Bettina von Arnim 

Lebensdaten:

Werke: Zur Autorin:
Sie war die Schwester von C. Brentano und die Gattin von Achim von Arnim. Sie pflegte eine Korrespondenz mit Goethe. Im Jahr 1811 brach sie aber mit Goethe diesen Briefkontakt ab. Nach dem Tod ihres Mannes verfolgte sie eine eigene Schriftstellerkarriere. Sie schrieb zum Teil politische Bücher. Ihr Gesamtwerk umfaßt sieben Bände. Ihre Schriften richten sich gegen Egoismus, Konventionen, Philistertum, Todesstrafe und den mittelalterlichen Strafvollzug. Sie setzte sich für soziale Gerechtigkeit, geistiger Freiheit, Freiheit der Religion und für eine konstitutionelle Verfassung ein. Sie führte einen Briefwechsel mit dem König von Preußen Friedrich Wilhelm IV. dem sie auch zwei Bücher widmete ("Dies Buch gehört dem König" und "Gespräche mit Dämonen"). Die Bücher wurden in Bayern und Österreich verboten.. Sie wies lange vor Gerhard Hauptmann auf die Mißstände der schlesischen Weber hin und nahm sich den hilfsbedürftigen Juden an. In der Öffentlichkeit wurde Bettina von Arnim als eine Führungsperson beim Aufstand 1848 gesehen. Als in Berlin die Cholera wütete, half und pflegte sie die Kranken selbstlos. Ihren regen Briefwechsel mit der Dichterin und Freundin Karoline von Günderrode verarbeitete sie in dem Buch "Die Günderrode". Sie bewunderte Hölderlin und setzte sich für die Gebrüder Grimm ein, als diese ihre Lehrstühle in Göttingen verloren. Durch Bittgesuche beim König rettete sie einigen revolutionären Geistern das Leben.
Am Ende ihres Lebens stellte sie fest:
"Ich bin zum mindesten nicht unfruchtbar für die Menschheit gewesen, denn viele haben ihre Köpfe noch auf dem Rumpf, denen sie gewiß verloren wären, wenn ich nicht mit beinahe übermenschlicher Anstrengung darum gekämpft hätte."