Ende Mai 99
Alles Seiten des "Authors" sind mit neuem
Datum versehen. Die Aussagen wurden kaum oder gar nicht geändert.
Niedlich liest sich das letzte Kapitel (mehr Info hier!) über Glaubensgründe
gegen Vernunft!
April 99
Im März und April hat der "Author"
nochmals einige Seiten upgedatet. Die Änderungen beurteile ich ähnlich
wie die vorhergehenden. Ich habe diese Seite daraufhin überarbeitet
und angepaßt.
Ach ja: die Evangelis haben einen Link zu dieser Seite gesetzt. Vielen herzlichen Dank dafür! Die Beschreibung:
"Versuch diese Seiten auszuwerten und Fehler aufzuzeigen. Leider nur unsachlich und stark polemisch und somit unbrauchbar. Jedoch beispielhaft für den "Glaubenskrieg" auf diesem Feld."ist natürlicherweise subjektiv, und ich will gar nicht versuchen, dagegen zu argumentieren. Daß es sich aber um einen "Glaubenskrieg" handelt, ist ganz bestimmt nicht meine Interpretation dieser Auseinandersetzung!
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Diese Kritik bezieht sich im wesentlichen auf die Seiten http://www.evangelium.de/wissenschaft . Einzelne Unterseiten, auf die ich mich beziehe, sind der Übersichtlichkeit halber mit Nummern verlinkt. Welche Unterseite sich jeweils dahinter verbirgt, kann der Statuszeile des Browsers entnommen werden.
Kreationsjünger versuchen ständig, zwei Modelle für die Entstehung des Lebens zu postulieren. Sie wollen als gleichberechtigte "Wissenschaftler" anerkannt werden.
Das ist lächerlich, weil der Kreationsglaube schließlich keine Wissenschaft ist.
Zig Seiten Evolutionskritik wird von den Evangeliumsleuten z.B. bedeutungsschwanger eine halbe Seite aus dem 1. Buch Mose, Vers 1 bis 31 entgegengesetzt. Soviel zum Wissenschaftsgebahren.
Ja, aber Kritik an der Evolutionstheorie gibt es doch dann wohl trotzdem? Was ist davon zu halten?
Es ist nicht immer ganz leicht, die geschickte
Vorgehensweise der religiösen "Wissenschaftskritiker" zu entlarven.
Die Texte bestehen aus kurzen Schlagworttexten, die durch Klick auf "Mehr
Info hier" (es öffnen sich weitere Fenster) ergänzt werden. Diese
"Infos" entpuppen sich bei näherem Hinsehen meist als Banalitäten,
Überholtes, Behauptungen. Primitivanalogien tun ein übriges.
Aber es wirkt erst mal ganz schön eindrucksvoll!
Ergänzung: Viele dieser Infos
sind überarbeitet worden und machen jetzt einen seriöseren Eindruck.
Banalitäten wurden teilweise entfernt, Analogien etwas weniger primitiv
gestaltet (obwohl man über das grundsätzliche Bestehen von Analogien
streiten kann.
Deshalb
dazu im einzelnen:
| Kreationistische Behauptungen | Naturwissenschaftliche Argumentationen |
| So erklärt
er zunächst ganz seriös den "methodischen Atheismus", will ihn
aber dann auf gegenwärtig erfahrbare Experimente beschränkt wissen.
"Ein Ausklammern übernatürlicher Ursachen ist jedoch für
einen wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn nicht zwingend. .... Die Erklärungsansätze
selbst beruhen auf philosophisch-naturwissenschaftlichen Weltanschauungen."
Durch die Schilderung der "Geschichte der modernen Schöpfungslehre" versucht man, dem Glauben ein quasiwissenschaftliches Mäntelchen unzuhängen. |
Falsch. Da es
keinen einzigen Beleg für auch nur irgendein übernatürliches
Phänomen gibt, ist dieser Ansatz rein empirisch.
Die "Geschichte einer fundamentalistischen Bewegung ist kein Beleg für Wissenschaftlichkeit. |
| Definition der Begriffe
Abstammungslehre und Weltanschauung": Ideologisch aus einer DDR-Enzyklopädie
von 1964, Klassenkampf läßt grüßen 2
Jetzt wird diese Definition zwar als "amüsant" bezeichnet, aber obwohl es nicht mehr der Darstellung der Evolutionslehre in der heutigen Gesellschaft entspräche, sei es doch repräsentativ genug. |
Ich empfehle ein
Lexikon wie Brockhaus, Meyers Lexikon oder ein beliebiges Oberstufenschulbuch.
