Günter Grass 

Lebensdaten:

Werke: Zum Autor:
Grass wurde von polnisch-deutchen Eltern geboren. Sein Vater war Kolonialwarenhändler. 1945 wurde er im Zweiten Wellkrieg verwundet. Er geriet in amerikanische Kriegsgefangenschaft aus der er 1946 zurückkehrte. Bei Hildesheim arneitete er 1946/47 im Kali-Bergbau. Danach studierte er erst in Düsseldorf dann in Berlin Bildhauerei und Graphik. 1955 stieß er zur Gruppe 47. Seine Romane werden als große Werke des Zwanzigsten Jahrhunderts gesehen, doch auch zum Teil sehr scharf in die Kritik genommen. 1999 bekommt er den Nobelpreis für Literatur.

Stimmen zur Entscheidung, daß Günter Grass mit den Nobelpreis für Literatur 1999 ausgezeichnet wird:

"Ich freue mich mit meinem langjährigen Freund. Günter Grass hat den Preis wahrlich verdient." "Das ist eine gute Nachricht für die deutsche Literatur." Johannes Rau (Bundespräsident)
"Ich finde, dass damit einer der größten Schriftsteller dieses Jahrhunderts ausgezeichnet wurde." Gerhard Schröder (Bundeskanzler)
"Das Land kann stolz sein. Es ist wunderbar, das ist eine hohe und verdiente Auszeichnung." Christoph Hein (deutscher PEN-Präsident)
"Der Nobelpreis für Grass bedeutet, dass die Literatur des politischen Engagements nicht der Vergangenheit angehört, wie man nach der Kompromittierung des kommunistischen Engagements hätte glauben können." Czeslaw Milosz (polnischer Dichter)
"Das war fällig, wir haben lange darauf gewartet. Allein für die 'Blechtrommel' hatte Grass den Preis längst verdient." Martin Walser (deutscher Schriftsteller)
"Auf diese Entscheidung haben wir schon viele Jahre gewartet." Roland Ulmer (Vorsteher des Börsenverein des Deutschen Buchhandels)
"Das war überfällig. Seit den 'Buddenbrooks' von Thomas Mann hat es kein Buch mehr gegeben, dass wie die 'Blechtrommel' schon allein den Nobelpreis verdient hätte." Thomas von Vegesack (schwedische Verleger)
"Kein anderes Oeuvre der deutschen Nachkriegsliteratur hat in gleichem Maße weltweite Anerkennung gefunden wie dasjenige dieses schwierigen, phantasievollen Autors aus Danzig." Michael Naumann (Kulturstaatsminister)
"Ich freue mich, dass es ein deutscher Autor und dass es Günter Grass geworden ist, der schon lange auf der Liste stand." Michael Krüger (Verleger des Münchner Carl-Hanser-Verlages)
"Ich freue mich mit ihm zusammen. Da kann man nur gratulieren." Stefan Heym (deutscher Schriftsteller)
"Ausgezeichnet wurde mit ihm (Grass) auch die deutsche Sprache, die sich im Zeitalter des Pidgin-German durch ihn in der Fülle ihrer auch heute noch grandiosen Möglichkeiten präsentiert." Walter Jens (früherer PEN-Präsident)
"Ich freue mich, dass ein so widerborstiger, so unbequemer und doch so unentbehrlicher Geist diese Anerkennung erfährt... Der Nobelpreis für Günter Grass ist ein Glücksfall für die deutsche Literatur." Johano Strasser (Generalsekretär des deutschen PEN-Zentrums)
"Ich gratuliere Günter Grass zu seinem späten Glück." Wolf Biermann (deutscher Autor)
"Es sollte zu denken geben, dass mit Grass ein politischer Literat ausgezeichnet wurde. Der Nobelpreis für ihn ist eine wichtige Aussage in einer immer stärker entpolitisierten Kulturlandschaft." Fred Breinersdorfer (Vorsitzender des Verbands deutscher Schriftsteller)