr der DB abgehängt? Dies befürchtet nicht nur der PRO BAHN Regionalverband Ems-Jade, sondern auch die Verkehrsregion Ems-Jade, ein Zusammenschluss der ÖPNV-Aufgabenträger auf der ostfriesischen Halbinsel. Die Ems-Jade-Bahn berichtet darüber und über weitere negative Meldungen. Aber auch Positives gibt diesmal zu berichten, zum Beispiel zum Regionalexpress Hannover – Norddeich. Darüber hinaus über eine Initiative zweier niederländischer Regierungsparteien zu regionalen Bahnverbindungen nach Deutschland. 

Nachzulesen in der neusten und 58. Ausgabe der Ems-Jade-Bahn, dem Mitteilungsblatt des PRO BAHN Regionalverbandes Ems-Jade, das unter www.ems-jade-bahn.de herunter geladen werden kann.

 

29. Juli 2008 >> PRO BAHN: Lückenschluss nur mit Personenverkehr

Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt und unterstützt die vielfältigen Bemühungen, die beiden Schienennetze auf der ostfriesischen Halbinsel miteinander zu verbinden. Es ist nach seiner Ansicht sinnvoll zwischen der Bahnstrecke Sande - Wittmund - Esens und der Bahnstrecke Norddeich - Emden bzw. Emden - Aurich eine Schienenverbindung zu schaffen. Die von diversen Gebietskörperschaften auf den Weg gebrachten Machbarkeitsstudien bezeugen, dass es den betreffenden Landkreisen, Städten und Gemeinden ernst damit ist, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen. Auch wenn im Vordergrund dieser Überlegungen der Güterverkehr steht, insbesondere der Güterverkehr vom und zum Jade-Weser-Port, sind diese zu begrüßen, weil sie auch immer eine Chance für den Personenverkehr bieten. Insofern sollte alles unterlassen werden, was eine solche Schienenverbindung verhindern kann.

Der Fahrgastverband PRO BAHN ist allerdings der Auffassung, dass bei einer Schienenverbindung - egal auf welcher Trasse - der Personenverkehr unbedingt berücksichtigt werden muss. Nur eine gleichzeitige Nutzung einer Schienenstrecke für Güter- und Personenverkehr bringt den erforderlichen volkswirtschaftlichen Nutzen. Und dieser volkswirtschaftliche Nutzen ist am Größten, wenn die ostfriesische Nordseeküste besser an das Schienennetz angebunden wird. Der touristische Verkehr im östlichen Bereich der ostfriesischen Halbinsel benötigt unbedingt eine attraktive Schienenanbindung. Der westliche Bereich ist mit Norddeich Mole und Emden Außenhafen sehr gut angebunden. Mit einem  Lückenschluss zwischen den beiden oben erwähnten Schienennetzen könnte dies für den östlichen Bereich ebenfalls erreicht werden, wenn vorzugsweise Bensersiel (wieder) an das Schienennetz angebunden wird. Es bleibt daher weiteren Machbarkeitsstudien überlassen, wie eine solche Anbindung aussehen könnte. Bis dahin sollte man sich im wahrsten Wortsinne keine Wege verbauen.

 

18. Juli 2008 >> PRO BAHN begrüßt Verbesserungen beim RE Hannover - Norddeich

Außerordentlich erfreut ist der Fahrgastverband PRO BAHN über die angekündigten Verbesserungen beim Regionalverkehr zwischen Hannover und Norddeich. Auf einer Pressekonferenz hatten DB Regio, Verkehrsregion Nahverkehr Ems-Jade (VEJ) und AG Ems mehrere Verbesserungen für den stark frequentierten Regionalexpresszug angekündigt.

Der Fahrgastverband hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach die teilweise chaotischen Zustände insbesondere zwischen Bremen und Oldenburg kritisiert. „Unsere Kritik hat endlich Früchte getragen“, meint dazu PRO BAHN Regionalvorsitzender Manfred Terhardt (Jever). Besonders hervorzuheben bei den Verbesserungen sei nach seiner Auffassung, dass künftig in den Zügen mehr Platz für Gepäck und Fahrräder vorhanden ist. Aber auch die Reservierungsmöglichkeit für Gruppen ab 21 Personen sei eine wichtige Verbesserung, von der der Verband direkt betroffen ist. Er organisiert mehrfach im Jahr Bahnausflüge, um die Mitmenschen von den Vorzügen einer Bahnfahrt zu überzeugen. Überfüllte Züge hätten dieses Ansinnen oft  ins Gegenteil verkehrt, so Terhardt.

Der Verband begrüßt auch die zusätzlichen Züge an Freitagnachmittagen. Dies könne nach seiner Auffassung allerdings nur ein erster Schritt sein. Mittelfristig müssten die Züge zwischen Hannover und Norddeich grundsätzlich mit ein bis zwei Wagen verstärkt werden, damit die Fahrten wieder zu einer Reise werden und nicht zu einer Tortur.

 

14. Juli 2008 >>
 

PRO BAHN: Nicht abhängen, sondern aufhängen

Der Fahrgastverband PRO BAHN teilt die Zuversicht der Bundestagsabgeordneten Evers-Meyer hinsichtlich der Elektrifizierung des Wilhelmshavener Hauptbahnhofs zur Zeit nicht. Ihr Gespräch im Bundesverkehrsministerium reiche nach seiner Auffassung nicht aus. Bei einem Gespräch der Abgeordneten im Bundesverkehrsministerium beim Parlamentarischen Staatssekretär Achim Großmann gab dieser lediglich ein positives Signal für den Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnstrecke von Oldenburg bis zum Jade-Weser-Port. Von einer Elektrifizierung bis in den Wilhelmshavener Hauptbahnhof sagte er nichts. Frau Evers-Meyer äußerte in diesem Zusammenhang in ihrer Pressemitteilung, dass sie zuversichtlich sei, dass das Ministerium dies jedoch unterstütze. 

Dem Fahrgastverband ist diese leise Hoffnung der Bundestagsabgeordneten zu wenig, Nach seiner Auffassung muss die gesamte Region, nicht nur Wilhelmshaven, aufstehen und sich gegen ein Abhängen auflehnen. „Wir wollen, dass der Fahrdraht aufgehängt und nicht die Region abgehängt wird“, so der Regionalvorsitzende des Verbandes, Manfred Terhardt (Jever). Denn es gehe letztlich nicht nur um Wilhelmshaven, sondern um die gesamte Region Wilhelmshaven/Friesland/Wittmund sowie Teile des Ammerlandes. Ohne elektrische Oberleitung wird es sonst auf Dauer keine bequemen Regionalzugverbindungen in Richtung Hannover und keinen Fernverkehr auf der Schiene geben. Bereits heute sei deutlich, dass Regionen mit elektrifizierten Bahnstrecken, wie zum Beispiel im westlichen Ostfriesland oder in Mecklenburg-Vorpommern deutlich im Vorteil seien.

 

11. Juli 2008 >>
 

Erneuter Abbau von Serviceleistungen der DB AG

Während sich das DB Reisezentrum in der Nordseepassage seinen weiteren Fortbestand durch steigende Umsatzzahlen an Fahrkarten zu sichern scheint, wurde überraschend zum Fahrplanwechsel im Juni für die Fahrgäste und Bahnbenutzer der beliebte Taschenfahrplan „Städteverbindungen“ Ausgabe Wilhelmshaven gestrichen.

Dieses kostenlose Heft hatte ausgewählte Städteverbindungen von Wilhelmshaven angeboten, die auch am selben Tag erreichbar waren. Die Angaben waren einfach und leicht zu lesen. Nunmehr gibt es dieses Heft mit Verbindungen ab Oldenburg. Der Fahrgastverband PRO BAHN, Regionalverband Ems-Jade e.V. sieht hierin einen weiteren Abbau von Serviceleistungen durch die DB AG mit der praktizierten „Salamitaktik“ und mangelndes Interesse an dieser Region, so Hans-Joachim Zschiesche, stv. Regionalvorsitzender.

