„Die „Nächstenliebe“ ist keine christliche Erfindung. Sie ist für jede Sippe (der „Nächste“) genetisch vorprogrammiert – nicht nur bei den Primaten – sonst würde keine Sippe im naturgegebenen Konkurrenzkampf überleben können. Sogar bei den einzelligen Amöben kann ein Sozialverhalten festgestellt werden (lt. Weizmann-Institut). Bei den Moslems ist die Nächstenliebe seit dem 7. Jahrhundert gesetzlich verankert (dank der diesseits bezogenen Verhaltensregeln des Korans gegenüber den Hilfsbedürftigen und Armen). Das soziale Netz war seit Jahrhunderten in den moslemischen Ländern besser ausgebaut als im katholischen Mittel- und Südamerika oder in Russland. Unsere deutsche, gesetzmäßig verankerte „Nächstenliebe“ haben wir erst 1100 Jahre nach Mohammed den Humanisten zu verdanken und nicht den christlichen Theologen. Ebenso wurde die - von Petrus und Paulus befürwortete - Sklaverei auf Betreiben unserer Humanisten gesetzlich verboten. Vergessen wir nicht, dass eine Neuerfindung der Christen nicht „Nächstenliebe“ hieß, sondern HÖLLE heißt. Mit der Höllenkeule, einschließlich der in Rom erfundenen zusätzlichen fünf Kirchenge- und Ver-bote (besser bekannt unter dem Namen „Kirchenamtliche Höllensünden“) wurden ersteinmal viele christenkirchliche Verbrechen ermöglicht, wie z.B. die 100 000 höllischen Hexenverbrennungen in unserem, ach so christlichen Europa.
Verhaltensforscher und Psychologen haben sich eingehend mit dem Phänomen der Angstpsychosen befasst, die schon bei katholischen Schulkindern, aber ganz besonders bei katholischen Erwachsenen auftreten. Eine Nichtbefolgung der Kirchengebote, die kirchlicherseits verdammten konfessionellen Mischehen, sowie jegliche Empfängnisverhütung und dergl., hinterlassen bei kirchentreuen, sensiblen, „frommen Sündern“ eine lebenslange Angst vor den angedrohten ewigen Höllenstrafen.
Unserer landläufigen Auffassung von Nächstenliebe widerspricht dem Naturprinzip vom „Fressen und Gefressenwerden“. Dieses grausame Prinzip ist die Voraussetzung für die natürliche Selektion aller Lebewesen. Der „Kampf ums Dasein“ ist leider ein gottgeschaffenes (?) Naturgesetz, das auch durch keine Religion gemildert werden kann. Unsere menschlichen Gefühle (wie Liebe, Freude, Trauer) können wir auch bei den Wirbeltieren ausmachen. Nur äußern sie sich dort nicht „menschlich“, sondern „artspezifisch tierisch“ und können, ebenso wie bei uns Menschen, in chemischen Prozessen bestimmter Gehirnregionen nachgewiesen werden.
Ein allumfassendes göttliches Liebesgebot müsste heißen: „Liebet alle eure Mitgeschöpfe. die Gott geschaffen hat: Menschen, Tiere und Pflanzen“. Doch der Bibelgott JAHWE befiehlt im Buch Genesis: „Machet euch die Erde untertan.......mit allen Tieren und Pflanzen.“ Der monotheistische Gottesglauben hat sich bekanntlich weniger in Werken der Nächstenliebe, als in blutigen, innerchristlichen Machtkämpfen, in Verfolgungen, Folterungen und Vertreibungen Andersgläubiger und im Verbrennen von Hexen und Häretikern ausgewirkt. Diese Verbrechensberichte füllen mehr Bände als alle Heiligenlegenden zusammen (siehe „Kriminalgeschichte des Christentums“ von Karlheinz Deschner). Es ist schon recht sonderbar, dass sich ausgerechnet die Christgläubigen als Erfinder der Nächstenliebe propagieren, obwohl sie die Nächstenliebe doch seit ihrem Bestehen mit Füssen getreten haben. Hatte doch ihr eifersüchtiger Gott JAHWE stets die Verfolgung und Vernichtung der Nicht-Jahwe-Gläubigen befohlen. Ein Befehl, den auch heute noch die Fundamentalisten unter den Juden und Moslems (nach den göttlichen Anweisungen in den fünf Mosesbüchern) gehorsam befolgen. Hätten wir in Europa nicht die segensreiche Epoche der humanistischen „Aufklärung“ erlebt, dann würden sich die unterschiedlichsten Christengemeinden, -Gruppen und -Grüppchen weiterhin mit „Feuer und Schwert“.....im Namen ein- und desselben Christengottes umbringen ! Das ist nun mal die praktizierte Nächstenliebe der paulinisch-christlichen Art, die unsere Theologen immer schamvoll verschweigen ! Die jahrhundertelangen, millionenfachen blutigen Verbrechen der Christgläubigen können auch nicht durch das kürzlich erfolgte (kostenlose) „mea culpa“ des Papstes weggewischt werden. Die unblutigen, stillen Verbrechen mit Hilfe der Höllenkeule (siehe oben) gehen sowieso weiter ! Auf dieses Zuchtmittel wird auch in Zukunft kein Papst verzichten wollen.
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