Das Zitat eines ideologisch voreingenommenen "Werkes" spricht eine deutliche
Sprache.
Ich habe dem oben geschriebenen nichts hinzuzufügen. Dies Zitat ist Meinungsmache, keine sachliche Information. |
| Die Stabilität
der Evolutionslehre wird bestritten, weil Einzelheiten nicht bewiesen werden.
Das sei inkompetent, unseriös und unwissenschaftlich. 3
Der Evolutionstheorie werden Glaubens-Dogmen unterstellt, und das auch noch falsch 4 . Aber dann kann man es wenigstens angreifen. Jetzt wird zunächst
der Weg zur wissenschaftlichten Hypothese erklärt, danach die Forderungen
an eine wissenschaftliche Theorie präzisiert. Anschließend behauptet
der "Author", daß sich Naturwissenschaft nur mit gegenwärtig
ablaufenden Vorgängen und gegenwärtigen Strkukturen der Welt
befasse. Historische Dimensionen ließen sich nicht durch sie erfassen.
Für eine direkte Beweisführung (das geht aber, wie der
Author weiter oben schrieb, wissenschaftstheoretisch gar nicht) sei die
direkte Beobachtung unerläßlich.
In einer "Suche nach Wahrheit" wird Naturwissenschaft gegen Glauben abgerenzt, aber nur ihr wird eine "Grenzüberschreitung " vorgeworfen. Dann wird naturwissenschaftliche Vorgehensweise als "Naturalismus" bezeichnet und, weil sie der Theologie und des Glaubens nicht bedarf, selbst als Glaube und Wertanschauung bezeichnet. Es folgt der sehr schwache Versuch, dem biblsichen Glauben ein wissenschaftliches Mäntelchen umzuhängen.4 Inspirationen von Wissenschaftlern für wissenschaftliche Erklärungen werden mit dem Glauben an eine religiöse Quelle analogisiert. Man vergißt dabei, daß diese Wissenschaftler ihre Ideen an der Realität überprüften und nicht die Realität durch blinden Glauben an ihre Träume oder sonstigen Ideenquellen umbogen. Entscheidender Irrtum auf dieser Seite 3 ist dieser Gedanke: "Das Fehlen von konkreten Erklärungsmodellen bzw. das Scheitern vorhandener ist dann jedoch auch ein Argument für die Schöpfungslehre." Das Erkenntnisobjekt der Naturwissenschaft wird deutlich eingeschränkt, das der Schöpfungs"lehre" nicht. Grenzüberschreitungen werden hauptsächlich den Naturwissenschaften angelastet. |
Eine Theorie, die
sich auf Funde stützt und nach historischen Erklärungen dafür
sucht, muß sich dem neuesten Stand der Erkenntnis anpassen. Sonst
wäre sie nicht glaubhaft. Stabilität bedeutet nicht ein doktrinäres
Festhalten an Postulaten, die sich als falsch bzw. fehlinterpretiert erwiesen
haben. Das wäre dann inkompetent, unseriös und unwissenschaftlich.
