Wolfgang Borchert: Draußen vor der Tür


Draußen vor der Tür ist Borcherts Hauptwerk. Das Hörspiel handelt von dem Kriegsheimkehrer Beckmann, der sich in seiner Heimatstadt Hamburg nicht mehr zurecht findet. Keiner gibt ihm eine Chance und er hat keine Person an die er sich wenden kann. Er hat alles verloren und gehört nicht zur neuen Gesellschaft, sondern befindet sich draußen vor der Tür. Das Hörspiel fragt nach den warum des Mordens. Weiter handelt er von der Gleichgültigkeit der Menschen und das die Menschen den Glauben an das Gute verloren haben. Borchert hat das Stück innerhalb von nur acht Tagen im Spätherbst 1946 geschrieben. Es wurde von Nordwest-deutschen Rundfunk am 13. Februar 1947 uraufgeführt und häufig wiederholt.
Einen Tag nach dem Tod des Dichters Borchert wurde das Stück in Hamburg im Theater uraufgeführt. Unter dem Titel "Liebe 47" wurde das Hörspiel verfilmt.

"Das Stück `Draußen vor der Tür` von Wolfgang Borchert - der größte Nachkriegserfolg - war in jeder Szene Herausforderung an eine Macht, von der bisher beglaubigte Lebenswerte zunichte geworden waren. Der utopische Stationenweg des expressionistischen Dramas führt angesichts der Apokalypse ins Nichts. Die Frage nach dem Wert des Lebens wurde in Borcherts Stück durch negative Antworten zu höchster Dringlichkeit gesteigert. Das verlieh dieser Folge von Bildern die intensive Spannung...Borcherts Stück ist in einen offenen Horizont hineingeschleudert, als Frage, als Anklage, als Verwünschung. Es erhebt die Frage nach dem Wert des Lebens auf dem Boden radikaler Vernichtung und erzielt dadurch seine erschütternde Wirkung." Karl August Horst, 1957