Viel schlimmer findet der Fahrgastverband es aber, dass von Seiten der hiesigen Politiker aus der Stadt überhaupt kein Aufschrei zu vernehmen ist. Fahren diese Damen und Herren überhaupt mit der Bahn ab Wilhelmshaven? Steigende Benzinpreise lassen den Trend wieder zu Bus und Bahn übergehen. Wollen wir neben einen steigenden Güterverkehr auch einen attraktiven Personenverkehr, dann müssen unsere Politiker endlich „Dampf“ machen so Hans-Joachim Zschiesche. Stichwort: Elektrisch bis Wilhelmshaven Hbf und Anschluss an den S-Bahn Knoten Bremen.  

 

27. Juni 2008 >> Ems-Jade-Bahn Nr. 57 erschienen

Es bewegt sich etwas auf der ostfriesischen Halbinsel. Nur keiner weiß genau was. Wann kommt die Zweigleisigkeit und die Elektrifizierung der Bahnstrecke Oldenburg - Wilhelmshaven? Bekommt der Wilhelmshavener Hauptbahnhof die elektrische Oberleitung? Ist ein Lückenschluss zwischen Aurich und der Bahnstrecke Esens - Sande machbar? Ist Schwarzfahren vermeidbar? Alles Fragen, auf die PRO BAHN Ems-Jade Antworten hätte. Nachzulesen in der neusten und 57. Ausgabe der Ems-Jade-Bahn.

 

23. Mai 2008 >> Wo bleibt der Personenverkehr beim Lückenschluss?

Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt die Überlegungen der Region, einen Eisenbahnlückenschluss zwischen Aurich und der Bahnstrecke Esens - Sande herzustellen: Ein herausragender Beleg für das Interesse der Region ist das finanzielle Engagement etlicher Kommunen auf der ostfriesischen Halbinsel für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie unter Federführung der Stadt Aurich.

Der Fahrgastverband vermisst jedoch bei der jetzt vorliegenden Machbarkeitsstudie einen entscheidenden Faktor: den Personenverkehr. Wenn der Anlass für die Überlegungen auch der Güterverkehr ist, insbesondere im Hinblick auf den zunehmenden Güterverkehr vom und zum Jade-Weser-Port, so darf nach Meinung des Verbandes der Personenverkehr nicht aus dem Auge verloren werden. Keine der vier in der Machbarkeitstudie vorgeschlagenen Varianten berücksichtigt soweit erkennbar in irgendeiner Weise den Personenverkehr. Dieser muss aber nach Meinung von PRO BAHN unbedingt in die Überlegungen mit einbezogen werden. Personenverkehr würde die Wirtschaftlichkeit der neu zu bauenden Bahnstrecke ganz erheblich erhöhen. Grund :Während der Güterverkehr konjunkturabhängig und somit nicht fest kalkulierbar ist, stellt der Personenverkehr (Nahverkehr) dank fester Bestellung eine verlässliche Größe für die Trassenentgelte dar. Eine Infrastruktur, die nur eine Transportart berücksichtigt, kann sich der Staat auf Dauer nicht leisten. Schließlich gibt es im Straßenverkehr auch keine ausschließlichen Güter-Straßen.

Wird bei einem Lückenschluss der Personenverkehr berücksichtigt, dann muss dies nach Auffassung des Fahrgastverbandes selbstverständlich unter Beachtung der Verkehrsströme auf der ostfriesischen Halbinsel geschehen. Und diese Verkehrsströme verlaufen nach seinem Eindruck schwerpunktmäßig nicht zwischen Dollart und Jadebusen, sondern aus dem Hinterland zur Küste. Deshalb sollte ein Lückenschluss mindestens einen Küstenort mit einschließen. Hier würde sich Bensersiel mit seinem tideunabhängigen Fährverkehr nach Langeoog anbieten.

 

13. April 2008 >> Kurkarte als Fahrausweis

Kur- und Gästekarten sollten grundsätzlich als Fahrausweis für den öffentlichen Personenverkehr (ÖPNV) gelten, und zwar auf der gesamten ostfriesischen Halbinsel. Diesen Ansatz sieht Professor Dr. Reinhard Elsner vom Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung und Regionalanalyse an der Fachhochschule Emden, um noch mehr Urlaubsgäste mit öffentlichen Verkehrsmitteln mobil zu machen. Auf der Jahreshauptversammlung der Regionalverbandes Ems-Jade des Fahrgastverbandes Pro Bahn in Jever warb er in seinem Vortrag für eine mobile Kurkarte, die, wie Beispiele aus anderen Regionen zeigen, den Tourismus und den ÖPNV  in der Region gleichermaßen stärkt.  

Das Binnenland der ostfriesischen Halbinsel hat nach seiner Auffassung noch erhebliche touristische Entwicklungsmöglichkeiten. Für Gäste ist der Erlebniswert einer  Reise der entscheidende Faktor für deren Zufriedenheit, noch vor Service, Unterkunft und Verkehrsmittel. Daher ist es wichtig, sie zwischen den Erlebnisorten mobil zu machen. Hierbei könne der öffentliche Verkehr einen wichtigen Beitrag leisten, weil er das sicherste und umweltfreundlichste Reiseverkehrsmittel ist und außerdem auf den Straßen und in den Städten Platz spart. Darüber hinaus wird der Anteil der „Neuen Alten“ immer größer, die mit zunehmendem Alter grundsätzlich das öffentliche Verkehrsmittel bzw. den Reisebus bevorzugen. Gerade dieser Personenkreis  sucht mit Natur, Gesundheit, Fitness und Wohlfühlen Konsumwerte, die die ostfriesische Halbinsel in hohem Maße zu bieten hat. 

Um die Möglichkeiten zur Stärkung des Tourismus und des ÖPNV zu nutzen, ist es nach Ansicht von Professor Elsner zusammenfassend jedoch unabdingbar, dass die ostfriesische Halbinsel besser als Ganzes begriffen wird. Außerdem appellierte er an die Touristiker, sie müssten einsehen, dass man Gäste nicht HABEN, sondern TEILEN muss; denn dadurch würden sie sich vermehren lassen. Ausgangspunkt für eine Stärkung von Tourismus und ÖPNV müssten aber zunächst die Anbieter touristischer Dienstleistungen sein und erst dann kämen die Verkehrsunternehmen. In der sich dem Vortrag anschließenden Diskussion mit Vertretern der Tourismuswirtschaft und Verkehrsunternehmen wurde deutlich, dass die Initiative dafür bislang ausschließlich von den Verkehrsunternehmen ausging, wie zum Beispiel das Angebot des Urlauberbusses in vielen Bereichen auf der ostfriesischen Halbinsel.

 

13. April 2008 >> PRO BAHN fordert Elektrifizierung des Wilhelmshavener Hbf

Der Fahrgastverband PRO BAHN hat auf seiner jüngst in Jever abgehaltenen Jahreshauptversammlung noch einmal seine Forderung nach einer Elektrifizierung des Wilhelmshavener Hauptbahnhofs erneuert. Nach Auffassung des Verbandes wäre es ein Unding, wenn, wie von der Deutschen Bahn angekündigt, die Bahnstrecke Oldenburg - Wilhelmshaven nur bis Sande elektrifiziert würde. „Im Hinblick auf die hohen Investitionskosten für Zweigleisigkeit und Elektrifizierung wäre es unverständlich, wenn anschließend nur der Güterverkehr, nicht aber der Personenverkehr davon profitieren würde“, so der wiedergewählte Regionalvorsitzende des Verbandes Manfred Terhardt aus Jever. Nur mit einer Elektrifizierung bis nach Wilhelmshaven sei eine Chance gegeben, dass wieder Fernverkehrszüge die Jadestadt erreichen und regelmäßige umsteigefreie Nahverkehrsverbindungen nach Bremen und Hannover angeboten werden können, so Terhardt weiter. Außerdem sei es hinsichtlich des Klimaschutzes wenig vermittelbar, wenn anschließend Dieseltriebwagen unter einer elektrischen Fahrleitung fahren.