Die Theorie der Evolution ist eine naturwissenschaftliche Theorie, die für vorhandene natürliche Phänomene eine Erklärung sucht. Sie benutzt dafür Erkenntnisse vieler Hifswissenschaften, wie der Paläontologie, der Ontogenese der Chemie, der Physik, der Geologie, Geographie, Genetik usw. Alle kommen im wesentlichen zu den gleichen Aussagen und Bestätigungen der Evolutionstheorie. Daß auch diese Theorie wie jede andere (sogar wegen der Unmöglichkeit, in menschlich vertretbar kurzen Zeiträumen Experimente dazu vorzunehmen, eigenlich mehr noch als jede andere) Schwächen aufweist, ab und zu durch neue Erkenntnisse korrigiert werden muß, ist normal. Theorien sind niemals verifizierbar, aber falsifizierbar. Diese Theorie ist bisher nicht falsifiziert worden. Der "Author" versucht sich zwar wissenschaftlich, kann es aber nicht ertragen, wenn dabei sein Glaube keine Beachtung findet. Diesen ebenfalls als überprüfungspflichtige Hypothese zu betrachten, kommt ihm nicht in den Sinn. Statt dessen projiziert er seine eigene Unwissenschaftlichkeit auf die Naturwissenschaft. Die Behauptung wird als selbstverständlich in den Raum gestellt. Dabei ist sie alles andere als das. Es gibt auch beim Scheitern einzelner Teilmodelle noch haufenweise vernünftigere Erklärungsversuche als ausgerechnet Schöpfung zu bemühen. Grenzüberschreitungen kann man dem Kreationsismus allerdings wohl tatsächlich nicht vorwerfen. Schließlich tummelt er sich ja völlig auf fremdem Gebiet. Biblischer Glaube übersteigt nicht "den begrenzten Erkenntnisbereicht" wissenschaftlicher Erkenntnisse, sondern er beschäftigt sich mit einem vollkommen anderen Erkenntnisobjekt. Deshalb kann er zu naturwissenschaftlichen Erkenntnissen überhaupt keine Aussagen treffen. |
| Im weiteren wird nur noch versucht, die ET. auf vielfältige Weise zu diskreditieren, aber ausdrücklich, ohne etwas dezidiert dagegenzusetzen. | Naja, warum sollen es sich die Kreationisten auch schwer machen. Ein bißchen Psudowissenschaftlichkeit, ein wenig Orakel tuns ja. |
| Selbstorganisation gibt es nicht. | Weil man in der Informatik einen Programmierer braucht (ca. 30 Jahre Informatik), muß das auch in der Natur so sein (ca. 15.000.000.000 Jahre)? |
| In der überarbeiteten Fassung ein schöner Abriß darüber, welche Probleme die Biologie bei der Systematisierung hat.22 | Dieser naturwissenschaftlichen Einteilung wird eine Einteilung in "Grundtypen" entgegengesetzt, deren Schwächen zwar gesethen werden, deren Sinnhaftigkeit aber schlecht einzusehen ist. |
| (Die spontane Entstehung
der 200 Enzyme des Lebens ist 1:10^40.000, also "praktisch nicht vorhanden"!!!)
15
Dieses Kapitel ist in der neuen Fassung
durch einen Aufsatz über die natürliche Selektion ersetzt worden.
Also, geht doch auch sachlicher! Es werden über die Selektion auch
keine Wertungen mehr abgegeben. Danach ein Aufsatz über Rekombination
ähnlicher Art.5
|
Die Zahl wird nicht
erklärt. "Mehr Info" ist blabla. Fakt ist: Nie hat einer behauptet,
daß die Enzyme spontan entstanden sind. Niemand hat einzelne
Atome so einfach durcheinandergerührt und abgewartet, ob sich danach
ganz genau ein genz bestimmtes Enzym gebildet hat (das entspräche
der genannten Wahrscheinlichkeit). Enzyme und andere Bausteine des Lebens
haben sich nach und nach über Zwischenstadien in Jahrmilliarden entwickelt.
Hier wird der Einfluß der Zeit wieder einmal sehr stark unterschätzt.
Enzyme sind nicht von der Evolution "beabsichtigt" worden, sondern sind
entstanden, weil die Materie gewisse Eigenschaften aufwies.
Auffallend ist, daß als Quelle fast nur Junker-Scherer benutzt wurde. Es gibt doch auch andere Bio-Bücher .... |
| Naturwissenschaftliche
Datierungsmethoden werden angegriffen. Durch eine explizite Darstellung
wird Kompetenz suggeriert. 16
|
Diese angegriffenen
Datierungsmethoden ergänzen sich. Ihre Meßungenauigkeiten sind
bestens bekannt und berücksichtigt. Sie sind interfaktultativ anerkannt.
Wie dumm müssen
Wissenschaftler sein, wenn sie die Schwächen ihrer Methoden nicht
kennen und berücksichtigen!
|
| Ein "Uniformitäts-Prinzip"
besage als Grundprinzip, daß alles heute genauso wie schon immer
geschehe. Versteinerungen seien unter "normalen" Bedingungen nicht möglich.
Jahrmillionen seien auch nicht erforderlich. 6
Gibt's nicht mehr in der neuen Fassung. |
Hier werden Fragen aneinandergereiht, die weder mit sich selbst untereinander noch mit dem Thema in irgendeiner Weise zu tun haben. Mal ganz davon abgesehen, daß dieses ominöse "Grundprinzip" in dieser Art gar nicht existiert. Und die naiven Fragen ganz einfach zu beantworten sind. |
| Mutationen seien
fast nur schädlich, die Anzahl der Gene für eine Evolution nicht
ausreichend. 789
Die 100.000 Gene seien nicht genug, um die Informationsmenge zu erklären. Resistenz erbringe keinen Dauervorteil. |
Mutationen haben
durchaus unterschiedliche Wirkungen, je nachdem, wo sie stattfinden. Z.B.
kann eine Mutation beim Enzym im substratspezifischen Bereich, im aktiven
Zentrum oder in der "Gerüstsubstanz" passieren.
