| 1) | Unsere REALE Lebenswelt können wir mit unseren fünf Sinnen erfahren und erforschen. | ||||||||||
| 2) | Alle Aussagen und Hypothesen, die sich auf Phänomene beziehen, die außerhalb unserer, sinnlich erfassbaren Erfahrungswelt liegen, können immer nur einen „spekulativen“ Charakter haben. | ||||||||||
| 3) | Die Eigenschaften und Güte eines Menschen können wir an seinen Worten und Taten erkennen. | ||||||||||
| 4) | Die Eigenschaften und Güte von vermuteten außerirdischen oder transzendenten Lebewesen können wir ebenso an ihren erfahr- und überprüfbaren Worten und Werken erkennen, sofern diese Wesen überhaupt existieren und eine reale Beziehung zu uns aufgenommen haben. | ||||||||||
| 5) | Der (vermutete) Gott der drei monotheistischen Religionen wird in der Genesiserzählung (von Adam bis Jakob) als „Der Herr“ geschildert, der sich in Menschengestalt mit seinen Geschöpfen unterhält. | ||||||||||
| 6) | Seit Moses agiert der selbe „Herr“ als unsichtbarer, furchterregender Geist namens JAHWE im Hintergrund, der jeden Normalsterblichen tötet, wenn er ihm zu nahe tritt. Er zeichnet sich durch eine Menge menschlicher Untugenden aus: Eifersucht, Eitelkeit, Zorn, Zerstörungswut und Mordlust. Er belohnt die folgsamen Gläubigen mit irdischen Reichtümern und einem langen, glücklichen Erdenleben. Die Unbotmäßigen tötet er auf vielfältige Weise oder lässt sie von seinen Gläubigen grausam umbringen (Steinigung und andere „göttliche“ Tötungspraktiken). | ||||||||||
| 7) | Seit JESUS, dem angeblich menschgewordenen Sohn des JAHWE gibt es noch eine weitere Gottperson, den Heiligen Geist, der diesen Jesus im Schoße der Jungfrau Maria „gezeugt“ haben soll. | ||||||||||
| 8) | Mit
der „Menschwerdung des Gottessohnes Jesus“ hat uns Jahwe (der Chef des
göttlichen Triumvirats) ein völlig neues Geschenk serviert: Eine ewige
Glückseligkeit in einem ewigen Himmel, dazu wahlweise eine ewige
Schmerzenspein in einem ewigen Feuerpool, genannt Hölle. Zu beidem kann
man auf recht
unterschiedliche Art und Weise gelangen:
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| 9) | Seit Mohammed beschränkt sich der Gottesglaube wieder auf eine einzige Gottesperson : ALLAH, der Einzig- Wahre und All-Weise. Die Juden und Moslems leugnen den dreiköpfigen Christengott: Vater, Sohn und Heiliger Geist. |
Die unterschiedlichen „Gottesvorstellungen“ zeigen uns, dass diese ebenso einer „Evolution“ unterworfen waren, wie die von diesen Göttern (?) erschaffene Natur. Folglich kann kein „Gottesgläubiger“ gegenüber seinen Mitmenschen nachweisen, daß seine derzeitigen Gottesvorstellungen und Gotteshypothesen in irgendeiner Form mit den erfahrbaren REALITÄTEN dieser, unserer Welt übereinstimmen. Er kann lediglich von seinen ganz subjektiven Erlebnissen berichten, die er mit seinen persönlichen Gottesvorstellungen gemacht hat. Mehr auch nicht. Kein Mensch kann fordern, dass solche subjektiven Erlebnisse und deren individuelle Interpretationen vom Rest der Welt als eine allgemeingültige, objektive Wahrheit anerkannt werden.
Jede Lebewesenart besitzt nur jene Sinnesorgane und dementsprechend auch jene dazu passenden Gehirnzellen, die es für sein (artspezifisches) Leben benötigt. Jedes irdische Lebewesen kann (nachweisbar) nur mit Hilfe seiner Sinnesorgane Kontakt zu seiner (nachweisbaren) Umwelt aufnehmen. Ist die Funktionsweise dieser Sinnesorgane und ihrer dazugehörigen Hirnzellen (biologisch, chemisch, physikalisch) gestört, so ist auch die Kontaktaufnahme zur Außenwelt gestört. In diesem Falle enthält der Mensch nur ein unrealistisches Bild von sich und seiner Umwelt. Erst der Erfahrungsaustausch mit anderen, gleichartigen Lebewesen kann das gestörte Bild halbwegs korrigieren (objektivieren). Die Welt, in der wir REAL leben, spielt sich NUR auf der „Leinwand“ unseres Menschengehirns ab. Unsere subjektiv erlebte Welt ist immer nur eine „artspezifisch erlebte“ (menschliche oder tierische) Welt, die sich von den „artspezifischen“ Lebenswelten aller anderen Lebewesenarten grundlegend unterscheidet. Die Signale, die von unseren menschlichen fünf Sinnen ausgehen werden in unserem Gehirn gesammelt und verarbeitet. Hierbei vermittelt uns eine Vielzahl von chemisch-physikalisch-biologischen Prozessen, die in Milliarden, untereinander vernetzten Hirnzellen ablaufen, einen mosaikartigen Bildausschnitt von jener Teilwelt, in der sich unser Dasein abspielt. Ob diese (hirnspezifische)Teilwelt mit der realen Wirklichkeit übereinstimmt, das werden wir wohl nie erfahren und nachweisen können. Es ist aber töricht, diese Lücke mit irrealen Annahmen füllen zu wollen, die einzig und allein der menschlichen Phantasie entsprungen sind.