 

12. April 2008 >> Regionalvorstand von PRO BAHN wiedergewählt

Auf der heutigen Jahreshauptversammlung des PRO BAHN Regionalverbandes Ems-Jade e.V. wurde der bisherige Vorsitzende Manfred Terhardt (Jever) wiedergewählt. Auch in ihren Ämtern bestätigt wurden seine seine Stellvertreter Dr. Joachim Krug und Hans-Joachim Zschiesche (beide Wilhelmshaven) sowie der Schatzmeister Manfred Folkers (Wangerland). Neu im Vorstand ist Bruno Braun (Aurich), der die Belange des westlichen Teils der ostfriesischen Halbinsel intensiver vertreten soll.

 

26. März 2008 >> Ems-Jade-Bahn Nr. 55 erschienen

Zum 56. Mal wurde die Ems-Jade-Bahn von den Aktiven des PRO BAHN Regionalverbandes Ems-Jade wieder in Fahrt  gebracht. Sie hat die Ems-Jade-Region verlassen und erreicht jeden oder jede, der oder die sie lesen möchte unter www.ems-jade-bahn.de.

Zum Inhalt der Ems-Jade-Bahn: Behinderte Menschen werden in Varel am Bahn fahren gehindert und der Fahrgastservice wird immer mehr eingeschränkt, neuerdings durch Wegfall jeglicher Zugankündigungen in den Bahnstationen zwischen Wilhelmshaven und Oldenburg sowie zwischen Wilhelmshaven und Esens. Dies sind Meldungen, die die PRO BAHNer vor Ort zu Aktivitäten genötigt haben. Aber es gibt auch Positives zu berichten zum Schienenverkehr und zum ÖPNV in der Ems-Jade-Region. Alles zu lesen in der neusten Ausgabe der Ems-Jade-Bahn.

 

25. März 2008 >>

Zugansagen abgeschafft

DB-Töchter streiten über Kosten

Kennen Sie das?: Sie stehen auf einem Bahnhof und erwarten ihren Zug. Dann ertönt eine Lautsprecherdurchsage, die den erwarteten Zug ankündigt: woher, wohin und sonstige Besonderheiten. Das werden Sie in Zukunft zwischen Wilhelmshaven und Oldenburg sowie zwischen Sande und Esens nicht mehr hören.
Wie der Fahrgastverband PRO BAHN aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen erfahren hat, ist das Streckenpersonal der DB (z.B. Fahrdienstleiter) angewiesen worden, keine entsprechenden Ansagen mehr vorzunehmen.
Hintergrund für die weitere Verschlechterung des Fahrgastservices ist, dass sich die Tochterunternehmen der DB, DB Netz AG und DB Station&Service AG nicht darüber einigen können, wer, was bezahlt. Bislang war es offensichtlich so, dass das Streckenpersonal die Ansagen im Auftrage von DB Station&Service kostenlos vorgenommen hat, DB Netz diese jedoch in Zukunft bezahlt haben möchte, was wiederum DB Station&Service nicht will.
Für den Fahrgastverband PRO BAHN ist es ein Skandal, dass der Streit zwischen den Tochterunternehmen der DB auf dem Rücken der Fahrgäste ausgetragen wird. Denen ist es egal, ob und wer etwas bezahlen soll. Schließlich gehören beide zum DB Konzern. Für Manfred Terhardt, Regionalvorsitzender des Fahrgastverbandes ist es ohnehin ein Streit um „Kaisers Bart“, schließlich ist das Streckenpersonal vorhanden und eine Ansage dürfte keine zusätzliche Belastung sein. Terhardt weiter: „Ich frage mich, ob angesichts immer weiterer Verschlechterung der Serviceleistungen durch die DB, die Bahnreform von 1994 noch sinnvoll war. Vieles im Servicebereich bei der damaligen Behördenbahn war besser. Ich hoffe, dass im Zuge der vorliegenden Teilprivatisierung der Staat wieder mehr Verantwortung für die Strecken und die Bahnstationen übernimmt.“

 

9. März 2008 >> Behinderte werden im Bahnhof Varel behindert

Menschen mit Behinderungen sind nicht behindert; sie werden behindert. Diese Binsenweisheit ist aufs Neueste im Bahnhof Varel bestätigt worden. Während bislang zumindest in Notfällen ein ebenerdiger Übergang über die Gleise 1 und 2 zur Verfügung stand, ist dieser überraschend von der Deutschen Bahn (DB) abgebaut worden. Damit steht nunmehr zum Erreichen der Züge von Oldenburg und nach Wilhelmshaven nur noch der Treppenübergang zur Verfügung.
Der Fahrgastverband PRO BAHN kritisiert dies aufs Schärfste. Damit sei es zum Beispiel Rollstuhlfahrern nicht mehr möglich, den Zug aus Richtung Oldenburg zu verlassen. In diesem Fall müsste dann bis Sande weitergefahren werden, um von dort wieder zurück nach Varel zu fahren, was immerhin einen zeitlichen Mehraufwand von einer Stunde bedeutet.
Nach Vermutung des Verbandes steht der überraschende Abbau des Gleisüberganges im Zusammenhang mit einer Initiative der Behindertenbeauftragten der Bundesregierung und Bundestagsabgeordneten Karin Evers-Meyer. Sie war vom Fahrgastverband PRO BAHN darauf hingewiesen worden, dass anderorts, zum Beispiel in Norden, gesicherte und komfortable ebenerdige Gleisübergange neu geschaffen worden sind. In einem Schreiben an den Fahrgastverband vom 13. Februar teilt sie mit, dass sie die DB gebeten habe, die Möglichkeit eines niveaugleichen Überganges zu prüfen. Das Ergebnis ist nunmehr der Abbau des jedenfalls für Notfälle zur Verfügung stehenden Gleisüberganges.
Manfred Terhardt, Regionalvorsitzender von PRO BAHN, hält das Vorgehen der DB für einen Skandal. „Seit der Bahnreform im Jahre 1994 sind im Service der Deutschen Bahn nur Rückschritte zu verzeichnen. Es ist an der Zeit, dass im Rahmen der bevorstehenden Teilprivatisierung der Deutschen Bahn, das Schienennetz und die Bahnstationen in direkte staatliche Verantwortung kommen. Es ist beschämend, dass es nicht einmal der Behindertenbeauftragten der Bundesregierung gelingt, für die Barrierefreiheit ihres „Heimatbahnhofs“ zu sorgen.
 

20. Jan. 2008 >> Ausflugsprogramm 2008 erschienen

Wie bereits in den vergangenen Jahren bietet der PRO BAHN Regionalverband Ems-Jade auch in diesem Jahr wieder verschiedene Ausflüge an, um zu zeigen, dass für einen Ausflug nicht immer das Auto benutzt werden muss. Auch mit Bus und Bahn lassen sich interessante Ziele erreichen.

Über das Programm können Sie sich zunächst hier näher informieren.

 

15. Dez. 2007 >> Ems-Jade-Bahn Nr. 55 erschienen

Ausgerechnet der „Heimatbahnhof“ Varel der Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Frau MdB Karin Evers-Meyer, ist nicht barrierefrei. Und das, obwohl das Bahnhofsgebäude von privaten Investoren und das Bahnhofsumfeld von der Stadt Varel mit viel finanziellem Aufwand zeitgemäß umgestaltet wurden. Die DB weigert sich standhaft einen entsprechenden Übergang zu schaffen, sei es per Aufzug oder eines ebenerdigen Gleisüberganges.

Einzelheiten hierzu in der neuesten Ausgabe der Ems-Jade-Bahn, dem Mitteilungsblatt des PRO BAHN Regionalverbandes Ems-Jade, das unter www.ems-jade-bahn.de herunter geladen werden kann.

 

28. Sept. 2007 >>

Ems-Jade-Bahn Nr. 54 erschienen

 

Täuscht Herr Mehdorn oder weiß er wirklich nicht, was der Eigentümer will? Diese Frage wirft eine „Empfehlung“ von ihm an die Region Wilhelmshaven auf, sie möge auf politischem Wege zu versuchen, die Elektrifizierung zwischen Sande (letzter Bahnhof vor Wilhelmshaven!) und Wilhelmshaven als notwendig einzustufen. Weiß er nicht oder hat er “vergessen“, dass die Elektrifizierung der Strecke Oldenburg – Wilhelmshaven als Projekt 3b bereits im Schienwegeausbauprogramm 2003 steht?