Es gibt wirkungslose Mutationen: Sie betreffen Bereiche ohne physiologische Bedeutung. Hier können sich Mutationen anhäufen ohne aufzufallen. Es gibt tödliche Mutationen: Wenn ein Enzym an seinem substratspezifischen Teil oder an seinem aktiven Zentrum betroffen ist, dann bricht meist die gesamte Folgekette der chemischen Reaktionen zusammen, falls die Wirkung des Enzyms innerhalt der Reaktionskette betroffen ist. Es gibt weiterführende Mutationen: Nur wenn die Mutation die letzte Reaktion einer Reaktionskette betrifft, dann kann sie überleben. Sofern sich die neue Eigenschaft in der Selektion bewähren kann. Die Mutationsrate eines Vielzellergens wird auf 10hoch-6 geschätzt. Ein Organismus mit 100.000 Genen trägt dann in einen Zehntel seiner Keimzellen eine Mutation. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Mutationen ziemlich groß. Beim Menschen scheinen 10% bis 40% der Keinzellen ein mutiertes Gen zu tragen. Genug Material für den Evolutionsprozeß, sollte man meinen. |
| Selektion sei nicht
kreativ, weil Wissenschaftler nicht in der Lage seien, Bevorzugung oder
Benachteiligung vorherzusagen.
Nur die sogenannte Makroevolution sei als echte Evolution zu bezeichnen, nicht aber die Mikroevolution. Makroevolution gebe es aber weder bei Fossilien, Beobachtungen, auch nicht in Experimenten. Kreuzung, Anpassung seien nur Mikroevolution und Mikroevolution sei keine Evolution. 789 "In einer von Sünde gekennzeichneten welt ist Selekton jedoch nur ein regulierender, kein kreativer Faktor."17 |
Auch wenn Wissenschaftler
es im einzelnen nicht immer begründen können, gibt es diesen
Selektionsvorteil. Die Evolution selbst ist durchaus unabhängig von
den sie untersuchenden Wissenschaftlern.
Als Makroevolution
bezeichnet man die anscheinend "plötzlichen" Sprünge in
den Bauplänen der Lebewesen, speziell natürlich der Fossilien.
Umwälzende Veränderungen konnten tatsächlich nicht nachgewiesen
werden. Heute ist man der Meinung, daß die Mechanismen der Mikroevolution
zur Erklärung ausreichen.
Was soll man auf ein derart durchschlagendes Argument noch entgegnen? ;-) |
| Es wird bemängelt, es gebe keine Zwischenglieder zwischen den Arten. Neue Arten seien in der geologisch kurzen Zeit von 100.000 Jahren aufgetreten. | Soso. Erst wird
bemängelt, daß heutige Experimente von z.B. 1000 Drosophila-Generationen
keine neuen Arten hervorbrachten (einige Monate?). Dann wird das Auftreten
neuer Arten nach sehr langer Zeit bemängelt. Wie möchte man's
denn gern haben?
Wenn man einmal darüber nachdenkt, wieviele verschiedenartigste Lebewesen seit über 3 Milliarden Jahren die Erde bevölkert haben und wie wenige man seit ein bis zwei Jahrhunderten erst gefunden hat (denn wie die Kreationisten richtig schreiben, sind ja nur die wenigsten versteinert), dann wundert man sich höchstens, wie gut die Erklärungen der Evolution immer wieder bestätigt wurden. |
| Das Schnabeltier
wird erklärt, gefolgert, es dürfte evolutionär nicht existieren.
Aus einigen Eigenschaften von anderen Tieren wird das gleiche herausgelesen.
1011
Das Schnabeltier wird entweder gerade überarbeitet, oder es hat ausgedient. |
Naja, es gibt sie trotzdem. |
| Weil einiges noch nicht völlig verstanden ist, anderes noch nicht widerspruchsfrei erklärt werden konnte, wird eine Evolution für unmöglich gehalten. 12 | Nochmal: Lückenhaftigkeit ist kein Gegenbeweis. |
| Mit dem Archaeopterix haben sich die Kreationisten ganz besonders intensiv beschäftigt. 13 | Ich finde, dieses
Tiert ist ein ganz besonders gelungenes Beispiel dafür, wie wissenschaftliches
Arbeiten funktioniert. Denn hier hat man sich durch neuere Funde immer
wieder korrigieren müssen.