Alle transzendenten, metaphysische Vorstellungen von unserer Außenwelt, sind Produkte unseres Gehirns, die in gut lokalisierbaren Gehirnregionen gespeichert sind , wobei unser genetisches Instrumentarium, unser Gedächtnis und unsere Erziehung und Lebenserfahrung die Regieassistenten dieses Speichervorganges waren. Auch die persönlichen Besonderheiten unserer Gefühlswelt sind genetisch vorprogrammiert und werden dementsprechend von jedem Menschen anders bewertet. Wer beispielsweise behauptet, einen (sogenannten) sechsten Sinn zu besitzen, der allen anderen fünf Sinnen seiner Mitmenschen überlegen ist, gibt zu erkennen, das er einen (meist genetisch programmierten) Hang zur Mystik hat. Mystische Vorstellungen, Visionen und Halluzinationen können durch körpereigene oder von außen hinzugeführte Chemikalien sowie durch elektromagnetische Gehirn-Stimulationen hervorgerufen, verstärkt......oder auch abgeschwächt werden. Wie jeder Einzelne diese mystisch-paranormalen Erlebnisse deutet, das hängt von seiner genetischen Beschaffenheit, seiner frühkindlichen Erziehung und Prägung, seiner Umwelt sowie seiner späteren Lebenserfahrung ab. Folglich kann es nie eine allgemein gültige Deutung bzw. Interpretation der subjektiv erlebten Visionen und Halluzinationen geben
Die Existenz außerirdischer Wesen, seien es fliegender Elefanten, Drachen oder Engel, kann kein Mensch nachweisen. Er kann zwar an ihre Existenz (subjektiv)„glauben“, aber (objektiv)„wissen“ kann er darüber nichts. Es kann für die Menschheit sehr gefährlich werden, wenn jemand seinen subjektiven Glauben, seine mystischen Visionen oder Halluzinationen (bzw. seinen sechsten Sinn) mit einem objektiven WISSEN verwechselt und dieses „Pseudo-Wissen“ jedem anderen Mitmenschen einzubläuen versucht.. Die „Kriminalgeschichten“ solcher Halluzinationen (weltanschauliche, religiöse, politische) haben bekanntlich eine lange Blutspur in der Menschheitsgeschichte hinterlassen.
Irre Hypothesen führen immer in die Irre, oft genug sogar in die Katastrophe. Das beste Indiz für die Richtigkeit oder Unrichtigkeit von Hypothesen, Vermutungen, Behauptungen, mystischen Visionen und „Gotteserlebnissen“ sind stets die praktischen Ergebnisse, die diese Hypothesen, Vermutungen und Visionen im Leben und im Umfeld der jeweiligen „Mystiker“ erbracht haben. An den Früchten kann man die Güte eines Baumes, auch eines „mystischen Baumes“ bzw. einer „mystifizierten Weltanschauung“ erkennen. Es wäre aufgrund dieses Sachverhalts äußerst unvernünftig, wenn wir unser Leben nach den individuell unterschiedlichsten biologisch-physikalisch-chemischen Gehirnprozessen von Mystikern, Wahrsagern, Hellsehern, Visionären und Propheten ausrichten würden, die sich zudem noch untereinander als Ungläubige und Schwindler titulieren und sich gegenseitig zur Hölle wünschen.
Die bisherige, turbulente Geschichte der monotheistischen Religionen müsste doch bis dato jedem klar denkenden Menschen die Augen geöffnet haben.......vorausgesetzt, er ist der „Herr“ seiner fünf Sinne und nicht das „Opfer“ von Unsinnigkeiten, die ihm sein „sechster Sinn“ vorgaukelt. Wir können unser Leben nur ausrichten nach den fundierten (für jedermann nachweisbaren) Erkenntnissen unserer von aller Welt anerkannten Natur-Wissenschaftler, die – im Gegensatz zu allen Glaubentheoretikern - ihre derzeitigen Erkenntnisse immerfort überprüfen, vervollständigen und sich somit immer zielsicherer den REALITÄTEN unseres Daseins annähern.
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