 

Lesen mehr dazu und wie die DB mit Wilhelmshaven umgeht in der neusten Ausgabe der Ems-Jade-Bahn, die Sie hier herunterladen können.

 

23. August 2007 >> Wandern auf der ehemaligen Bahnstrecke der "Tide-Züge"

 

Am 26. September 1987 fuhr der letzte planmäßige Zug zwischen Jever und Harlesiel, ein so genannter Tidezug. Der Fahrgastverband PRO BAHN nimmt das damalige Ereignis vor 20 Jahren zum Anlass, sich der Geschichte dieser Bahnstrecke im Rahmen einer eisenbahnhistorischen Wanderung zu erinnern. Sie findet ganztägig am 3. Oktober 2007 statt. Nähere Einzelheiten hierzu können Sie hier herunterladen oder telefonisch unter 04461 90 92 06 erfragen.

 

 6. Juli 2007   >>

Ems-Jade-Bahn Nr. 53 erschienen

Nach dem aktuellen Schienenwegeausbauprogramm der Bundesregierung soll die Bahnstrecke Wilhelmshaven - Oldenburg ausgebaut (durchgehende Zweigleisigkeit und Erhöhung der Streckengeschwindigkeit) und elektrifiziert werden. Deshalb sollte man meinen, dass der Fahrdraht demnächst auch den Wilhelmshavener Hauptbahnhof erreicht. Denkste! Die DB denkt anders. Sie will den Fahrdraht 7 km vorher in Sande enden lassen. Ein Horrorszenario für die PRO BAHN-Aktiven vor Ort. Aber lesen Sie selbst zu den Hintergründen in der neusten Ausgabe der Ems-Jade-Bahn, die Sie hier herunterladen können.

Ein derzeit betriebener Streckenabschnitt der Bahnstrecke Sande - Esens soll wegen einer Bahnumgehung stillgelegt werden. Und dies, obwohl erst vor drei Jahren an diesem Streckenabschnitt ein Haltepunkt für 374.000 Euro erneuert und modernisiert wurde. Und, obwohl zur Zeit an dem selben Streckenabschnitt eine Eisenbahnbrücke für rund 2,5 Millionen Euro erneuert wird. Ebenfalls unfassbar für PRO BAHN. Auch hier Einzelheiten dazu in der neusten Ems-Jade-Bahn.

Wir wünschen Ihnen anregendes und vielleicht aufregendes (siehe oben) Lesen.

21. Juni 2007 >> PRO BAHN bittet Minister Hirche um Unterstützung wegen der Elektrifizierung des Bahnhofs Wilhelmshaven

Am Rande der Geburtstagsfeier "10 Jahre Verkehrsregion Nahverkehr Ems-Jade (VEJ)", auf der der niedersächsische Minister für Verkehr, Walter Hirche, als Festredner auftrat, hat der PRO BAHN-Regionalvorsitzende Manfred Terhardt dem Minister eine schriftliche Bitte überreicht. In dem Schreiben wird die Landesregierung gebeten, sich bei der Deutschen Bahn AG dafür einzusetzen, dass auch der sieben Kilometer lange Streckenabschnitt Sande - Wilhelmshaven im Zuge des Ausbaus der Strecke Oldenburg - Wilhelmshaven für den JadeWeserPort ebenfalls elektrifiziert wird und damit der Wilhelmshavener Hauptbahnhof an das elektrifizierte Eisenbahnnetz angeschlossen wird. Der Minister sicherte seine Unterstützung zu. Den Brief an den Minister können sie hier herunterladen.

 

21. Mai 2007 >> Kein Fahrdraht in den Wilhelmshavener Hbf?

Der Wilhelmshavener Hauptbahnhof am elektrifizierten Netz der Deutschen Bahn! Doch nur ein Wunschtraum? Was bislang der Fahrgastverband PRO BAHN nur insgeheim befürchtet hatte, scheint sich zu bestätigen. Am letzten Dienstag trugen in Sande Vertreter der DB Netz AG und des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums Einzelheiten zu den Bahnumgehungsplänen vor. In diesem Zusammenhang wird laut Presseberichten Uwe Bredthauer als Vertreter der DB mit den Worten zitiert: „Eine Veranlassung zur Elektrifizierung bis zum Wilhelmshavener Bahnhof ist nicht gegeben“.
Der Fahrgastverband fragt sich nun, ob in den geplanten 195 Millionen Euro für den Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnstrecke Oldenburg – Wilhelmshaven keine Euro für die letzten sieben Kilometer von Sande bis in den Wilhelmshavener Hauptbahnhof vorhanden sind? „Das wäre für den Standort Wilhelmshaven als Oberzentrum der Region eine Katastrophe“, meint Hans-Joachim Zschiesche, stellvertretender PRO BAHN Regionalvorsitzender aus Wilhelmshaven. „Ein (Wieder-) Anschluss Wilhelmshavens an das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn wird damit unmöglich“. Außerdem wird nach seiner Meinung verhindert, dass mit elektrischen Zügen durchgehende Regionalexpressverbindungen nach Bremen und Hannover eingerichtet werden können.
Alle in der Region, die davon ausgegangen sind, dass der elektrische Fahrdraht bis in den Wilhelmshavener Hauptbahnhof reichen wird, müssen nunmehr feststellen, dass sie möglicherweise getäuscht worden sind, meint PRO BAHN. Deshalb ist nach Auffassung des Fahrgastverbandes ein entschiedenes Engagement insbesondere der überregionalen Politiker und der Stadt Wilhelmshaven erforderlich. Ohne Strom gerate sonst der Bahnhof Wilhelmshaven für den Personenverkehr immer mehr in eine Randlage und bleibe auf Dauer ein „Provinzbahnhof“.

 

12. April 2007 >> Ems-Jade-Bahn Nr. 52 erschienen

Was lange währt wird endlich gut? Offensichtlich hat zwei Jahre langes nachbohren durch den Fahrgastverband PRO BAHN bei der Deutschen Bahn geholfen, Fahrgästen im Oldenburger Hauptbahnhof das Umsteigen zu erleichtern. Diese Hauptnachricht sowie viele andere zum Bahn- und Busverkehr stehen in der neusten Ausgabe der EMS-JADE-BAHN, dem Mitteilungsblatt für Fahrgäste in der Ems-Jade-Region, das unter www.ems-jade-bahn.de herunter geladen werden kann.

 

25. März 2007 >> Umsteigen in Oldenburg demnächst deutlich bequemer?

Seit Mai 2005 sind die Modernisierungsmaßnahmen im Oldenburger Hauptbahnhof abgeschlossen. Seit dieser Zeit müssen Fahrgäste aus Wilhelmshaven/Friesland/Wittmund deutlich häufiger umsteigen als vor der Modernisierung. Grund dafür ist die Verkürzung des Bahnsteigs zwischen den Gleisen 5 und 6.

Der Regionalverband Ems-Jade des Fahrgastverbandes PRO BAHN, der die Interessen der Fahrgäste aus dem Raum Wilhelmshaven/Friesland/Wittmund vertritt, hatte in der Zwischenzeit nichts unversucht gelassen, um den ohnehin lästigen Umsteigezwang in der Relation Wilhelmshaven - Bremen erträglicher zu machen. Zuletzt hatte er sich direkt an den Vorstand der Deutschen Bahn AG in Berlin gewandt.

Nunmehr scheint eine zumindest teilweise Lösung in Sicht. Nach einem Schreiben des zuständigen Bahnhofsmanagements der DB in Osnabrück an den Fahrgastverband PRO BAHN wird die Machbarkeit der Verlegung von derzeit fünf IC-Zügen (von insgesamt neun) auf Gleis 6 derzeit geprüft. Damit könnte in Richtung Wilhelmshaven wieder direkt von IC-Zügen in die Nordwestbahn umgestiegen werden.

