Bild t-online berichtete am 10.04.2004:

Es seien 300.000 Deutsche im vergangenen Jahr aus der Kirche ausgetreten. In den letzten 6 Jahren verloren die christlichen Kirchen fast 2 Mio. Mitglieder und damit sei die Quote in Deutschland auf  60%. Christoph Böhr (Parteivize CDU in Rheinland-Pfalz) weiß Rat:

Steuerliche Anreize zum Verbleib in der Kirche!

20% der Kirchensteuer sollen direkt von der Einkommensteuerschuld abgezogen werden können. Damit könne der "durchschnittliche Kirchensteuerzahler leicht rund 100 Euro im Jahr sparen". "Ohnehin sei die Steuer- und Abgabenlast in Deutschland viel zu hoch."

BILD: "Der Parteivize fordert die Bundesregierung auf, das Steuermodell zu prüfen. Nach seiner Ansicht würden nicht nur die Kirchen, sondern auch der Staat davon profitieren. „Die Kirchen betreiben schließlich zahlreiche Kindergärten, Krankenhäuser, Schulen oder Sozialstationen.

Für soziale Einrichtungen geben katholische und evangelische Kirche jährlich rund vier Milliarden Euro aus. Das entspricht etwa der Hälfte ihrer Steuereinnahmen. Mit 1,3 Millionen Beschäftigten sind die Kirchen einschließlich ihrer Sozialwerke nach der öffentlichen Hand die größten Arbeitgeber in Deutschland."

Infos zum Engagement der Kirchen

Kommentar.

Falls dieser Vorschlag sich durchsetzen sollte:

- finanziert der Staat 20% der Kirchensteuer durch Einkommensteuerverluste.

- 60% der Deutschen sind kirchensteuerpflichtig.

- Kirchensteuer beträt 8 bzw. 9% der Einkommensteuer (nach Abzug von Kinderfreibeträgen). Rechnen wir vorsichtshalber mit 8%.

- 1/5 der Kirchensteuer wird der Einkommensteuer belastet.

- Also beträgt die Kirchensteuer nicht mehr 8%, sondern nur noch 6,4%. Um den Differenzbetrag sinkt die Einkommensteuer. Bei 60% der Bevölkerung

Einkommensteuerverluste müssen aufgefangen werden. Wodurch? Durch Steuererhörungen für alle.

Steuersparmodell durch Kirchenzugehörigkeit, das ist das Böhrsche Modell.