Die Sintflut aus christlich-biblischer Sicht(entnommen aus der Luther Bibel) Gott sah auf die Erde und er sah, dass die Menschen boshaft waren und voller Frevel. Gott bereute, dass er die Menschen erschaffen hatte und er wollte sie mitsamt allem Vieh von der Erde vertilgen. Nur Noah und seine Familie fand Gnade in Gottes Augen, denn Noah war ein rechtschaffener und gottesfürchtiger Mann. Gott befahl Noah einen Kasten aus Tannenholz zu bauen mit Kammern darin. Gott gab auch Anweisungen für die Maße der Arche. Gott sprach zu Noah, dass er eine Sintflut über die Erde kommen lassen werde, die alles Fleisch (Leben) von der Erde auslöschen werde, welches nicht in der Arche ist, dass er aber nach der Sintflut mit ihm (Noah) einen Bund schließen wolle. Gott trug Noah ebenfalls auf, von jedem Fleisch (Tier) ein Paar mit in die Arche zu nehmen, von einigen Tieren sogar 7 Paare und ebenfalls Essbares für seine Familie und die Tiere. In genau 7 Tagen von heute (dem Tag der Verheißung) an, solle die Sintflut beginnen. Es soll 40 Tage und Nächte hintereinander regnen. 150 Tage lang stieg das Wasser, dann besann sich Gott auf Noah und schickte Wind, der die Wassermassen auseinander trieb. Nun ließ Noah Vögel fliegen, die trockenes Land finden sollten. Zuerst schickte er einen Raben, aber der kam ohne sichtbares Zeichen zurück. Dann schickte er eine Taube, aber die fand auch kein trockenes Land. Einige Tage später schickte er die Taube nochmals raus. Diese kam mit einem Ölzweig zurück. Das war das Ende der Sintflut. Als Noah mit seiner Familie und den Tieren aus der Arche kamen, schloss Gott mit Noah den verheißenen Bund und sprach: „Vermehret Euch“.
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Die Sintflut aus griechisch-mythologischer Sicht(entnommen aus dem Buch: Sagen des klassischen Altertums) Dem Himmelvater Zeus war viel Schlimmes von der Schlechtigkeit der Menschen zu Ohren gekommen. Zeus hoffte, dass diese Gerüchte unwahr oder zumindest übertrieben seien und stieg vom Olymp herab, um sich unter die Menschen zu begeben. Er fand die Wahrheit noch schlimmer als das Gerücht. Überall traf er Verwilderung und Verruchtheit. Er wanderte durch Arkadien und kam schließlich nach Lykosura in das Haus von König Lykaon. Er gab sich als Gott zu erkennen, aber Lykaon verlachte ihn und sprach: „Ich werde schon sicher erproben, ob er ein Gott ist oder ein sterblicher Mensch“. Lykaon ermordete eine Geisel aus dem Volk der Molosser und briet dessen Fleisch, das er dann Zeus vorsetzte. Vor Zorn zerschmetterte Zeus mit einem seiner Blitze das Haus des Lykaon. Zeus ist nun entschlossen alle Menschen zu vernichten. Er kehrt in den Olymp zurück und beruft einen Rat sämtlicher Götter ein. Alle Götter willigen der Vernichtung ein, sie sind aber besorgt, wer ihnen dann Opfergaben darbringen werde. Zeus versprach die Erde mit einem neuen, besseren Menschengeschlecht zu bevölkern. Zeus ließ nun den regenbringenden Notos, den Südwind wehen und dichte Regengüsse strömen vom Himmel. Poseidon befielt den Wassern sich zu einer Masse zusammenzutun. Die ganze Erde ist überflutet nur der Parnassus, ein gewaltiger Berg zwischen Oeta und dem Land Böotien ragt noch heraus. Dort landete ein kleines Schiff nach langer Irrfahrt. Im Schiff waren der gerechte Deukalion und sein frommes Weib Pyrrha. Deukalion war ein Sohn des Prometeus, Pyrrha eine Tochter der Pandora. Deukalion hatte sich auf Rat seines Vaters Prometeus (Prometeus ist ein Gott aus dem Geschlecht der Titanen, welche vor den Olympianern herrschten) ein festes, wohlüberdecktes Schiff gezimmert und mit Lebensmitteln versehen. So entging er dem Untergang des Menschengeschlechts. Als Zeus sah, dass die Beiden (Deukalion und Pyrrha) überlebt hatten und merkte, wie unsträflich und fromm die Beiden waren, zerstreute er die Wassermassen, so dass wieder Land sichtbar wurde. Sie gingen darauf in die Orakelstätte von Delphi und beteten im Tempel. Die Göttinmutter Themis höchstpersönlich sprach zu ihnen, sie sollen die Gebeine der großen Mutter Erde Gaia hinter sich werfen. Sie warfen also Steine hinter sich, die mit Schlamm bedeckt waren und aus jedem geworfenen Stein wurde ein Mensch und daraus das noch heute existierende Menschengeschlecht. |
Bibel |
griechische Mythologie |
| Noah mit Frau, 3 Söhne jeweils mit Frau | Deukalion und Pyrrha |
| Gott ist erzürnt über die Menschen | Zeus ist erzürnt über die Menschen |
| Gott befielt einen Kasten zu bauen | Prometeus empfiehlt ein Schiff zu bauen |
| Gott schließt Bund und sagt: „Vermehret Euch“ | Erschaffung neuer Menschen mit Steinen auf Geheiß der Göttin Themis |