Die Machbarkeit hängt allerdings, so das Bahnhofsmanagement, davon ab, dass eine so genannte Haltetafel am Gleis 6 um 14 Meter versetzt wird. Außerdem ist die Verlegung nur möglich, wenn die IC-Züge weiterhin nur aus acht Wagen bestehen.

Frühester möglicher Termin einer eventuell möglichen Änderung der Gleisbelegung wäre zum Fahrplanwechsel im Dezember 2007. Für die übrigen vier IC-Züge, die nicht verlegt werden, seien keine Rangiermöglichkeiten vorhanden, so das Bahnhofsmanagement in Osnabrück.

Manfred Terhardt, Regionalvorsitzender des Fahrgastverbandes PRO BAHN begrüßt die Ankündigung. „Unsere Ausdauer, das Problem des Umsteigens in Oldenburg den Verantwortlichen immer wieder deutlich zu machen, ist offensichtlich von Erfolg gekrönt.“

 

15. März 2007 >> Bahnsteigstilllegung fällt in eine Gesetzeslücke

Die Petition des Fahrgastverbandes PRO BAHN beim Petitionsausschuss  des Deutschen Bundestages wegen der Stilllegung eines Bahnsteigs im Bahnhof Sande hat vorläufig keinen Erfolg. Der Verband war der Auffassung, dass durch die Ankündigung der DB, den Bahnsteig nicht wieder in einen gebrauchsfähigen Zustand herstellen zu wollen, der Tatbestand der dauernden Stilllegung einer Eisenbahninfrastruktur erfüllt sei, für den es ein gesetzliches Stilllegungsverfahren vorgesehen ist.

Nach rechtlicher Prüfung teilte der Petitionsausschuss mit, dass die Außerbetriebnahme eines Bahnsteigs nicht zu den genehmigungspflichtigen Sachverhalten gehöre, für die das gesetzliche Verfahren nach § 11 Allgemeines Eisenbahngesetz (AEG) vorgesehen sei.

Der Fahrgastverband hält jedoch an seiner Petition fest und hat sie nunmehr dahingehend ergänzt, dass eine Präzisierung des § 11 AEG erfolgen soll, nach der auch der Sachverhalt einer Bahnsteigstilllegung vom Gesetz erfasst wird.

„Es kann nicht sein, dass ein Eisenbahninfrastrukturunternehmen mit Einrichtungen des Bahnverkehrs nach Belieben umgehen kann. Sie sind Teil der gesamten Eisenbahninfrastruktur, die mit öffentlichen Mitteln errichtet wurden“, meint dazu der Regionalvorsitzende des Verbandes, Manfred Terhardt.

 

14. März 2007 >> PRO BAHN sprach mit Wahlkreisabgeordneten

Einen mehr als einstündigen Meinungsaustausch hatte der Vorstand des PRO BAHN-Regionalverbandes im März mit den beiden Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises Wilhelmshaven/Friesland/Wittmund, Karin Evers-Meyer und Hans-Werner Kammer über anstehende Probleme des öffentlichen Verkehrs im Wahlkreis 27.

Das Gespräch kam auf Veranlassung des Fahrgastverbandes zustande, der damit den Bundestagsabgeordneten insbesondere aufzeigen wollte, welche Konsequenzen Entscheidungen des Deutschen Bundestags auf die Qualität und das Angebot im öffentlichen Personenverkehr vor Ort haben.

Zentrales Thema war der Zustand der Infrastruktur, also des Bahnnetzes und der Bahnhöfe, für die der Bund nach dem Grundgesetz nach wie vor die Verantwortung trägt. PRO BAHN machte in diesem Zusammenhang deutlich, welche Folgen zu erwarten sind, wenn der Konzern Deutsche Bahn AG einschließlich Netz und Bahnhöfe teilprivatisiert wird.

„Auch wenn nicht in allen Punkten Übereinstimmung mit den Abgeordneten erzielt werden konnte, so war es dennoch ein fruchtbares Gespräch“, meinte zusammenfassend der PRO BAHN-Regionalvorsitzende Manfred Terhardt (Jever).

 

30. Jan. 2007 >> PRO BAHN nimmt Stellung zu den Sander Bahnumgehungsvarianten

 In der Diskussion um die Bahnumgehung Sande ist der Fahrgastverband PRO BAHN von der Gemeinde Sande gebeten worden, zu den verschiedenen Varianten Stellung zu nehmen.

In einer ausführlichen Stellungnahme spricht sich der Verband erneut ausdrücklich gegen eine Stilllegung der bisherigen Trasse durch den Sander Ortsteil Sanderbusch aus. Er sieht keine zwingende Notwendigkeit, wegen der Bahnumgehung, die ausschließlich in dem zunehmenden Güterverkehr begründet liegt, die bisherige Strecke stillzulegen. Der Personenverkehr mit den Triebwagen der Nordwestbahn erschließt nämlich durch den Haltepunkt Sanderbusch den Ort Sande mit seinem überregional bedeutsamen Nordwest-Krankenhaus (200 Meter vom Haltepunkt entfernt) in hervorragender Weise. Diese Erschließung dürfe nicht leichtfertig aufgegeben werden, so der Fahrgastverband.

Hinsichtlich der diskutierten zwei Varianten um den Ort herum ist ihm bei der westlichen Variante entlang der Autobahn A 29, die südlich des Bahnhofs Sande in die Strecke Wilhelmshaven-Oldenburg einfädelt, nicht klar, wie bei Stilllegung der Strecke durch den Ort die Weiterführung der Züge aus Richtung Esens in Richtung Wilhelmshaven erfolgen soll.

Auch bei der anderen Variante (Nordumgehung) ist die Einfädelung in den Bahnhof Sande bzw. in die Strecke nach Wilhelmshaven für den Personenverkehr von großer Bedeutung. Soll weiterhin der Bahnhof Sande von den Nordwestbahn-Zügen  Esens–Wilhelmshaven angefahren werden oder direkt nach Wilhelmshaven weitergeführt werden?

Welche Variante auch gewählt würde, beide hätten bei gleichzeitiger Stilllegung der bisherigen Strecke nur Nachteile für den Personenverkehr zwischen Esens, Sande und Wilhelmshaven, meint der Fahrgastverband.

 

29. Jan. 2007 >> Ausflugsprogramm 2007 erschienen

 

Wie bereits in den vergangenen Jahren bietet der PRO BAHN-Regionalverband Ems-Jade auch in diesem Jahr wieder verschiedene Ausflüge an, um zu zeigen, dass für einen Ausflug nicht immer das Auto genommen werden muss. Auch mit Bus und Bahn lassen sich interessante Ziele erreichen.

Das Programm können Sie hier direkt als PDF-Datei (835 KB) herunterladen oder sich zunächst hier näher informieren.

 

19. Dez. 2006 >> Ems-Jade-Bahn Nr. 51 erschienen

In Sande (Kreis Friesland) soll die durch den Ort führende Teilstrecke der Bahnlinie Wilhelmshaven - Sande - Esens stillgelegt werden, wenn eine Bahnumgehung um Sande herum für den zu erwartenden Güterverkehr des Jade-Weser-Ports gebaut wird. Diese Hauptnachricht sowie viele andere zum Bahn- und Busverkehr stehen in der neusten Ausgabe der EMS-JADE-BAHN, dem Mitteilungsblatt für Fahrgäste in der Ems-Jade-Region, das unter www.ems-jade-bahn.de herunter geladen werden kann.
Wir wünschen interessante Lektüre und freuen uns auf Reaktionen. Außerdem wünschen wir ein friedvolles Weihnachtsfest und im Jahr 2007 stets störungsfreies Bus- und Bahnfahren.
Ihr PRO BAHN-Regionalverband Ems-Jade e.V.