Das zeigt sehr deutlich, daß wir es bei Wissenschaftlern nicht mit Dogmatikern zu tun haben. |
| Das Ursuppenexperiment hat nicht "richtig" geklappt. | Die echte Ursuppe hatte etwas mehr Zeit. Sie war auch wohl etwas komplexer. Das Wichtigste, das diese Experimente (sie sind mehrfach wiederholt worden unter verschiedenen verfeinerten Bedingungen) zeigten, ist, daß die Bausteine des Lebens in einer unbelebten Suppe entstehen konnten bzw. können. Wie genau das erste Leben aber ausgesehen hat, weiß bislang niemand. Auch nicht, ob es wiederholbar ist. |
| Das Biogenetische
Grundgesetz von Haeckel wird triumphierend widerlegt. 14
Dieses Kaptiel wurde zwar mit neuem Datum versehen, enthält aber meines Erachtens nach nicht Neues. |
Haeckel ist in dieser
Form schon lange überholt und widerlegt. Er selbst hat seine extreme
Formulierung eingeschränkt. Da er bereits 1919 starb, sollte sich
das allmählich herumgesprochen haben. In den mir bekannten Schulbüchern
steht dieses GG so auch gar nicht mehr drin. Ich weiß allerdings
nicht, welche Auflage welches Verlages von wann die Autoren dieses Artikels
benutzten (siehe z.B. oben zur Definition von Abstammungslehre!).
Zitat aus P. Hoff/ W. Miram, Evolution. Materialien für den Sekundarbereich II, S. 57: "Bereits Haeckel wußte, daß die Ontogenese nicht einfach eine Wiederholung der Stammesentwicklung ist, vielmehr gibt es Neuentwicklungen und Veränderungen. Niemals wird die Erwachsenenform eines stammesgeschichtlichen Vorfahren wiederholt, sondern nur Merkmale seines Bauplans kehren wieder. Nicht ursprüngliche Organe werden wiederholt, sondern deren Anlagen. Die den Kiemenspalten ähnlichen Strukturen bei den Wirbeltieren sind keine Kiemen. Sie sind Anlagen, die sich nur bei den Fischen zu Kiemen entwickeln. Solche Strukturen zeigen eindeutig die Verwandtschaft der Säuger mit den Fischen, Amphibien, Repitilien und Vögeln. Niemals aber durchläuft ein Säuger während seiner Ontogenese ein Fisch-, Lurch-, Reptilien- oder Vogel-Stadium." |
| Weil das Pferd sich nicht so stetig entwickelt zu haben scheint, wie es sich nach Ansicht der Kreationisten hätte haben müssen, zweifelt man an der Kompetenz der Wissenschaftler. 15 | Hier kann man sehen, daß Evolution eben auf zufälligen Veränderungen basiert. Kein planender Schöpfer in Sicht, der dafür sorgt, daß es schön regelmäßig aufläuft. |
| Rudimentäre Organe haben doch eine Funktion! 16 | Ja und? |
| Der Stammbaum des
Menschen wird angezweifelt. Mehr Info ist anscheinend in Arbeit. 17
Stand 11.12.98: Der Stammbaum ist immer noch in Arbeit. |
Es gibt immer wieder neue Funde, gerade in den letzten Jahren, die vermehrt Übergangsformen zeigen. |
| Die kulturelle Entwicklung
ging eher abwärts als hoch. Mehr Infol ist anscheinend in Arbeit.
18
Wie oben. |
Ja, wirklich? |
| Kontroverse Meinungen zur Spachentstehung werden vorgestellt. Sie sollen belegen, daß Sprache nicht durch Evolution entstanden sein kann. 18 | Die dargestellten Ansichten beweisen überhaupt nichts. |
| Neu ist das letzte "Fakten"-Kapitel: "Vorsicht Falle!"
Hier wird endlich das dumme Thermodynamik-Argument gekippt. 19 |
Bravo! Wurde auch Zeit. |
Ganz besonders befremdlich ist aber
das Fazit, das die Kreationisten nun ziehen:
Man kann ihrer Ansicht nach nun 19