Klaus Mann: Flucht in den Norden


Der Roman beginnt im finnischen Exil. Johanna ist eine deutsche Kommunistin, die es nach einer Verhaftung und Wiederfreilassung schafft aus dem Nazideutschland nach Skandinavien zu fliehen. Dort trifft sie Karin, eine Freundin, die sie vor Jahren in Berlin kennengelernt hatte, wieder. Die Zuneigung, die sie erst für Karin empfindet, findet sie später bei Karins älteren Bruder Ragnar wieder.
Bei der Familie Karins auf dem Landgut verlebt sie die nächsten Tage. Sie freundet sich mit der Mutter an und lernt die Haushälterin Suse (eine Hannoveranerin) kennen. Diese hat Liebeskummer und berät sich mit Johanna. Die beiden haben aber eine ganz unterschiedliche Auffassung vom neuen Deutschland. Johanna ist gegen das neue System. Suse "hält ihren Vaterland die Treue".
Ragnar und Johanna unterhalten eine Liebesbeziehung, obwohl sie einen Freund (Bruno) in Paris hat. Als Ragnars Bruder Jens (ein Nationalsozialist) auf das Gut kommt, geraten die Brüder über die Führung des Gutes in Streit. Mit Jens kommt auch die Extravagante Yvonne aufs Gut. Ragnar, Yvonne und Johanna entscheiden sich nach dem Streit der Brüder eine Reise zu unternehmen. Auf dieser Reise erlebt Yvonne einen schweren persönlichen Schicksalsschlag, der ihre Lebenseinstellung ändert. Sie will ein neues Leben anfangen und verläßt das Pärchen auf der Reise. Ragnar und Johanna fahren daraufhin nach Grönland. Johanna merkt hier, nach dem sie vom Tod ihres Freundes Bruno aus Deutschland hört, daß sie so nicht weiterleben kann und nach Paris zu ihren Freunden reißen muß um ihnen im Widerstand zu unterstützen.