 

28. Nov. 2006 >> Kürzung der Regionalisierungsmittel:
Ems-Jade-Region fast verschont von Zugstreichungen

Jever. Die Kürzungen der so genannten Regionalisierungsmittel im Rahmen des Hauhaltsbegleitgesetzes des Bundes für 2006 führen in ganz Deutschland zu mehr oder weniger Streichungen von Zugangeboten im Nahverkehr. Die für das Angebot im Schienenpersonennahverkehr in Niedersachsen zuständige Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) hat dabei jedoch die Ems-Jade-Region relativ verschont.
Vorgesehen sind nach der Fahrplanvorschau für den ab 10. Dezember 2006 gültigen Fahrplan nur die Streichungen von Zügen in so genannten Tagesrandlagen. Betroffen sind zum Einen die Strecke Norddeich - Emden - Rheine sowie zum Anderen die Strecken Wilhelmshaven - Esens und Wilhelmshaven - Oldenburg. Zwischen Norddeich - Emden - Rheine sollen an Sonnabenden insgesamt vier Züge entfallen, die bislang entweder am frühen Morgen oder am späten Abend verkehren. Außerdem entfällt zwischen Wilhelmshaven und Oldenburg sonntags der Zug um 5:40 Uhr ab Wilhelmshaven.
Auch zwischen Wilhelmshaven und Esens ist eine Streichung vorgesehen. An Sonnabenden soll das erste Zugpaar (6:00 Uhr ab Wilhelmshaven und 6:02 Uhr ab Esens) entfallen. Der Fahrgastverband PRO BAHN hatte sich wegen dieser Streichung an die LNVG gewandt, um zumindest den Wegfall des Zuges aus Esens um 6:02 Uhr an Sonnabenden zu verhindern. Er hatte dazu vorschlagen am Abend zuvor mit zwei Triebwagen nach Esens zu fahren, die über Nacht dort bleiben, um dann mit jeweils einem um 6:02 Uhr und 7:01 Uhr in Richtung Sande zu fahren. Damit könnte sichergestellt werden, dass in Oldenburg ein wichtiger Intercity erreicht wird. Die LNVG hat diesen Vorschlag mit der Begründung abgelehnt, dass die Besetzung des Zuges um 6:02 Uhr das Angebot nicht rechtfertige. Außerdem sei der PRO-BAHN-Vorschlag aus technischen Gründen nicht zu realisieren.
Der Fahrgastverband PRO BAHN bedauert diese Entscheidung, weil nunmehr ausgedehnte interessante Tagesausflüge an Sonnabenden für Fahrgäste zwischen Esens und Schortens noch weniger möglich sind, als bisher. Außerdem wird ein wichtiger Intercity in Oldenburg (Abfahrt 7:35 Uhr) nicht mehr erreicht. Dieser Intercity wiederum stellt in Bremen und Hannover wichtige Auslandsverbindungen her. PRO BAHN hatte in seiner Stellungnahme gegenüber der LNVG außerdem darauf hingewiesen, dass seine Bemühungen, durch Organisation von Tagesausflügen an Sonnabenden zur Stärkung der Strecke beizutragen, durch die Zugstreichung deutlich behindert werden.

 

29. Okt. 2006

>>

PRO BAHN legt Petition beim Deutschen Bundestag ein

Wegen der nach Auffassung des Fahrgastverbandes PRO BAHN illegal erfolgten Sperrung des Mittelbahnsteigs im Bahnhof Sande hat der Verband nunmehr beim Deutschen Bundestag eine Petition eingelegt. Er verfolgt damit das Ziel, dass die Deutsche Bahn AG (DB) den Bahnsteig wieder in einen gebrauchsfähigen Zustand versetzt bzw. die Aufsichtsbehörde Eisenbahn-Bundesamt eine entsprechende Verfügung erlässt.

PRO BAHN hat die Petition damit begründet, dass der Pressesprecher der DB öffentlich erklärt habe, der Bahnsteig würde nicht mehr gebraucht und deshalb lohne das Wiederherrichten nicht. „Damit ist der Tatbestand der dauernden Stilllegung von Eisenbahninfrastruktur erfüllt, für den es ein gesetzliches Stilllegungsverfahren gibt“, so der PRO BAHN-Regionalvorsitzende Manfred Terhardt (Jever). „Uns geht es aber nicht um die Einhaltung des gesetzlichen Stilllegungsverfahrens an sich, sondern um die Erhaltung des Bahnsteigs. Er wird uns sehr fehlen, wenn es darum geht, im Zuge des vorgesehen Ausbaus der Bahnstrecke Wilhelmshaven - Oldenburg auch den Personenverkehr weiter zu entwickeln“. Zur Zeit müssen Fahrgäste an Sonntagabenden bis zu 20 Minuten Verspätung hinnehmen, weil nur zwei von vier erforderlichen Bahnsteiggleisen befahren werden können. Bei einem Ausbau der Strecke und vermehrtem Güterverkehr durch den JadeWeserPort ist es denkbar, dass allen Wochentagen vier Bahnsteigleise benötigt werden. 

Der Fahrgastverband hat die Wahlkreisabgeordneten des Deutschen Bundestages Evers-Meyer und Kammer gebeten, sich für die Petition einzusetzen. Er verweist die Abgeordneten an dem Beispiel Sande darauf, welche fatale Folgen es hat, wenn bei einem beabsichtigten Börsengang der DB das Schienennetz einschließlich der Bahnstationen nicht vom DB-Konzern getrennt wird. Sande wäre dann überall, aber noch viel gravierender.

 

27. Okt. 2006 >> PRO BAHN bestürzt über Stilllegungspläne

 

Mit Bestürzung hat der Fahrgastverband PRO BAHN auf Presseberichte reagiert, wonach die Deutsche Bahn AG (DB) beabsichtigt, die Bahnstrecke durch den Sander Ortsteil Sanderbusch stillzulegen, wenn eine Umgehung gebaut wird. Der Regionalvorsitzende des Verbandes, Manfred Terhardt (Jever), ist von der Stilllegungsabsicht überrascht, weil in den vergangenen Diskussionen und auch in dem Gespräch zwischen der DB und Ministerpräsident Wulff nie die Rede davon war, dass es um ein Entweder - Oder geht. „Schließlich käme im Straßenbau beim Anlegen einer Ortsumgehung auch niemand auf den Gedanken, die Ortsdurchfahrt komplett stillzulegen“, so Terhardt. Er hält die Grenzen dessen, was die DB der Region immer wieder zumutet, für überschritten. Stets war die Rede von einer Umgehung für den zu erwartenden Güterverkehr, nie von einer gleichzeitigen Stilllegung.  

 

Der Fahrgastverband erwartet, dass sich alle Verantwortlichen, insbesondere die Gemeinde Sande, der Landkreis Friesland sowie die Landesnahverkehrsgesellschaft deutlich gegen die Absicht der DB positionieren. Er erwartet auch, dass die beiden Wahlkreisabgeordneten des Deutschen Bundestages, Evers-Meyer und Kammer, ihren Einfluss geltend machen und die Stilllegung verhindern. Schließlich ist der Bund (noch immer) zu hundert Prozent Eigentümer der Deutschen Bahn AG und hat nach Artikel 87e des Grundgesetzes eine Allgemeinwohlverpflichtung beim Ausbau und Erhalt des Schienennetzes. „Ich wäre froh, wenn sich alle Verantwortlichen im gleichen Maße für den Erhalt der Strecke engagieren, wie sie das für die Umgehung auch getan haben“, gibt Terhardt seiner Hoffnung auf eine Verhinderung der Stilllegung Ausdruck.

 

27. Sept. 2006 >> Ems-Jade-Bahn - die Fünfzigste

Zum 50. Male hat der PRO BAHN-Regionalverband Ems-Jade sein Mitteilungsblatt für Fahrgäste in der Ems-Jade-Region herausgegeben. Ein kleines Jubiläum, auf das die Macher um den Regionalvorsitzenden Manfred Terhardt aus Jever auch ein bisschen stolz sind. Alle die ehrenamtlich aktiv sind,  wissen, was das bedeutet.
Der 50. Ausgabe der Ems-Jade-Bahn ist als „Bonbon“ die erste Ausgabe von Juli 1993 beigeheftet, die damals noch Nordwest-Bahn hieß. Wer Interesse hat kann sie unter www.ems-jade-bahn.de im pdf-Format (1,4 MB) herunterladen oder dort im Papierformat bestellen.
 

