Der Roman spielt in Österreich zur Zeit vor und nach dem ersten
Weltkrieg. Die Hauptfigur ist der Ich-Erzähler dieser Geschichte,
welcher von Beruf Mediziner ist. Sein Leben hat er ständig Probleme
in der Beziehung zu seinem Vater. Dieser ist ein anerkannter und hochgeschätzter
Augenspezialist. Die Beziehung zwischen Vater und Sohn gerät immer
wieder in Konflikte wie z. B., daß der Sohn eine bürgerliche
heiratet und sich nicht mit den väterlichen Zukunftsplänen anfreundet.
Seine Liebe zu seinem Vater verläßt ihn aber nie. Er liebt ihn
abgöttisch. Im ersten Weltkrieg wird er schwer verletzt, wobei er
beinahe sein Bein verlor. Seine Ehe, aus der ein Sohn entsprang, zerbricht
und er verliebt sich wieder in seine alte Jugendliebe, die schwer krank
ist.
Fazit: Ein mitreißender Roman welcher real wirkt und eine fesselnde
Geschichte erzählt.
"Es ist das hundertprozentige Gegenteil von Pathos und Gehoebenheit. Der Autor strengt nie die Stimme an. Die Dinge gleiten ganz reibungslos durch die simple Sprache. Es ist eine Erzählung eher als ein Roman, das Buch berichtet und man hat (großes Lob) das Gefühl, es könnte alles wahr sein." Alfred Döblin
"Der Roman hat einen eigentümlichen Reiz, der nicht ausschließlich
auf die wunderbar klare und plastische Prosa zurückzuführen ist,
die Weiß in einer Vollendung beherrscht, die heute selten ist. Die
Figuren dieses Romans sind aus Fleich und Blut, und selbst die widersprüchlichsten
Charaktere wie die der Vally oder des Vaters, bei dem Geldgier, Versorgungswahn,
hohe ärztliche Kunst, Skrupellosigkeit und Kälte sich mit dem
Charme eines hazardierenden Genies mischen, sind dem Autor glänzend
gelungen. Das Besondere dieses Buches besteht aber unserer Ansicht nach
darin, daß es trotz der äußersten Beschränkung auf
einen eizigen, und dazu noch komplizierten und dazu noch psychologischen
Tatbestand, ein streng realistisches Bild der Wirklichkeit und ein nicht
geringes Maß von Totalität gibt. Ernst
Ottwalt
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