26. Sept. 2006 >>

Stadt Varel von DB ins Bockshorn gejagt?
Ins sprichwörtliche Bockshorn gejagt hat die Deutsche Bahn (DB) nach Meinung des Fahrgastverbandes PRO BAHN die Stadt Varel. Die DB behauptet, ein ebenerdiger Übergang über die Gleise 1 und 2 im Vareler Bahnhof sei nach der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) durch das Eisenbahn-Bundesamt nicht genehmigungsfähig. Dies steht jedoch mit keiner Silbe in der EBO, so der Fahrgastverband. Lediglich bei Gleisen, die mit einer Geschwindigkeit von mehr als 160 km/h befahren werden, sind Übergänge unzulässig (§ 13 Absatz 4 EBO). Dies trifft in Varel aber nicht zu. Die Behauptung der DB, ein ebenerdiger Gleisübergang sei nicht genehmigungsfähig, kann nach Ansicht des Verbandes auch schon deswegen nicht zutreffen, weil im Bahnhof Norden (Ostfriesland), der zur Zeit neu gebaut wird, ein solcher Übergang mit Schranken und Lichtzeichenanlage neu errichtet wurde.

Der Fahrgastverband PRO BAHN ist ohnehin der Auffassung, dass auf kleineren Bahnhöfen wie in Varel schon aus Kostengründen auf Aufzüge verzichtet werden sollte. Gegenüber einer von der DB angegebenen Summe von 500.000 Euro für Aufzüge stünden 200.000 Euro für einen gesicherten Gleisübergang. Ein solcher entspräche sowie so mehr den Interessen der Fahrgäste. Aufzüge zeichnen sich durch eine große Zahl von Nachteilen aus, von denen der gravierende für die Fahrgäste ist, dass sie nicht selten ausfallen. Eine Alternative außer Treppen stehe dann für Fahrgäste nicht zur Verfügung, so der Fahrgastverband. „Wir haben den Eindruck - wie so oft -, dass die Interessen und Ansprüche der Fahrgäste wieder einmal buchstäblich auf der Strecke bleiben“, resümiert der Regionalvorsitzende des Verbandes, Manfred Terhardt aus Jever.
Gleisübergang im Bahnhof Norden (24.9.2006)

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22. Sept. 2006 >>

Fahrgastverband PRO BAHN fordert Schießung der „Reisekette“ zwischen Neuharlingersiel und Esens

Eine Schließung der „Reisekette“ zwischen Esens und Neuharlingersiel hat der Fahrgastverband PRO BAHN gefordert. Nach seiner Auffassung ist das Busangebot zwischen dem Bahnhof in Esens und dem Fähranleger in Neuharlingersiel unzureichend. Während tagsüber mit den Buslinien 3333 und 4444 alle Schiffe nach Spiekeroog und in umgekehrter Richtung alle Nordwestbahn-Züge in Esens erreicht werden, ist dies in den Tagesrandlagen nicht möglich. Wer beispielsweise die Insel Spiekeroog nach 17.30 Uhr ver­lässt (Abfahrten je nach Tide um 18.00, 18.30 oder 18.45 Uhr) findet zwischen Neuharlingersiel und dem Bahnhof Esens eine „Reiselücke“ vor, weil zwar in Esens noch Züge fahren, aber der Buszubringer fehlt. Gleiches gilt morgens bei Schiffsabfahrten in Neuharlingersiel vor 9.30 Uhr (je nach Tide um 7.45, 8.00, 8.15 und 8.30 Uhr). Gerade für Tagesgäste der Insel Spiekeroog, die aus der Region Oldenburg/Ostfriesland kommen und mit Bahn und Bus anreisen wollen, sind die Tagesrandlagen von besonderer Bedeutung. „Es ist mehr als ärgerlich, wenn es zwar ein fahrplanmäßiges Schiffs- und Bahnangebot gibt, aber für den dazwischen verkehrenden Bus nicht“, meint der Regionalvorsitzende des Fahrgastverbandes, Manfred Terhardt aus Jever, aus eigener Erfahrung.

 

16. Sept. 2006 >> PRO BAHN: Ausbau Wilhelmshaven - Oldenburg hat auch Chancen für den Personenverkehr

Der Fahrgastverband PRO BAHN, Regionalverband Ems-Jade e.V., begrüßt die getroffene Entscheidung zum Ausbau der Bahnstrecke Oldenburg - Wilhelmshaven. Er erhofft sich von der Elektrifizierung und dem zweigleisigen Ausbau zwischen Varel und Jaderberg sowie zwischen Hahn/Lehmden und Rastede auch Vorteile für den Personenverkehr auf dieser Strecke. Eine höhere Geschwindigkeit sollte z.B. keine Utopie mehr sein. Außerdem bietet die Elektrifizierung die Chance, elektrische Züge durchgehend zwischen Bremen und Wilhelmshaven verkehren zu lassen.

Dennoch wirft der Ausbau beim Fahrgastverband PRO BAHN einige Fragen und Sorgen auf. Die NordWestBahn hat einen Verkehrsvertrag bis zum Jahre 2012 auf dieser Strecke und bietet einen Taktverkehr von und nach Osnabrück. Eine Ausweitung des Verkehrs von und nach Bremen mit vernünftigen Anschlüssen scheint daher mehr als schwierig zu sein.

Sorgen bereitet dem Verband auch die DB, die die Mittelbahnsteige in Sande und Varel stilllegen bzw. sogar abbauen möchte, um den Personenverkehr grundsätzlich in beiden Richtungen nur noch am jeweiligen Hausbahnsteig abzuwickeln. Dies wird wohl eher zu einer Fahrzeitverschlechterung führen.

Das größte Problem könnte jedoch darin bestehen, das sich der künftige Güter- und Personenverkehr in Sande und in Varel ständig kreuzen müssen. Was passiert, lässt sich eine Weiche nicht schalten und der Personenzug evtl. gar nicht an den Bahnsteig gelangen kann? Dann fehlt eine Ausweichmöglichkeit und er müsste die Bahnhöfe Sande und Varel ohne Halt durchfahren!

Hier wünscht sich PRO Bahn den Ausbau aller drei Mittelbahnsteige in Sande, Varel und in Rastede. Auf die teuren Gleisüberführungen mit Aufzügen für die Fahrgäste könnte die DB verzichten und mit höhengleichen und mit Schranken gesicherten Übergängen reagieren, wie dies zur Zeit als Neubau im Bahnhof Norden geschieht. Ein halbherziger Anfang wurde z.B. im Bahnhof Sande mit dem Neubau des Hausbahnsteigs gemacht. Hier wurde eine neue Überwegung angelegt, die jedoch am Gleis endet und nicht über die Gleise hinwegführt.

 

31. Juli 2006 >>

Ems-Jade-Bahn Nr. 49 erschienen

Ist in Sande (Kreis Friesland) ein Bahnsteig illegal durch die Deutsche Bahn stillgelegt worden?  Diese Hauptnachricht sowie viele andere zum Bahn- und Busverkehr stehen in der neusten Ausgabe der EMS-JADE-BAHN, dem Mitteilungsblatt für Fahrgäste in der Ems-Jade-Region, das unter www.ems-jade-bahn.de herunter geladen werden kann.
Wir wünschen interessante Unterhaltung und freuen uns auf Reaktionen.
PRO BAHN-Regionalverband Ems-Jade e.V.
 

30. Juli 2006 >>

Illegale Stilllegung eines Bahnsteigs ?

DB unterlässt Sanierung und sperrt  Bahnsteig in Sande

Sande. (ejb)  DB Station&Service (StuS) hat im Sander Bahnhof den Mittelbahnsteig zwischen den Gleisen 4 und 5 gesperrt. Der Bahnsteig sei in keinem verkehrssicheren Zustand. Die Bahnsteigkante an Gleis 5 neige sich an mehreren Stellen zum Gleis hin, was zum Absacken der Bahnsteigoberfläche geführt habe.

An Sonntagabenden wirkt sich diese Sperrung jedoch für Fahrgäste unliebsam aus. Verspätungen bis zu 10 Minuten sind die Folge. Nur an Sonntagabenden gegen 21.30 Uhr treffen sich im Sander Bahnhof vier Nordwestbahn-Züge. Da dann nur noch die Gleise 2 und 3 am so genannten Hausbahnsteig zur Verfügung stehen, kommt es unweigerlich zu diesen Verspätungen. Ansonsten treffen sich immer nur höchstens zwei Züge in Sande, so dass dieses Problem nur zu dieser Zeit auftritt. Ein Riesenproblem würde allerdings bei Ausfall der Einfahrweiche aus Richtung Varel auftreten. Dann müssten die Züge ohne Halt den Bahnhof Sande durchfahren.

Die Verkehrsregion Nahverkehr Ems-Jade (VEJ) hat zwischenzeitlich das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) in Hannover als Aufsichtsbehörde eingeschaltet, um prüfen zu lassen, ob die Sperrung rechtens ist. Dort ist man jedoch der Meinung, dass StuS keine geltenden Gesetze oder Richtlinien missachtet hat, die die Sicherheit und Ordnung im Eisenbahnverkehr betreffen. Falls durch die Sperrung des Bahnsteigs Verträge verletzt würden (z. B. mit der Nordwestbahn, d.Red.), sei das privatrechtlicher Natur.

Für den Regionalvorsitzenden des Fahrgastverband PRO BAHN, Manfred Terhardt (Jever) ist die Sperrung bzw. das Nichtwiederherrichten des Bahnsteigs durch DB Station&Service ein Skandal. „Hier zeigt sich, auch im Hinblick auf den Börsengang der DB, was passiert, wenn man es mit einem Monopolisten zu tun hat, der uneingeschränkt über die Eisenbahninfrastruktur verfügt“, so Terhardt.

Kritik übt er auch an der Auffassung des EBA, die DB habe keine Gesetze oder Richtlinien missachtet. Nach § 4 des Allgemeinen Eisenbahngesetzes sei die DB sehr wohl verpflichtet die Funktion des Bahnsteigs wieder herzustellen. In der Vorschrift heißt es unter anderem: „Die Eisenbahnen sind verpflichtet, ihren Betrieb sicher zu führen und die Eisenbahninfrastruktur in betriebssicherem Zustand zu halten“. „Deshalb hätte das EBA, nachdem es von der Sperrung durch die VEJ erfahren hat, gegen die DB Maßnahmen zur Herstellung eines rechtmäßigen Zustands ergreifen müssen“, meint Terhardt.

Für ihn ist die Sperrung und nicht Wiederherstellen des verkehrssicheren Zustandes des Bahnsteigs eine illegale Stilllegung von Eisenbahninfrastruktur. „Es kann nicht sein, dass die Fahrgäste mal wieder die Folgen dafür tragen müssen, dass einerseits Eisenbahnstruktur nicht in Ordnung gehalten wird und anderseits die entspreche staatliche Aufsicht versagt“, meint er resümierend.

 

31. Mai 2006 >>

Keine Bahnstation für Jaderberg !?

DB-Chef Mehdorn sieht derzeit keine Chancen auf Wiedereröffnung der Bahnstation Jaderberg an der Bahnstrecke Wilhelmshaven - Oldenburg. Nach einer Meldung der in Oldenburg erscheinenden Nordwest Zeitung vom 31. Mai hat er auf ein Schreiben dem Bundestagsabgeordneten Holger Ortel (Delmenhorst) entsprechend geantwortet. Mehdorn verweist in seiner Antwort auf eine Untersuchung der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), die im Jahre 2005 (richtig: im  Jahre 2000, d.R.) 24 von ca. 120 ehemaligen Bahnhöfen und Haltepunkten in Niedersachsen auf ihre Eignung zur Wiedereröffnung hatte untersuchen lassen. Lediglich 15 Stationen sollten danach wiedereröffnet werden. Im nordwestlichen Niedersachsen waren dies lediglich Burhafe (Strecke Sande - Esens, Dezember 2005 eröffnet) und Wüsting (Oldenburg - Bremen, voraussichtliche Eröffnung: Dezember 2006). Jaderberg fiel bei der Untersuchung durch. Das heißt, nach dem Ergebnis der Untersuchung ließ sich ein volkswirtschaftlicher Nutzen angeblich nicht nachweisen.
 

Nach Auffassung des Regionalverbandes Ems-Jade des Fahrgastverbandes PRO BAHN sind die von Mehdorn genannten Argumente, die fahrplantechnische Vertaktung und das geringe Fahrgastpotenzial, heute nicht mehr stichhaltig. Durch Beseitigung der Langsamfahrstellen an der Strecke Wilhelmshaven - Oldenburg sind Fahrzeitgewinne geschaffen worden, die für einen Halt in Jaderberg genutzt werden könnten. Außerdem habe sich das Fahrgastpotential durch Erschließung neuer Baugebiete in Jaderberg deutlich vergrößert, was aus dem Zugfenster unschwer zu erkennen ist. Zudem konnte im Jahre 2000 nicht abgeschätzt werden, wie sich die Fahrgastzahlen durch die Aufnahme des Verkehrs durch die Nordwestbahn im November 2000 allgemein entwickeln werden. Heute wissen wir, dass diese um 130% gestiegen sind. PRO BAHN ist deshalb der Meinung, dass vor diesem Hintergrund sechs Jahre nach Untersuchung eine Neubewertung vorgenommen werden muss.

1. Mai 2006

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Neuer Internetauftritt von PRO BAHN Ems-Jade

Völlig neu gestaltet und aktualisiert wurden die Internetseiten des Regionalverbandes Ems-Jade des Fahrgastverbandes PRO BAHN. Der Bereich Neuigkeiten wurde dabei deutlich ausgebaut. Die jeweils aktuellsten Meldungen sind bereits auf der Startseite www.pro-bahn.de/ems-jade enthalten. 

27. April 2006 >>

 

PRO BAHN macht konkrete Vorschläge zur Bahnlinie Wilhelmshaven - Bremen

Die direkte Bahnlinie zwischen Wilhelmshaven - Bremen (zwei Zugpaare täglich) war bereits im letzten Jahr in der Diskussion, weil die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) einzelne Züge dieser Linie abbestellt hatte. Der Fahrgastverband PRO BAHN ist der Meinung, dass vor Abstellung von Leistungen die Möglichkeiten der Attraktivitätssteigerung hätten ausprobiert werden müssen und hat deshalb zur Stärkung der direkten Bahnverbindung Wilhelmshaven - Bremen der LNVG einige konkrete Vorschläge gemacht. Das Schreiben an die LNVG mit den Vorschlägen können Sie hier nachlesen.

23. April 2006

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PRO BAHN fuhr mit dem Moorexpress 

Mit über 50 Teilnehmern unternahm gestern der PRO BAHN-Regionalverband Ems-Jade einen Ausflug nach Worpswede. Ziel war hier unter anderem eine Fahrt mit dem legendären Moorexpress. Der Moorexpress verkehrt ab dem 29. April 2006 regelmäßig an Wochenenden zwischen Stade und Bremen Hbf. Einzelheiten zum Moorexpress und zum Fahrplan siehe unter www.moorexpres.net.

22. April 2006 >>

 

Fahrgastzuwachs sorgt für Engpässe

In einem Zeitungsbericht der Wilhelmshavener Zeitung und Nordwest Zeitung nimmt der PRO BAHN-Regionalverband Ems-Jade Stellung zu den Fahrgastzuwächsen auf den Bahnstrecken Esens - Sande - Wilhelmshaven und Wilhelmshaven - Oldenburg - Bremen. Er begrüßt einerseits die teilweise ernormen Zuwächse, teilweise führen sie aber auch zu Engpässen bei den Sitzplatzkapazitäten in den Zügen. Einzelheiten siehe hier (Zeitungsausschnitt aus der Wilhelmshavener Zeitung)

     
 
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